Kapitel 4

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Death is knocking at my front door.

...

Vor einigen Stunden lagen wir im Bett und sprachen, lachten und sahen zusammen dumme Serien an, wir kritisierten jeden einzelnen Schauspieler. Vor einigen Stunden lag er neben mir und küsste mich, es hörte sich dumm an doch ich fühlte seine Lippen noch immer auf meinen nach diesen ganzen Stunden. Vor einigen Stunden erzählte ich ihm von meinem Kunstkurs. Wir unterhielten uns noch vor einigen Stunden über meine Zeichnung, über Carl, über Dan's kurze Fußballkarriere, über seinen alten besten Freund, über seine Ex-Freundin. Vor einigen Stunden lachte ich aus Herzen mit Dan, sogar als wir über seine Ex-Freundin sprachen lachten wir.

Jetzt, um drei Uhr morgens, saß ich im Krankenhaus. Wir hatten uns früher schlafen gelegt weil wir beide ziemlich erschöpft vom ganzen Tag waren. Ich schlief neben Dan ein und vergaß eigentlich alles um mich herum, als ich mit ihm sprach verschwand sogar dieses komische Gefühl in meinem Magen, ich fühlte mich nach langer Zeit wieder gut. Nicht viel Zeit verging und Dan fing an zu husten, anfangs dachte ich es würde gleich aufhören, doch als ich die Nachttischlampe einschaltete sah ich auf seinem T-Shirt Blut, überall Blut welches aus seinem Mund kam. Je stärker er hustete desto mehr Blut kam. Ich fing an zu weinen, als Dan für eine kurze Zeit keine Luft bekam. Doch ich handelte sofort, ich half ihm beim aufsetzten damit er nicht an seinem eigenen Blut erstickt. Es zerbrach mir das Herz ihn da sitzen zu sehen, er griff sich mit beiden Händen auf die Brust und hustete sich die Seele aus dem Leib, mit dem Blut vermischten sich seine Tränen. Sofort rief ich den Notarzt an, es war nicht einmal sieben Minuten und sie waren schon in unserer Wohnung. Doch die Zeit kam mir unendlich lang vor. Ich war hilflos, ich konnte ihm nicht mehr helfen als ihn auf zu setzten. Das schlimmste an dieser Sache war, er hörte nicht mit dem Husten auf, und das Blut kam ebenfalls in Mengen aus seinem Mund. Die Männer ließen mich nicht mit ihnen fahren, weswegen ich mir sofort meine Schlüssel schnappte und mit Dan's Auto nachfuhr, es interessierte mich nicht dass ich in meinen Schlafsachen war, ich fuhr los es ging um Dan. Im Krankenhaus gab man mir Gott sei Dank Auskunft wo Dan gerade ist, doch ich durfte noch nicht hinein, deswegen saß ich nun hier. Im stillen Flur des Krankenhauses. Nicht einmal Krankenschwestern ging durch die Gänge, nein im kahlem weißem Flur war nur eine Person und die war ich. Ich saß am Boden und schluchzte leise vor mich hin. Erst jetzt bemerkte ich dass auf meinen Hosen Blutspuren waren. Blut welches aus Dan's Mund kam .. Dan.

Ich zog meine Knie zu meinem Kinn und stüzte meine Stirn darauf ab, die Tränen flossen nur dahin. Dan darf mir nicht weggenommen werden. Nicht jetzt. Nach zwanzig Minuten durfte ich endlich in das Zimmer zu Dan. Die Ärzte sprachen mit mir, doch ich sah nur zu Dan und hörte ihnen nicht zu. Er lag da ... mit einem Beatmungsgerät, mit einem Schlauch in seinem Oberarm. Dan hatte kaum Farbe im Gesicht und geschlossene Augen. Die optimistische Seite in mir sagte Wenigstens ging es ihm gerade gut und die pessimistische fragte sich wie lange noch. Ich setzte mich zu ihm und strich ihm sanft über die Wange, die Tränen flossen unkontrolliert aus meinen Augen. Dan, der sonst so starke Dan lag hilflos und schwach vor mir. Ich wusste nicht was ich tun soll außer zu weinen. Mir war bewusst dass ich in einigen Stunde los in die Wohnung musste um meine Sachen für die Uni abzuholen, doch es war mir egal ich konnte Dan jetzt nicht alleine lassen. Schon einmal ließ ich eine Person alleine als sie mich am meisten brauchte.

...

''Den bin ich dir schuldig.'' Ana überreichte mir einen Kaffeebecher aus dem Starbucks. ''Du siehst auch so aus als würdest du einen brauchen.'' sie lächelte und schlürfte an ihrem. ''Nicht geschlafen?''

Ich war bis vor einer halben Stunde bei Dan und machte meine Augen nicht zu, ich hatte Angst dass noch einmal etwas passieren könnte. Als ich los musste fuhr ich in die Wohnung und zog mich um und machte mich frisch. Und jetzt ging ich neben Diana mit tiefen Augenringe auf dem Campus herum. ''Danke für den Kaffee, du hättest mir keinen kaufen müssen.'' ich lächelte sie schwach an. Meine Augen fühlten sich so schwer an, denn die ganze Nacht durch hatte ich feuchte Augen. Nie wieder werde ich den Anblick von Dan im Bett vergessen ... mit dem ganzem Blut auf dem Lacken mit dem ganzem Blut auf seinem Körper ... nie wieder.

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