Kapitel 67

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Say you won't let go.

...

"Heey.", ich setzte mich auf den Stuhl neben ihr hin und griff nach ihrer Hand. "Wie geht es dir?", ich wollte sie nicht lange stören, da ich ihr ansah, dass sie müde war. Doch ich wollte einfach nur sicher gehen, dass es ihr jetzt besser ging.

Ich schluckte und versuchte ihre Augen offen zu halten. Meine Hand drückte sie leicht und lächelte: "Mir geht es ganz okay."

Der Arzt war sehr lange bei ihr im Krankenzimmer. Weswegen ich fragte: "Was hat der Arzt gesagt?" Sie sah auf die Seite und schloss dann ihre Augen. "Alles okay?", fragte ich besorgt.

"Ich bin nur sehr, sehr müde.", meinte sie schläfrig und holte tief Luft. "Kannst du vielleicht meine Eltern anrufen?", fragte sie mich und runzelte ihre Stirn.

Ich nickte und griff mit meiner freien Hand in meine Jackentasche. "Ja klar, ich soll ihnen sagen, dass du im Krankenhaus bist oder?", in der einen Hand hielt ich ihre und in der anderen mein Handy. Sofort suchte ich nach der Nummer von Carol.

Bevor ich ihre Mutter anrief, nickte sie leicht und meinte leise: "Und, dass sie meine Operation eine Woche nach vorverschieben. Ich werde in vier Tagen operiert. Die Ärzte fangen morgen mit den Vorbereitungen an."

Mein Atem stockte. Ich dachte, ich hätte noch zwei Wochen Zeit – zwei Wochen Zeit um sie noch einmal auszuführen, um noch einmal den See zusehen bevor sie ihre Therapie anfängt. Ich dachte, wir hätten noch Zeit.

...

"Ich lege den Schlüssel unter die Fußmatte.", ich schloss die Haustür auf, während ich das Handy zwischen meinem Ohr und meiner Schulter klemmte und mit Carol sprach. "Ihr müsst nicht extra zu Tante Beti fahren, bei uns ist auch Platz für euch."

Anhand ihrer Stimme erkannte ich, dass sie schon seit fünfzehn Minuten durchweinte. Bella schlief direkt ein, worauf mich die Ärzte gebeten haben ebenfalls nachhause zu gehen und morgen Früh wiederzukommen. "Wir wollen euch die Wochen nicht zur Last fallen.", meinte sie schluchzend.

Ich versuchte mich zusammenzureißen und für Bella sowie ihre Familie stark zu bleiben. "Wir haben ein Zimmer, welches wir gar nicht nutzen. Dort kannst du mit Collin und James schlafen, Carl kann derweil bei mir in Bellas und meinem Zimmer schlafen. Wenn Bella zurück ist, werde ich dann auf dem Sofa schlafen." Um ehrlich zu sein hoffte ich darauf, dass ihre Familie bei uns in der Wohnung schlief da ich einfach nicht alleine sein wollte.

"Oh Gott.", zitterte ihre Stimme. Carol holte tief Luft und fuhr fort: "Wie geht es ihr? Du hast gesagt sie hat dich angerufen damit du nachhause kommst und dann?"

Ich atmete tief aus und ließ mich im Wohnzimmer auf der Couch nieder. "Sie hat mich angerufen, weil es ihr schlecht ging. Danach bin ich nachhause gefahren und habe sie ins Krankenhaus gebracht, dort hat dann ihr zuständiger Arzt sie behandelt und mit ihr sehr lange gesprochen."

"Und dann hat er ihr gesagt, dass sie diese Woche noch operiert wird.", beendete Bellas Mutter meinen Satz. "Das ist doch gut oder? Dass sie Bella jetzt schon operieren, oder nicht? So wird sie schneller gesund."

"Carol ... Bella schafft das. Ich verspreche es dir.", sagte ich mit einer wahrhaftigen Stimme. Auch, wenn vielleicht Bella selber daran nicht glaubte, ich tat es. Bella war schon immer bescheiden, wenn es um ihre Stärke ging. Sie war die stärkste Frau die ich jemals in meinem Leben sah. Bella wird es schaffen. Sie muss es schaffen.

Ich verabschiedete mich von Bellas Mutter und meinte, dass wir uns morgen Vormittag sehen werden. Da Bellas Familie sich morgen bereits auf den Weg nach London machen wird. Als ich mein Handy auf den Tisch hinlegte, starrte ich in die Leere.

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