Kapitel 23

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(A/N: ich glaube langsame Musik wäre für den ersten Teil gut haha (: Habe 30 Lives von Imagaine Dragons, Hallelujah und river flows in you gehört für eine ''bessere'' stimmung hahah. Viel Spaß (: )

I know it's been a while since I could look you in the eyes but I am foolish and I am sorry but sorry never made it feel alright.

...

Die Hände seines Vaters zitterten, das sah ich sogar von dieser Entfernung. Ich konnte nicht anders und fing automatisch an mehr zu weinen, denn seinen Vater so zu sehen brach mir das Herz. Sein Vater war mir gegenüber immer nett. Er wischte sich seine Tränen weg und hielt das Stück Papier, man erkannte dass er diesen Zettel schon oft in der Hand hatte. "Ich kann mich noch erinnern," er holte tief Luft, während Tränen aus seinen Augen flossen, "als Dan die Liebe zu Fußball entdeckt hat, damals war der Ball noch größer als er." er lachte traurig und wischte erneut seine Tränen weg, "Andere Kinder fingen mit Wörtern wie Mommy, Daddy, an zu reden, doch nicht unser Dan." er lächelte seine Frau an und sah sie länger zu ihr, nun blinzelte er und sah hinunter auf das Stück Papier, Tränen flossen über seine Wangen. Die Kirche weinte mit, sogar Diana neben mir fing an zu weinen, obwohl sie Dan nicht kannte. "Die ersten Wörter von unserem Dan war, Ball und Fußball. Wie sehr Dan Fußball geliebt hat, es gab Tage an denen er von morgens bis abends nur draußen war, ihm war egal mit wem er Fußball spielt, er wollte einfach nur spielen. Sein Lächeln nach seinem ersten Tor im Verein, seine strahlenden Augen als er seinen ersten Pokal bekommen hat und die Tränen in seinen kleinen blauen Augen als ich ihn auf ein Fußballspiel von seiner Lieblingsverein mitgenommen habe." er biss sich auf seine Unterlippe um nicht noch stärker zu weinen, "Uns hat jeder gesagt aus dem kleinen Dan wird etwas, Dan war gut in Fußball - sehr gut. Genau in seinen besten Jahren erfuhr er es. Lungenkrebs." er wischte sich über die Wangen und sah wieder hinunter, "Lungenkrebs, mein kleiner Junge. Wieso musste es meinen Dan treffen? Ich sehe ihn vor mir, an dem Tag als wir es erfuhren, er saß in seinem Zimmer und das einzige an das er dachte war Fußball. Dad muss ich wirklich aufhören? hat er mich immer und immer wieder gefragt. Und es zerbrach mir das Herz ihn so zu sehen, ihn so leiden zu sehen. Doch wie bereits gesagt, mein Dan war anders. Er war für uns da anstatt wir für unseren Dan. Wie oft hat er seine Mutter in die Arme genommen und gesagt, dass es ihm gut geht? Anstatt dass ich ihn in den Arm nehme und sage, dass alles gut wird. Er hat immer und immer wieder gesagt, dass alles gut wird. Dass er uns nie verlassen wird. Und wir haben gehofft, wir haben gebetet, wieso unser Junge?" ich hielt mir die Hand vor dem Mund und weinte. Diana legte ihre Hand um meine Schulter. "Die ganzen Jahre ließ er sich nicht von seinem Krebs beirren, er hat mit dem Studium angefangen, ist aus gegangen und hat sein Leben weitergelebt als wäre er nie krank gewesen. Mein Junge hat sich verliebt, hatte Beziehungen, hat weiterhin für Fußball geschwärmt. Er bliebt stark für seine Mutter und seinen alten Vater." er holte tief Luft und starrte auf den Zettel, "Bis in seine letzten Stunden hatte er sein Lächeln auf den Lippen, er hat Späße gemacht. Immer und immer wieder habe ich ihm gesagt er soll nicht so über den Tod reden, er soll keine Späße machen doch es war seine Art damit klarzukommen. Bis heute habe ich keine Art gefunden damit klarzukommen, dass mein Sohn aus meinem Leben gerissen worden ist. Immer und immer wieder dachte ich mir in den Tagen: Er kommt gleich durch die Tür mit seiner Schmutzwäsche und umarmt seine Mutter! Doch er kam nicht, vorgestern nicht, gestern kam er auch nicht und heute auch nicht." ich schloss meine Augen und zitterte, genau darauf habe ich auch gewartet. "Mein Sohn hatte die Gabe das ganze Haus zu erhellen in dem er einfach nur durch die Tür ging. Sein Lächeln erhellte das ganze Haus, an grauen Regentagen nach der Woche in der Universität oder in der Früh wenn er nach langen Nächten nach Hause kam. Sobald er durch die Türschwelle ging tanzte das ganze Haus, es war egal ob ich müde war oder einfach nur sauer über die Arbeit, er konnte meine Laune immer heben. Dan ... Wollte immer, dass es anderen besser geht, er wollte nie jemanden etwas böses auch wenn derjenige schlecht ihm gegenüber war. Mein Dan war eine reine Seele und trotzdem wurde er mir genommen. Er wurde aus meinem Leben gerissen. Es tut mir Leid Junge, ich weiß du hast zu mir gesagt ich soll ja nicht so viel bei deiner Beerdigung weinen denn es wird dir gut gehen. Doch wie mein Sohn? Wie soll ich nicht weinen? Ist es nicht so, dass der Vater vor seinem Sohn gehen muss? So oft habe ich Gott gebeten deine Schmerzen mir zu geben, dass du nicht leiden musst. Ich war derjenige der so viel geraucht hat, ich war derjenige der vorher sterben sollte und nicht du mein Sohn." er weinte nun viel mehr und hielt seine Hand vor dem Gesicht. Ich legte meinen Kopf auf Dianas Schulter und schloss meine Augen, noch nie habe ich so viel in meinem Leben geweint. Dans Vater holte tief Luft und sagte: "Ich kann mich erinnern als wir früher Dinge getan haben die Väter und Söhne eben tun, wir haben Wrestling gespielt du hast immer und immer wieder vergeblich nach meinem Schwachpunkt gesucht, jedoch nie gefunden. Stolz hast du immer und immer wieder deinen Freunden erzählt, dass dein Vater der stärkste auf dieser Welt ist und dass ich keinen Schwachpunkt habe. Doch mein Sohn du hast dich jahrelang geirrt, du bist mein Schwachpunkt. Immer wenn du dir weh getan und geweint hast wollte ich mit dir weinen. Und siehst du, dein Vater ist nicht der stärkste auf dieser Welt ich weine, denn das Leben hat meinen Schwachpunkt getroffen." nun stellte er sich gerade hin, "Dan war und ist der beste Sohn, ich vermisse ihn. Doch ich vertraue ihm denn er hat mir zwei Tage bevor er von uns gegangen ist gesagt, dass das Leben dort oben erst anfängt und dass wir uns wiedersehen. Dass das kein Abschied für immer sein wird und daran glaube ich fest, ich glaube fest daran meinen Sohn einmal wieder in meine Arme nehmen zu können." er faltete das Stück Papier und ging zurück auf seinen Platz.

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