Kapitel 62

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I am both better and worse because of you.

...

Bellas POV

"Ich verstehe nicht, wieso ihr es nie erwähnt habt." ich holte tief Luft und schloss meine Augen, "Ich hätte es so viel lieber von dir oder Niall oder Diana, Gott ich hätte es so gerne von Harry erfahren und nicht von Kiersten." meine Augen öffnete ich wieder und sah auf die Blume, die ich ihm ans Grab legte, "Wieso hast du es mir nie gesagt?" ich biss mir auf die Unterlippe und unterdrückte meine Tränen, "Wieso hat er es mir nie gesagt?" stellte ich verletzt die Frage. "Versteht er mich nicht? Ich habe mir jedes Mal solche Sorgen gemacht. Nie wusste ich wo er war, ich wusste nicht wieso er all diese Verletzungen hatte – ich dachte er hätte ernsthafte Probleme." meine Arme verschränkte ich vor meiner Brust und holte tief nach Luft, "Weißt du was das Schlimmste an der Sache ist? Er hat nicht einmal versucht sich aus der Sache zu reden, denn er wusste, dass ich Recht habe – er wusste, dass ich so reagieren werde." schlussendlich konnte ich meine Tränen nicht mehr unterdrücken, "Was soll ich tun Dan? Ich kann doch die Verlobung nicht auflösen – ich kann es doch nicht tun, oder?" weinte ich, "Ich bin doch so glücklich? Wieso muss uns immer so etwas passieren – wieso konnten wir nicht schon am Ende des Hindernissparkurs sein? Wieso müssen wir leiden?" sprach ich endlich die Fragen aus, die mich nun schon seit Stunden beschäftigten, "Ich möchte doch nur einmal für eine längere Zeit glücklich sein, ist das zu viel verlangt?" ich vergrub mein Gesicht in meinen Händen und fing an stärker zu weinen.

Ich vermisse ihn und doch möchte ich ihn nicht gerade in meiner Nähe haben, ich liebe ihn und doch hasse ich ihn. Hassen dafür, dass er mich zehn Monate lang belogen hat. Lieben dafür, dass er mich zehn Monate lang glücklich gemacht hat. Es fühlte sich früher an, dieses hin und her meiner Gefühle.

Ich blieb noch eine halbe Stunde still neben Dans Grab stehen und wartete auf eine Antwort, die jedoch nicht kam. Frustriert fuhr ich zurück nachhause und dachte über Niall und Diana nach. Die Nacht verbrachten Steve und sie bei Harry, weil beide mir den restlichen Tag in Ruhe lassen wollten.

Das erste Mal seit langem hatte ich keine Lust nachhause zu gehen, denn ich wusste dort würde mich eine Standpauke von Mom, Dad und der Pflegerin auf mich warten. Denn ich war, ohne ihnen etwas zu sagen, aus dem Haus gestürmt. Ich hatte es satt in meinem Zimmer eingesperrt zu sein, denn dort verband ich die meisten Erinnerungen mit Harry und an ihn wollte ich eigentlich nicht denken. Kurzer Hand entschloss ich mich Nana zu besuchen.

In dem Moment als ich durch ihre Haustüre kam, ging sie mit Jacke bekleidet aus dem Wohnzimmer, "Oh du wolltest wohin." meinte ich und deutete auf ihre Jacke sowie Tasche, "Ich kann auch wieder gehen." ich zeigte mit dem Finger auf die Haustür und war bereits mit einem Fuß wieder draußen.

Doch Nana kannte mich und erkannte etwas in meinen Augen, "Ach Liebes ich kann mich mit meinen Freundinnen auch Morgen treffen. Hast du Lust auf Tee?" sofort zog sie ihre Jacke aus und hing sie am Hacken auf. Eines wusste ich bei meiner Großmutter, ein Nein zählte bei ihr nicht.

Weswegen ich meine Jacke und Schuhe auszog und ihr in die Küche folgte, "Tee hört sich prima an." lächelte ich sie schwach an und lehnte mich an der Wand an. "Wie geht es deinen Freundinnen so?" versuchte ich ein Gespräch anzufangen.

"Du kennst sie ja alle – ihnen geht es immer gut." lächelte sie mich an und stellte die Teekanne auf die Herdplatte, "Alles okay bei dir Liebes?" fragte sie mich und schenkte mir ein schwaches Lächeln. Ich zuckte mit den Schultern und sah schüchtern auf den Boden, "Oh jetzt geht wieder die Fragerei los, bis ich drauf komme was dich so bedrückt." ich hörte sie leise kichern, "Ich habe Ana und Steve bei Harry gesehen – hast du dich mit ihr gestritten?"

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