Kapitel 58

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Until the end.

...

Harrys POV

"Hey Großer." flüsterte ich Carl zu, der kreidebleich geradeaus sah. Carol und James waren beschäftigt mit den Ärzten, während Steve noch immer einen Parkplatz suchte und Diana auf Collin aufpasste. Und Bella? Sie lag in ihrem Krankenzimmer. "Möchtest du etwas trinken?" fragte ich ihn mit einer angeschlagenen Stimme.

"Kann ich zu Bella?" ignorierte er, mit Tränen in seinen Augen, meine Frage. "Wieso darf ich nicht zu meiner Schwester?" nun weinte er viel stärker.

Ich schluckte stark und versuchte ihm eine Antwort zu geben. Doch diese Frage belastete mich schon seit mehr als drei Stunden. Wieso durfte ich nicht zu ihr? James bat mich darum keinen Aufstand zu machen und, dass er alles regeln würde. Eigentlich war ich auf 180, doch dann sah ich Carl, alleine im Gang sitzen. Bei diesem ganzen Wirbel vergaß ihn jeder, dabei ging es hier gerade um seine Schwester, um die Person, die ihn wortwörtlich großzog. Der Anblick zerbrach mir mein Herz, denn in den letzten Monaten wuchs mir Carl richtig ans Herz. Ohne nachzudenken streckte ich meine Hand aus und zog ihn in eine Umarmung. Es schien so als würde er genau diese gerade brauchen, denn sofort schloss er seine Arme um meinen Körper und fing stärker an zu weinen. "Alles wird gut Carl." flüsterte ich mit einer heiseren Stimme, "Bella schafft das."

Auch, wenn er an manchen Tagen auf erwachsen tut, ist er noch immer ein 6-jähriger Junge, der an manchen Tagen jemanden braucht der ihm eine Umarmung gibt. "Steht sie wieder auf?" er wischte seine Tränen weg, "Glaubst du, kommt Bella wieder?"

Meinen Kopf warf ich leicht in den Nacken und schloss meine Augen. An diese Option wollte ich gar nicht denken, denn ich war fest entschlossen, dass sie bereits wach ist. "Du wirst sehen, in einer Stunde wirst du sie wiedersehen." und ich betete zu Gott, dass ich Recht behielt.

Als wir letzte Nacht ins Bett gingen, schien noch die ganze Welt perfekt. Bis sie dann plötzlich anfing zu schreien. Nie in meinem Leben werde ich jemals ihren Schrei vergessen. Ich stand sofort auf und rief die Rettung, dabei versuchte ich sie zu beruhigen, doch während ich versuchte sie zu wecken, erlitt sie einen Krampf und ihr Anfall zeigte sich. Wie wild schlug sie um sich herum und schrie. Bella schrie wie noch nie, dabei weinte sie. Als die Ärzte eintrafen, fuhr mich meine Mutter ins Krankenhaus. Ich war wie paralysiert. Denn so einen Anfall hatte sie noch nie. Noch nie schrie sie so.

Während ich wie verrückt im Krankenhaus die Gänge hin und her rannte, rief meine Mutter ihre Eltern an. Als ich sie dann im Behandlungsraum fand, ignorierte ich jegliche Regeln und stürmte hinein. "Das ist meine Verlobte!" schrie ich die Ärzte an, als sie mich aus dem Raum ziehen wollten. Wenige Minuten später traf Maria ein. Sie meinte, dass Carol sie anrief. Dank Maria durfte ich mit in den Raum. Bella lag kreidebleich in ihrem Bett. Sie sah so schwach und verloren in diesem großen Bett aus. Als ich mich ihr nähern wollte, hielten mich die Ärzte erneut zurück. Immer und immer wieder schrie ich sie an, dass sie mich in ruhe lassen sollen, doch sie ließen mich nicht zu ihr. Hilflos stand ich hinter den Ärzten und sah wie sie alleine auf dem Bett lag, während Ärzte zu ihrem Bett gingen und irgendetwas taten. Ich schenkte ihnen keine Aufmerksamkeit, denn meine Augen waren nur auf ihr.

Zehn Minuten später hörte ich wie die Ärzte meinten, es wäre wieder alles okay doch keine Minute später fing sie wieder an zu schreien, während Blut aus ihrer Nase floss. Erneut versuchte ich auf sie zuzugehen doch dann warf mir der Arzt einen Blick zu: "Wenn Sie nicht dort bleiben, dann werde ich sie aus dem Zimmer werfen! Wir tuen unser Bestes!"

"Wie es aussieht ist ihr Bestes nicht genug!" schrie ich mit feuchten Augen zurück. Bevor der Arzt etwas sagen konnte, kam Maria auf mich zu und flüsterte mir Dinge zu wie, dass ich mich beruhigen soll und die Ärzte alles im Griff haben. Einige Minuten später trafen auch ihre Eltern ein. Die Ärzte gaben uns zehn Minuten um bei ihr zu sein, während sie Instrumente holten und einige Tests durchzuführen. Sofort setzte ich mich neben Bella hin und nahm ihre Hand in meine. "Bitte Bella." sah ich sie weinend an, während ich mit meinem Finger über ihren Ringer strich. Wir wollen doch heiraten.

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