Kapitel 44

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A lot can happen in 8 months, but I never expected this.

...

"Wir können gleich gehen." sagte ich und legte die sauberen Teller zurück in den Schrank. Seit Kirsten, Anna und Mark hier waren benahm sich Harry ganz anders. Mit einem leichten Lächeln ging ich auf die Mädchen und Mark zu und sagte, "Wir schließen in einigen Minuten." Mark griff nach seiner Geldbörse, "Oh sei doch nicht lächerlich, geht natürlich auf mich." ich nahm die leeren Gläser von ihrem Tisch.

"Vielen lieben Dank Bella, hättest du aber nicht tun müssen." Kirsten lächelte mich an und griff nach ihrer Jacke, "Wir haben kaum miteinander gesprochen! Wie wäre es wenn wir uns in der nächste Woche treffen?" schlug sie vor.

"Uhm." überlegte ich, ich war mir mehr als sicher, dass Harry gerade über seine Schulter zu uns sah. "Unter der Woche wäre perfekt, weil ich am Wochenende entweder in Cheshire bin oder arbeite." lächelte ich alle drei an.

"Nein perfekt!" antwortete nun Anna, "Wir sind am Wochenende auch in Cheshire. Dans Vater hat Geburtstag und wir, Kirsten und ich, wollten ihn besuchen gehen."

Meine Laune sank in weniger als einer Sekunde, seit Dans Tod habe ich nie wieder mit seiner Familie gesprochen. Anfangs war ich einfach nicht dafür bereit weil mich alles an meinen verstorbenen Freund erinnerte, aber mittlerweile machte ich mir Vorwürfe für seinen Vater und seine Mutter war alles noch viel schwieriger als für mich, sie haben ihren Sohn verloren während ich nur einen Freund verlor.

Kirsten überreichte mir ihr Telefon worauf ich meine Nummer eintippte, beide umarmten mich während Mark mir, das erste Mal während der ganzen Zeit, ein leichtes Lächeln schenkte, danach verschwanden sie winkend aus der Tür.

Die Tassen wusch ich schnell, meine Schürze hängte ich auf seinen Platz und schnappte meine Tasche, "Bist nächste Woche Sonntag." rief ich meiner Chefin zu, die in der Küche für Ordnung sorgte. Meine Jacke zog ich mir beim hinausgehen an und folgte Harry zu seinem Auto.

Zwischen uns zwei herrschte eine eisige Stimmung obwohl ich nichts getan habe. Hier war wieder dieser Harry von früher, der etwas vor mir verheimlicht und dazu noch seine Stimmungsschwankungen hat. Genervt stieg ich in sein Auto ein und schnallte mich an. Es ist okay wenn er mir nicht verraten möchte was hinter diese Laune steckte, doch ich war kein bisschen daran schuld? Wieso muss er dann diesen wunderschönen Tag so enden lassen?

Mir brannte ein Satz auf der Zunge doch ich wollte ihn nicht aussprechen, denn ich wusste ich würde die Situation nur noch viel schlimmer machen. "Hast du irgendetwas?" fragte nun Harry und startete das Auto.

"Ich glaube das solltest du dich selber fragen, du bist hier derjenige der von einer Sekunde auf die andere so komisch war." antwortete ich noch immer leicht genervt und starrte ihn an. "Ich weiß, dass da irgendetwas noch in dir drinnen steckt was du mir nicht sagen möchtest - es ist okay." ich schüttelte den Kopf und runzelte dabei meine Stirn, "Nein ist nicht okay aber ich will dich nicht drängen es mir zu sagen, aber dann bitte lass deine schlechte Laune nicht an mir aus." nun verschränkte ich meine Arme vor der Brust, "Der Tag hat echt verdammt gut angefangen also lass ihn bitte nicht beschissen enden."

"Du meinst ich würde etwas geheim halten, dabei verheimlichst du seit Monaten auch etwas vor mir." sagte Harry mit einer viel zu ruhigen Stimme. Plötzlich fing ich an zu zittern, denn Harry hatte recht ich hielt etwas vor ihm geheim.

"Stimmt nicht." log ich und schüttelte meinen Kopf, "Und falls ich etwas geheim halten würde wäre ich nicht so dir gegenüber."

"Tut mir leid, dass ich nicht jeden Tag, jede Stunde mit einem verdammten Lächeln durch mein Leben gehe." antwortete er schnippisch.

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