Kapitel 55

21.6K 1.2K 174

I know I could lie but I'm telling the truth, wherever I go there's a shadow of you

...

Ihr Vater stand vor mir und ich wusste das erste Mal nicht wie ich mich vor James verhalten sollte. James war sonst immer derjenige, der für die Beziehung war und jetzt? Jetzt holte er mich von der Polizeistation ab – was, wenn er nun dachte, dass ich doch nicht der Richtige für seine Tochter bin?

"Scheiße." fluchte leise vor mich hin, Nialls Blick spürte ich auf mir ruhen, während ich zwischen Steve und James hin und her sah. "James lass mich die Situation erklären." stand ich nun vor ihrem Vater – ich konnte nicht einschätzen an was er gerade dachte, irgendwie ahnte ich nichts Gutes. Sonst nahm er mich immer in Schutz, wieso sollt er es nach dieser Sache tun?

"Steigt ein." sagte er zu Niall sowie mir dabei deutete er zu seinem Auto. Schwer schluckend sah ich zu meinen Freunden, die ohne zu zögern in das Auto stiegen. Mit einem komischen Gefühl stieg ich vorne neben Bellas Vater ein – der mir nach wie vor keinen Blick würdigte. Jetzt hast du Bellas Mutter endlich auf deiner Seite und James als Feind, dachte ich mir. Die Wut Drake gegenüber stieg von Sekunde zu Sekunde, diese ganze Scheiße passierte nur wegen ihm.

Doch statt nachhause zu fahren, bog James wo in eine andere Straße ein. "Uh... James, du bist falsch eingebogen." schien auch Steve zu bemerken, "Hättest du nicht links abbiegen müssen? Carol wartet doch mit dem Essen auf uns ..." sprach er vorsichtig.

"Ich weiß." nickte James, das erste Mal sah er mir in die Augen, "Nur hatten die Beiden bestimmt eine lange Nacht hinter sich und bräuchten einen starken, schwarzen Kaffee bevor wir nachhause fahren und das große Drama auf uns wartet."

Ohne weiter zu sprechen fuhren wir zu viert in ein naheliegendes Kaffee. Ein wenig irritiere mich James gelassene Art – der Verlobter seiner Tochter verbrachte eine Nacht in einer Zelle und er tat nichts weiter als ihn auf ein Kaffee einzuladen? Das komische Gefühl in meinem Magen wollte einfach nicht verschwinden, etwas Großes müsste doch noch passieren.

"Harry bleibst du kurz noch?" sagte er als wir aus dem Auto ausstiegen, ohne mich anzusehen sperrte er sein Wagen zu und warf dann einen Blick Niall und Steve zu, "Könnt ihr in der Zwischenzeit einen Tisch suchen?" beide nickten und verschwanden sofort, während ich nervös von einem Fuß auf den anderen trat. "Erklär mir die Situation." seine Augen trafen nun meine.

Nie hatte ich einen Vater der mich so ansah, während meine anderen Aufenthalte in einer Zelle kam mich immer meine Mutter oder einer meiner Freunde abholen, aber nie mein Vater – wie auch? Er war in London mit seiner neuen Freundin. Aus diesem Grund wusste ich nicht wie es ist Angst vor einer älteren männlichen Person zu haben – und verdammt wie Angst ich gerade vor James hatte, Angst davor, dass er mir den Umgang mit Bella verbietet. "James ich wollte nicht, dass es so weit kommt." suchte ich nach den richtigen Worte, "Ich bin nicht mehr die Person, die sich prügelt, betrinkt und dann in einer Zelle landet – das gestern war ein Ausrutscher. Ein alter Bekannter hat dumm über meine Schwester gesprochen ..." ich griff mir nervös durch die Haare, "Ich habe mich geändert."

Er nickte und steckte seine Schlüssel in seine Hosentasche, "Ich wünschte diese Situation wäre uns erspart gewesen. Wer holt denn schon gerne den zukünftigen Ehemann seiner Tochter aus einer Zelle?" James sah mich an und lächelte leicht, dieses Lächeln nahm mir eine Tonne Last von den Schultern.

Ich stellte mir jedoch die Frage, wieso er nicht sauer war? Jeder andere würde mich anschreien und denn Umgang mit seiner Tochter verbieten, und James? Er machte Späße darüber und ist verständnisvoll. Meine Stirn runzelte ich und schüttelte Fragen den Kopf, "Wieso? ... Wieso verbietest du mir den Umgang mit Bella nicht? Wieso bist du so gelassen über die Tatsache, dass ich gerade eben zum wiederholten Mal in einer Zelle war?"

Promise me IIRead this story for FREE!