Kapitel 61

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He hurts me, I hurt him, and at the end we asked each other why we were in pain.

...

Harrys POV

Mit meinen beiden Händen strich ich durch meine Haare und atmete tief durch. Wie konnte es so weit kommen? Bella wäre auf jeden Fall auch wütend gewesen, wenn ich ihr es vor Monaten gesagt hätte – doch sie wäre nie im Leben so sauer gewesen. Meine Augen schloss ich, während ich Szenen aus meiner Vergangenheit sah. Szenen wie alles anfing.

Drake nahm einen großen Schluck von seinem Bier und blickte dann zu mir, "Du hast dich in den wenigen Wochen sehr gesteigert, deine Schnelligkeit hat sich verdoppelt." seine Bierflasche hob er und meinte: "Ich sehe echt Potential in dir Harry."

Ich kratze die Etikette von meiner Flasche ab und runzelte meine Stirn. Drake war zwar das größte Arschloch auf dieser Welt, doch er verstand mich – irgendwie. Weswegen ich ein leises "Danke" murmelte.

"Tristan ist schon lang nicht mehr in der Form, in der er davor war – du hingegen bist sogar besser, als er an seinen besten Tagen." sprach er mir zu, "Denk über mein Angebot nach Harry – du würdest deiner Mutter eine große Last von den Schultern nehmen. Du hast doch selber gesehen, wieviel man an einem Abend verdient."

Würde ich sein Angebot annehmen, könnte ich mir mein Leben finanzieren. Meine Mutter hätte es um einiges Leichter, wenn sie sich nicht um mich kümmern müsste. Geld verdienen und andere verprügeln – wieso dachte ich überhaupt noch nach? "Ich mach es." sagte ich schließlich festentschlossen, "Ich mach es." wiederholte ich mich ein zweites Mal und sah ihm nun direkt in die Augen.

Hätte ich nur damals gewusst, welche Opfer dieses Angebot mit sich brachte. Schlaflose Nächte von meiner Mutter, Streitereien mit Gem und Mum. Die ganzen Nächte an denen mich die Polizei nachhause brachte – doch ich sah damals nur das Geld und die Anerkennung, die ich damals erhielt. An die Sorgen meiner Familie verschwendete ich keine Sekunde.

"Harry?" kam meine Mutter laufend die Stiegen hinunter, erst im Licht sah ich ihre rot angeschwollenen Augen, "Oh Gott deine Nase! Lass uns ins Krankenhaus fahren." die Tränen sammelte sich erneut und liefen drauf ihre zarten Wangen hinunter. Ihren Bademantel machte sie vorne zu und suchte nach den Schlüsseln.

Betrunken stützte ich mich an der Wand und murmelte ein: "Alles ok." Den ersten Kampf habe ich, wie erwartet, gewonnen. Alleine an diesem heutigen Tag habe ich über 1.000 Pfund verdient. Viele waren neugierig was der Neue von Drake so mit sich brachte. Das Arschloch hat mich jedoch sehr erwischt – es fühlte sich so an als wäre meine Nase gebrochen. Doch den Schmerz spürte ich nach etlichen Flaschen Bier und Scotch nicht mehr.

Mum hielt sich weinend die Hand vor dem Mund und sah mich an, sie wollte mir dann über die Wange streichen doch ließ es doch sein, "Bitte Harry."

"Alles ok!" sagte ich nun viel lauter und funkelte sie sauer an. In der nächsten Sekunde spürte ich etwas in mir, als ich meine Mutter so vor mir stehen sah. Hatte ich Mitleid?

"Warst du wieder mit diesem Drake?" fragte sie mich sauer, doch Tränen flossen nach wie vor über ihre Wangen, "Wann wirst du endlich erwachsen und merkst, dass er nicht der richtige Umgang für dich ist?"

Dieses Gefühl in mir verschwand sofort wieder – nun wurde ich wütend. "Und wann lernst du endlich, dass du dich um deine eigenen Dinge kümmern sollst? Dank Drake verdiene ich Geld und nimm dir somit eine Last von den Schultern. Da das Arschloch von Vater dir keinen Pfund gibt!" brüllte ich ihr ins Gesicht. Schon immer war sie naiv, wenn es um meinen Vater ging.

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