Kapitel 21

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Just a little bit of your heart, just a little bit is all I'm asking for.

...

"Ich will einfach nicht reden. Nicht über sie, nicht über andere Dinge, über nichts. Lass es einfach Gemma." seufzte ich und stand von der Couch auf. Die Beziehung zwischen Gemma und mir läuft derzeit sehr gut, wir verstehen uns eigentlich so gut wie damals, doch sie ist die letzte Person der ich mich offenen werde, bis jetzt habe ich mich nur einer einzigen Person geöffnet und diese Person ist nicht mehr ein Teil meines Lebens, Bella wusste viel zu viel von mir.

"Okay." nickte sie und faltete ihre Hände, "Wie läuft es in der Uni?" fragte sie mich schließlich um das Thema zu wechseln ... ich hasse Smalltalk. Ich nickte und hielt einen Daumen hoch, eigentlich hatte ich nicht vor länger als ein Jahr hier zu bleiben. "Okay du willst nicht reden, finde ich auch okay." sie klatschte in die Hände, "Vergiss morgen nicht dein Auto abzuholen und ich hoffe das war das letzte Mal, dass ich dich betrunken abholen musste." ich rollte meine Augen.

Notiz an mich, rufe nie wieder deine Schwester an wenn du betrunken bist. "Versprochen." ich hielt meinen kleinen Finger hoch und nickte, verdammter Alkohol.

Meine Schwester lachte und schüttelte den Kopf: "Wir hören uns bestimmt noch, ich weiß wo die Tür ist." sie ging in den Flur, "Ach bevor ich es vergesse." kam sie zurück, ich legte mich auf die Couch, schloss meine Augen und seufzte leise. "Fährst du dieses Wochenende zu Mom?" fragte Gemma.

Wenn ich nach Cheshire fahre, treffe ich auf Bella, ich sehe die alten Orte wieder. Erinnerungen. "Nah, denke nicht, wieso?" fragte ich und öffnete meine Augen wieder.

"Amy kommt dieses Wochenende zu Besuch." sagte sie, "Sie hat auch nach dir gefragt und würde dich gerne wiedersehen." Amy?

Amy! "Uhm." ich überlegte. Sollte ich mich wirklich mit der Person treffen mit der ich mein erstes Mal hatte? Ich kannte sie seit klein auf, sie war die beste Freundin von Gemma ... sie war viel zu oft bei uns.

"Ich frage dich lieber wenn du nüchtern bist." lachte meine Schwester, sie hat es damals nie erfahren, Amy und ich haben uns versprochen nie wieder darüber zu reden. Damals war ich total stolz darauf mit einer geschlafen zu haben die zwei Jahre älter als ich war. Gemma rief noch ein "Tschüss." und schloss die Tür hinter sich. Ohne weiter zu überlegen schloss ich meine Augen und schlief auch sofort ein.

Irgendwann öffnete ich meine Augen und sah aus dem Fenster, welches in meinem Wohnzimmer war, und sah einen dunkeln Himmel. Wie spät ist es? Ich setzte mich sofort auf doch bereute es gleich danach. Mein Kopf tat höllisch weh und mein Nacken war total verspannt. Mit meiner Hand rieb ich mir über meinen Nacken und murmelte genervt: "Scheiß Couch." Übermüdet ging ich in die Küche und nahm einen großen Schluck aus der Wasserflasche, danach schlenderte ich zurück in mein Zimmer und zog mir meine ganzen Sachen aus. Ohne mich zuzudecken legte ich mich auf mein Bett und vergrub mein Gesicht in den Kissen.

Ich würde lügen wenn ich sagen würde, dass ich sie kein bisschen vermisse. Alles in mir drinnen schrie nach ihrem Namen, wie gern ich durch ihre Haare greifen würde, wie gern ich sie berühren würde, Gott wie gerne ich ein ich liebe dich von ihr hören möchte.

Ich seufzte erneut und legte mich auf den Rücken dabei starte ich in der Dunkelheit die Decke an. Wer bin ich geworden? Vor einem Jahr hätte ich nicht mal daran gedacht so zu werden, ich wollte nie so sein! Doch dann kam sie und stellte alles auf den Kopf. Ich wollte besser werden, für sie. Für sie habe ich mich zu einer ganz neuen Person entwickelt, zu einer Person die Gefühle zeigt, die über Probleme spricht. Es tat gut mit jemanden über alles reden zu können, doch wenn ich jetzt so daran denke habe ich mich nur verletzbar gemacht. Und das ist auch genau das was sie getan hat. Sie hat mich verletzt. Sie hat so viele Versprechen gemacht die sie schließlich nicht eingehalten hat. Und genau das verletzt mich, verdammt wie sehr es mich verletzt!

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