Kapitel 32

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and that's why she fell for him, he saved her.

...

Ich rollte mich auf die andere Seite und schaltete den Wecker aus. Mein Gesicht drückte ich in das zweite Kissen. Es roch nach ihm, ich spürte wie sich eine Gänsehaut über meinen ganzen Körper verbreitete. Sogar sein Geruch trieb mich in den Wahnsinn - positiven Wahnsinn. Sofort schlug ich meine Augen auf und sah mich im Zimmer um. Harry ist verschwunden. Ich setzte mich auf und tastete nach meinem Handy. "Harry?" rief ich leise und warf meine Füße auf den Boden, mit einer gerunzelten Stirn sah ich in den Flur - keine Geräusche. Harry ist doch nicht ohne Verabschiedung gegangen? Ich werde ihn heute im Kurs sehen ... doch, war es nicht nun anders zwischen uns? Gehen ohne sich zu verabschieden, gehörte doch zu einer der Dingen die wir in der Vergangenheit getan haben ... oder nicht? Mein Handy lag angesteckt neben meinem Nachttisch, ich suchte vergeblich nach einer Nachricht von ihm.

Und dann hörte ich jemanden die Eingangstür aufsperren, sofort stand ich auf und rannte in den Flur - er kam frisch gekleidet und geduscht durch die Tür und hielt eine Tüte in der Hand, er sah konzentriert auf den Boden doch als er mir in die Augen sah glättete sich seine Stirn, seine grünen Augen funkelten. Ein Funkeln, dass ich schon seit langem nicht mehr in seinen Augen gesehen habe. Und ich wusste genau was dieses Funkeln bedeutet, damals am See wusste ich es nicht, ich wusste nur, dass er es hatte wenn wir zusammen waren, er hatte dieses Funkeln nur bei mir. Wusste er das? Wusste Harry, dass seine Augen funkeln? Sie funkelten so schön, als wären sie nicht schon schön genug, diese tief grünen Augen, manchmal - an manchen Tagen - war es kein grün mehr, es ging etwas ins blaue. Seine Augen waren besonders, genau wie er. Damals verstand ich erst was Nana immer mit dem Spruch: Die Augen eines Menschen sind der Spiegel seiner Seele. Und wie recht sie hatte. Diese wunderschönen Augen waren der Spiegel seiner wunderschönen Seele.

Ich hustete und schüttelte meine Gedanken auf die Seite, ich habe ihn eindeutig viel zu lange angestarrt ohne etwas zu sagen, "Ich dachte .." ich räusperte mich, " ... du wärst uh .." wie soll ich ihm sagen, dass ich dachte dass er gegangen war? Doch war das nicht eigentlich egal? Harry wusste so oder so, dass ich nach ihm gesucht habe, er kannte mich viel zu gut.

"Gegangen?" vervollständigte er meine Frage, "Ich habe mir dein Auto ausgeborgt." er zeigte mir meine Schlüssel und legte sie wieder auf die Kommode, "Ich habe meine Sachen für die Kurse heute gebraucht und musste mich auch noch umziehe," er zog seine Schuhe aus und deutete in die Küche, "Hast du Hunger? Ich habe uns etwas von der Bäckerei gekauft." er lächelte mich nun schüchtern an und legte alles auf den Küchentisch.

Ich stand vor der Küche im Flur und deutete in das Badezimmer, "Ich muss mich noch duschen gehen und Zähne putzen, mach du dir in der Zwischenzeit etwas zum essen und uh ... ja bediene dich." lachte ich und winkte ihm.

Sofort riss ich die Hand hinunter als ich mein Zimmer rannte, ich schlug mir fest gegen die Stirn, wie peinlich war ich denn? Zuerst winke ich ihm und renne dann. Es ist doch nur Harry! Wieso verhalte ich mich dann so?

Schnell ging ich in das Badezimmer duschte mich und putze mir meine Zähne, ich zog mir über meinen hellen Jeans einen weißen Strickpullover an, aus dem Medizinschrank nahm ich meine Tabletten heraus und schluckte sie, gestern waren die Schmerzen nicht einmal so schmerzhaft wie sonst. Es war ... erträglich, mir war eher übel. Vielleicht lag es an dem Essen welches ich in den letzten Tagen zu mir nehme. Ich sollte meine Ernährung umstellen. Leise lachte ich vor mich hin, denn genau das hat Dan damals zu mir gesagt, dass ich seit ich in London bin nur noch Essen bestelle und nicht mehr koche. Irgendwie hatte er auch recht gehabt und trotz des Fastfoods nahm ich keinen Kilo zu. Meine Haare bürstend ging ich aus dem Badezimmer und roch frischen Kaffee, wann war es das letzte Mal, dass ich vor der Universität zuhause saß und einen Kaffee trank? Harry saß auf dem Stuhl und biss von seinem Brot ab während er etwas auf seinem Handy tippte "Schon so früh am Handy?" fragte ich lachen und goss mir etwa Kaffee in eine Tasse, danach setzte ich mich im Schneidersitz gegenüber von ihm hin.

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