Kapitel 19

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Trying to find you but I just don't know. Where do broken hearts go?

...

"Du gehst nicht in die Wohnung bevor du ein Wort mit mir gesprochen hast Bella." versuchte es mein Vater zum gefühlten tausendsten Mal. Die letzten vier Stunden die wir von Cheshire nach London gefahren sind habe ich kein Wort mit ihm gewechselt. Heute Morgen hat es meine Mutter auch einige Male versucht. Doch wieso verstehen sie nicht, dass ich nicht reden will?

"Ich fahre am Donnerstag schon zurück nach Hause. Wir sehen uns." sagte ich leise und öffnete die Autotür, danach ging ich um das Auto herum und holte meine Tasche aus dem Kofferraum. Schwach winkte ich meinem Vater und ging zur Eingangstür, ich spürte wie meine Augen immer schwerer und schwerer wurden. Die letzten 24 Stunden habe ich nur mehr geweint und das sah man mir auch an. Die Situation steigt mir über den Kopf. Meine Familie, Harry und ... Dans Tot.

In der Wohnung angekommen sah ich Jeres Schuhe, weswegen ich mich in die Küche schlich um die beiden nicht zu stören. Meine Taschen legte ich auf den Boden und die Schlüssel warf ich auf die Küche, seufzend ließ ich mich auf einen Stuhl fallen und massierte mein Nasenbein. "Bella?" hörte ich Dianas Stimme. "Warte Jere ich glau-" sie ging direkt in die Küche da sie das Licht sah "-glaube Bella ist angekommen." sagte sie leise als sie mich ansah. "Hey alles okay?" sie lehnte sich gegen den Türrahmen und sah mich an.

Jere gesellte sich zu uns und umarmte Diana von der Seite dabei platzierte er einen Kuss auf ihre Wange. Ich sah sofort weg und sagte schwach: "Ja." ich werde es ihr erzählen doch sobald Jere nicht mehr da ist, ich wollte ihren Tag nicht vermiesen.

Sie flüsterte ihrem Freund etwas zu worauf er ihr einen weitern Kuss gab und ein "ich liebe dich." zuflüsterte. Sofort kam mir Annes Hochzeit in den Sinn als Harry und ich engumschlungen dastanden und er mir zuflüsterte wie sehr er mich liebt. Das konnte unmöglich erst zwei Tage her sein ... denn es fühlte sich wie Wochen an. Diana begleitete Jere zur Tür und kam dann sofort in die Küche. "So, jetzt erzähl mir wie dein Wochenende war? Wie war die Hochzeit?" sie setzte sich auf den anderen Stuhl und goss sich Orangensafte ein.

"Dan ist tot." flüsterte ich leise und versuchte nicht schon wieder zu weinen.

"Bella, was hast du gerade gesagt?" frage sie erschrocken, sie schob das Glas auf die Seite und sah mich an.

Ich drehte meinen Kopf zu ihr während eine Träne über meine Wange floss sagte ich: "Er ist tot. Dan ist tot."

"Oh mein Gott." sie hielt sich die Hand vor dem Mund und stand sofort auf, sie drückte mich fest in die Arme und flüsterte mir Sachen zu die ich jedoch nicht mehr verstand. Denn ich weinte erneut.

...

Bevor ich morgens in die Uni ging telefonierte ich noch mit meiner Chefin und erklärte ihr meine Lage, ich bot sie erneut um einen Schichtwechsel und versprach ihr dass ich in den nächsten Wochen nicht mehr die Schicht wechseln werde. Sie meinte jedoch, dass sie sich gut vorstellen kann wie es mir zurzeit ging und gab mir für diese Woche frei.

Ich starrte mich in meinem Spiegel an und seufzte, unter meinen Augen hatte ich dunkle Augenringe während meine Haut etwas blasser war als sonst. Meine Haare band ich zu einem Zopf zusammen und versuchte mit Make-up die Augenringe zu verdecken, was meines Unglücks nicht gut funktionierte. Ich ging zurück in Dans altes Zimmer, welches seit Diana bei mir wohnt meines ist, und suchte in meinem Schrank nach etwas. Nach einer längeren Zeit fand ich es auch. Sofort setzte ich die Brille auf und sah nochmal in den Spiegel - es sah etwas besser aus doch gegen die blasse Haut konnte ich nichts unternehmen.

"Und du meinst wirklich du willst in die Uni? Ich mein du hast nicht viele Kurse heute doch meinst du nicht du solltest zu Hause bleiben?" fragte mich Diana besorgt, sie meinte es nur gut und das schätze ich sehr an ihr. Gestern nach ließ sie mich nicht alleine sie versuchte mich die ganze Zeit mit anderen Geschichten auf andere Gedanken zu bringen. Zum Beispiel mit Geschichten über Jere. Doch wenn sie immer von Jere erzählte musste ich an Harry denken und über die Sache zwischen Harry und mir wusste sie noch nicht Bescheid.

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