Kapitel 33

15.9K 595 40
                                    

Seit einer Stunde fuhren wir schon und Ian und ich hatten kein Wort miteinander gewechselt.

Ich fragte mich, warum ich mich soweit nach hinten gesetzt habe.

Und wo Abby und Luke waren..?

Wie auch immer...

Ich wurde immer müder, wie ich bemerkte.

Ich schloss meine Augen und war schon längst im Halbschlaf, meine Sinne und meine Umgebung wurden komplett benebelt und in den Hintergrund verschoben.

Das letzte was ich mitbekam, war das mein Kopf auf etwas weiches landete und mir irgendwie eine große Last von meinen Schultern fiel.

~ Ian's Sicht ~

Völlig Gedanken versunken sah ich auf mein Schoß, als sich Katy plötzlich an mich lehnt und zufrieden seufzte.

Verwirrt sah ich zu ihr und musste leicht lächeln, Katy ist eingeschlafen.

Vorsichtig, um sie nicht zu wecken, nahm ich meine Kaputzenjacke, die auf meinem Schoß lag und legte sie vorsichtig Katy über die Schultern.

Erst jetzt realisierte ich, wie ich Katy eigentlich verletzt hatte. Ich hätte mich melden sollen, ich hätte ihr sagen sollen, dass ich eine Beziehung mit ihr will, doch ich hielt mich wieder zurück.

Ich müsste Katy dann davon erzählen und ich weiß nicht, ob ich das verkrafte, und ob sie mich dann nicht alleine lässt, obwohl ich sie so nah an mich ran gelassen habe.

Aber weiter weg zu rennen und sie dabei zu verletzen ist auch keine Lösung, dieser Blick den sie drauf hatte, als sie mir sagte ich hätte mich vor einer Woche bei ihr schon melden sollen, der hat mir gezeigt, was für ein Arschloch ich eigentlich bin.

Gib zu, dass du es schon vorher wusstest.

Mhh, witzig.

Nachdem die Bus fahrt vorüber ist, werde ich Katy alles erzählen und erklären. Sie kann dann selbst entscheiden ob sie trotzdem bei mir bleibt, oder mich dann, wie alle anderen es damals gemacht haben, verlässt.

Meine Gedanken wurden unterbrochen als Katy plötzlich ihre Arme um meinen Oberarm wickelte.

Hoffentlich hat sie es gemütlich.

~ Ein paar Stunden später ~

Ich bemerkte wie Katy tief durch atmete. Anscheinend wacht sie langsam auf.

Ich sah zu ihr runter, sie hatte sich beim schlafen irgendwie hingelegt, also ihre Beine an sich gezogen und ihr Kopf auf meinem Schoß.

Hatte nicht wirklich ein Problem damit.

Wie dem auch sei, ich machte mein Handy aus und sah wie Katy ihre Augen öffnete.

So von der Seite, sah sie etwas verwirrt aus, bis sie ihren Kopf zu mir drehte.

"Oh, sorry", murmelte sie verlegen und setzte sich schnell auf, ihre Wangen färbten sich rosa, "Wieso hast du mich nicht geweckt?"

"Hast mich nicht gestört", antwortete ich ehrlich.

Gerade als sie etwas sagen wollte, ergriff die Lehrerin das Wort.

Mr. EiskaltWo Geschichten leben. Entdecke jetzt