Kapitel 39

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(A/N LESEN PLS THANKS LOVE U)

With you I'm a beautiful mess.

...

Harrys POV

Als wir kleiner waren hat sich Gemma damals den Fuß gebrochen, ich konnte mich noch gut an den Tag erinnern, als wäre es gestern gewesen. Die ganze Fahrt lang weinten wir, meine Schwester wegen den Schmerzen und ich weil sie weinte.

Dad hat uns damals immer gewarnt, dass wir nicht ohne ihre, Mum und Dads, Aufsicht auf den großen Baum klettern dürfen. Ich habe es versucht Gemma auszureden doch Gemma wollte den Ball vom Baum kriegen - sie war schon immer stur gewesen. Beim Hinaufklettern rutschte sie ab und flog mit ihren Beinen voraus auf den Boden, Gemma schrie laut auf und weinte wegen ihrem Fuß während ich weinte weil ich wusste, dass wir ärger kriegen werden.

Im Krankenhaus begleitete mein Vater Gemma in den Behandlungsraum wo sie auch damals den Gips bekam, zugegeben ich war eifersüchtig weil sie sich die Farbe des Gips aussuchen durfte. Während Gemma behandelt wurde warteten Mum und ich im Warteraum, ich entschuldigte mich jede paar Minuten bei ihr, dass wir ohne Aufsicht auf den Baum wollten - besser gesagt, dass Gemma ohne Aufsicht auf den Baum wollte. Meine Mutter, so liebevoll wie sie ist, lachte und strich mir die ganze Zeit sanft über meine Haare und meinte, es wäre nicht weiter schlimm nur musste ich ihr versprechen, dass wir das nächste Mal Dad oder sie rufen - ich versprach es ihr hoch und heilig.

Schon damals konnte ich den Geruch des Krankenhauses nicht ausstehen, die Kinderstation jedoch lenkte mich damals ab denn sie war bunt, mit Schmetterlingen und Vögeln an den Wänden, in dem Raum war sogar eine große Spielecke.

Heute knappe 14 Jahre später drohte ich an dem Geruch zu ersticken. Am Boden sitzend griff ich mir durch die Haare, ich spürte wie meine Hände zitterten denn ich konnte den Anblick nicht vergessen. Meine Bella lag hilflos auf den Boden. Auf meinem T-Shirt waren getrocknete Blutspuren, als ich diese sah fing ich an zu weinen. Mein Körper zitterte wie noch nie. An mir gingen Ärzte vorbei und machten keinen Anstand mich zu fragen ob alles in Ordnung sei. Wie ein Stück Elend saß ich mit hochgezogenen Knien im Krankenhausflur und weinte vor mich hin.

Meinen Kopf warf ich in den Nacken und lehnte ihn gegen die kühle Wand an dabei holte ich tief Luft und schloss meine Augen - von diesem Geruch wurde mir von Sekunde zu Sekunde übel. Aber ich wollte nicht von ihrem Zimmer weichen bis sie aufsteht, ich wollte da sein wenn sie ihre Augen wieder öffnet. Hier galten andere Regeln als in Cheshire und als der Arzt meinte, dass nur ihre Familie in diesem Zustand zu ihr darf nahm ich dies ernst.

Als die Ärzte sich um sie kümmerten rief ich Niall an, denn ich wusste, dass er die Nummer ihrer Mutter hatte. Ihre Familie müsste in den nächsten Minuten ankommen. Ich dachte zurück an das eine Mal in Cheshire als wir bei mir zuhause saßen - kurz nach dem Abschlussball. An dem Tag hatte Bella auch einen plötzlichen Anfall, damals im Krankenhaus suchte sie meine Hand und murmelte meinen Namen. Mir brach es das Herz als ich mir vorstellte wie sie heute meine Hand suchte und keine fand. Ich würde alles auf dieser Welt geben um jetzt neben ihr zu liegen und sie zu umarmen und nie wieder loszulassen. Eines wurde mir heute bewusster als sonst, das Schicksal könnte sie mir von heute auf morgen nehmen. An diese Gedanken wollte ich nicht einmal denken, doch sie wurden immer lauter und lauter.

Ich griff mit meinen Händen durch mein Haar und zog leicht an ihnen dabei fing ich an zu schreien, Tränen flossen unkontrolliert aus meinen Augen. Nichts auf dieser Welt wird je so sehr weh tun wie das hier.

"Hey!" schrie plötzlich jemand worauf ich langsam meinem Kopf hob, "Einige Patienten schlafen noch!" der Arzt sah mich wütend durch seine Brille an.

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