Kapitel 18

34.6K 2.5K 702

Does it ever drive you crazy just how fast the night changes?

...

Einige Meter vor ihrem Haus ging ich immer langsamer und langsamer. Meine Hand hielt ich vor meinem Mund als ich mehrere Autos in ihrer Auffahrt sah. Mit einem zitternden Körper ging ich auf die Eingangstür zu und sah, dass sie nicht ganz zugesperrt war, von draußen hörte ich schon einige Menschen weinen. Langsam öffnete ich die Tür und sah in das Haus, meine Füße gingen ungewollt die Stiegen hinauf in sein Zimmer. Dabei wollte ich zuerst zu seiner Mutter.

Ich stand vor der Tür zu seinem Zimmer und sah hinab zum Türgriff, ich streckte meine zitternde Hand aus und öffnete sie. Das Zimmer fand ich leer vor, was habe ich mir auch gedacht? Ihn da liegen zu sehen? Ihn zu sehen wie er mich anlächelt auf mich zukommt? Er ist tot. Weg. Nie wieder werde ich sein Lächeln sehen. “Dan.“ sagte ich leise und biss mir auf meine Unterlippe. “Dan.“ wiederholte ich mich doch dieses Mal mit einer gequälten Stimme. Irgendwann fand ich mich vor seinem Bett ich sah hinunter, sofort schossen mir Bilder durch den Kopf, vor  nicht so  langer Zeit lagen wir hier noch ... zusammen. “Dan.“ Sagte ich ein drittes Mal und weinte los, meine Tränen flossen über meine Wangen auf sein Bett sie hinterließen kleine nasse Spuren auf dem straffgezogenem Lacken. Ich sah auf sein Bett auf dem er noch vor einigen Stunden lag, auf dem er auf mich gewartet hat ... er hat gewartet. Und ich bin nicht gekommen. Dan ist tot. Er ist tot ... Wieso?

 Meine zitternde Hand führte ich zu meiner Wange und wischte meine Tränen weg. Mein Blick flog auf seinem Nachtisch auf denen noch offene Comicbücher lagen. Langsam drehte ich meinen Kopf nach links und sah dass noch alte Klamotten auf seinem Sessel lagen, auch damals in London hat er seine Kleidung nie sorgfältig in seinen Schrank zurückgelegt – immer tat ich das. Aus Gewohnheit ging ich auf die Kleidungsstücke zu und nahm sie in meine Hände, ich schloss meine Augen und drückte sein T-Shirt in mein Gesicht, dabei roch ich an dem Stoff – es roch noch immer nach ihm. “Dan.“ Sagte ich ein viertes Mal und stützte mich am Stuhl ab. Die Hosen die auf dem Stuhl lagen flogen auf den Boden weswegen ich sie aufhob und mich dann auf das Bett setzte, ich spielte mich mit dem Stoff zwischen meinen Fingern währen einzelne Tränen aus meinen Augen kullerten, von unten hörte ich Menschen reden. Ich sollte besser bald hinunter gehen und sagen, dass ich auch hier bin. Doch in der Hose die auf meinen Schoss lag spürte ich etwas, ich griff in die Tasche – sein Handy. Ich entsperrte sein Handy und fand die Nachricht die ich ihm geschickt habe. Er hat sie nie gelesen und wird sie nie lesen. Sein Telefon flog mir aus der Hand weil meine Hände zu stark zitterten. Ich bückte mich danach doch flog auf meine Knie.

Und plötzlich weinte ich laut los, die Tränen aus meinen Augen flossen während ich immer und immer wieder seinen Namen schrie. Ich schrie seinen Namen sehr laut weswegen ich nach einigen Sekunden auch schon Schritte hörte, ich legte meinen Kopf auf seinen Bett und zog leicht an meinen Haaren während ich noch immer weinte, mit einer Hand ballte ich eine Faust und schlug immer wieder auf sein Bett während ich seinen Namen schrie.

“Bella.“ hörte ich eine bekannte Männerstimme – sein Vater. “Bella.“ Sagte er noch einmal und versuchte meine Hände in seinen zu halten doch ich riss mich immer wieder los und schlug gegen sein Bett. Dan ist tot. “Bella, bitte.“ weinte sein Vater.

Sein Vater hielt meine Hände nun fest da ich mich nicht mehr wehrte. Ich drückte meinen Kopf gegen seine Brust und weinte lose. “Dan.“ Mehr konnte ich nicht sagen, denn ich wusste nicht was ich sagen soll. Dan ist tot. Dan ist tot. “Wieso Dan.“ sagte ich und schloss meine Augen während ich noch immer stark weinte, sein Vater umarmte mich und drückte mich fest an sein Körper während er mit mir weinte.

Sein Vater und ich saßen auf den Boden, bis keiner mehr von uns Tränen vergoss, danach saßen wir noch still da und starrten in eine Ecke. Ich habe meinen Freund verloren während er seinen Sohn verloren hat.

Promise me IIRead this story for FREE!