Kapitel 48

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I wasn't expecting that.

...

Im Leben geschehen Dinge die unvorhersehbar waren, dass mein Dad uns damals alleine ließ, war unvorhersehbar, dass meine Schwester dann von einem Tag auf den anderen plötzlich aus Mums und meinem Leben verschwand, war unvorhersehbar, dass ich mich zu dieser hasserfüllten Person entwickelte, war unvorhersehbar, dass ich mich Jahre später dann für dieses bezaubernde Mädchen veränderte, war unvorhersehbar, dass ich mich bedingungslos in sie verliebte, war unvorhersehbar, dass das Mädchen, welches ich mehr als alles andere auf dieser Welt liebe, an einem Tumor litt, war unvorhersehbar.

Während einem Anfall von Bella durchgehe ich genau drei Phasen. In der ersten Phase, zieht sich mein ganzer Oberkörper zusammen und mein Herz fängt an zu schmerzen, denn ich konnte das Mädchen, welches ich mehr als mein Leben liebe, nicht leiden sehen, ich konnte nicht zusehen wie sie an Schmerzen litt. Wenn man für eine Person so starke Gefühle empfindet, möchte man, dass es ihr gut geht, man möchte, dass sie glücklich ist und nicht leiden muss, man möchte jeglichen Schmerz auf sich übertragen. Doch in Bellas und meinem Fall ging dies nicht, ich konnte ihr den Schmerz nicht entnehmen, ich war unbeholfen.

In der zweiten Phase, verfluche ich die ganze Welt. Wieso muss genau Bella unter diesen Schmerzen leiden? Wieso konnten Bella und ich nicht einfach ein normales Leben, eine normale Beziehung führen? Wieso muss der Tumor uns immer und immer wieder im Weg stehen? In der zweiten Phase schwäche ich öfters, ich frage mich oft wie lang ich das noch weitermachen konnte, wann werde ich selber daran zerbrechen? Während der zweiten Phase dachte ich oft darüber nach, was geschehen würde, wenn dieser Anfall nicht gut ausging. Was wenn ... was, wenn sie mir irgendwann einmal wirklich genommen wird? Was wenn sie mich irgendwann einmal alleine lässt? Bella darf mich nicht in dieser beschissenen Welt alleine lassen, alleine würde ich es kein Tag überleben.

Während der dritten, und letzten Phase spiele sich alle unsere schönen Momente vor meinen Augen ab. In dieser Phase erinnere ich mich an jede einzelne Sekunde mit ihr und genau diese Sekunden geben mir dann die Kraft um ihr weiterzuhelfen, um für sie da zu sein. Während dieser Phase pushen mich die ganzen Momente und genau dank diesen Sekunden kann ich Bella die Hand reichen und sagen, dass wir es zusammen schaffen werden, dass Bella nicht alleine ist und, dass ich sie liebe, mehr als mein verdammtes Leben.

"Alles wird gut Bella." Ich drückte ihren zitternden Körper gegen meine Brust und strich ihr über den Kopf, immer und immer wieder schloss sie ihre Augen, denn sie hatte keine Kraft mehr sie offen zu halten, während Niall uns nachhause fuhr. Bella wollte nicht ins Krankenhaus fahren, sie bat mich darum sie unauffällig aus dem Saal zu bringen, denn sie wollte den Tag ihrer Eltern nicht zerstören. Natürlich ahnten beide etwas, doch irgendwie schaffte es Diana, dass sie keine weiteren Fragen stellten. "Wir sind bei dir, alles wird gut." ich holte tief Luft, als sie plötzlich ihre Nägel in meine Brust drückte. Ihre Hände zitterten wie verrückt, während sie versuchte nicht zu weinen.

Niall sah immer und immer wieder besorgt durch den Rückspiegel und fuhr so schnell wie er konnte durch die Stadt. "Ich finde ihre Medikamente nicht." hörte ich Diana verzweifelt neben mir sitzen, sie durchforstete Bellas Tasche, "Ich bin mir aber sicher, dass sie ihre Medikamente eingepackt hat!"

Ich war dagegen sie nachhause zu fahren, denn ich hatte Angst um Bella, am liebsten würde ich sie ins Krankenhaus fahren, denn die Ärzte wussten was zu tun war ganz anders als wir, Diana, Niall, Steve und ich. "Bitte lass uns ins Krankenhaus fahren Bella." flüsterte ich ihr zu.

Sie schüttelte sofort heftig den Kopf, worauf sie dann ihr Gesicht verzog. "Nicht... nicht Krankenhaus." sammelte sie ihre ganze Kraft und antwortete. "Medikamente ... zuhause."

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