Kapitel 13

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Als mein Wecker klingelte, hatten wir schon sieben Uhr morgens.

In Rekordzeit machte ich mich fertig und rannte zur Schule. Naja, nicht den kompletten weg, aber ein Teil davon.

Ich kam mit zehn minütiger Verspätung in den französisch Unterricht.

Von Ian war nichts zu sehen. Und eine Antwort auf meine Frage heute Nacht, hatte ich auch nicht bekommen.

~ Nach der Schule ~

"Kat?", fragte Abby, "Was ist los?"

"Nichts, nichts", seufzte ich und nahm mein Handy aus der Hosentasche, "Ich muss Ian kurz anrufen"

"Ihr hängt ja schon aneinander", schmunzelte sie und erntete ein genervten Blick von mir, "Tut mir leid, ist aber die Wahrheit"

Ich verdrehte die Augen und wählte seine Nummer.

"Ich geh jetzt", sie umarmte mich, "Wir sehen uns"

"Byee", flüsterte ich, falls Ian jetzt abheben würde, dass er nichts hört.

Doch nur seine Mailbox ging dran. Ich legte auf und rief noch einmal an, erneut die Mailbox.

Was war bloß los mit ihm?

Vielleicht ist er krank?

Trotzdem, kein Grund sich nicht zu melden.

Mensch, lass ihn doch sein Leben leben, du bist weder seine feste Freundin, noch seine Mutter.

Sorry, dass ich mir Sorgen mache.

~ Ein paar Stunden später ~

"Ian, geh doch endlich ans Handy", seufzte ich verzweifelt.

"Was ist los?", fragte Sam und setzte sich mit Liz zu mir.

"Ian meldet sich nicht und ich mach mir sorgen", seufzte ich.

"Läuft was zwischen euch?", fragte Sam.

"Sam!", zischte Liz zu Sam und sah entschuldigend zu mir.

"Nein, tut es nicht", sagte ich, "Aber wir waren die letzten Tage durchgehend zusammen, oder haben miteinander geschrieben, doch heute kam nichts von ihm. Er war nicht in der Schule, er antwortet nicht auf meine Nachrichten oder geht gar ans Handy"

"Geh doch zu ihm", sagte Sam.

"Wir haben acht Uhr abends?", erwähnte ich verwirrt.

"Na und?", murmelte Liz, "Ich bin mir sicher, er schläft nicht"

Ich nickte, "ihr habt recht, ich hätte schon viel früher zu ihm gehen sollen, um nachzuschauen ob alles Okay ist", ich stand auf, ging in mein Zimmer, zog mir eine graue Jogginghose an und ein schwarzes enges Top. Ich nahm mein Handy und meine dünne Jacke und verließ dann das Zimmer.

"Mom? Ich geh' zu Abby, okay?", lügte ich.

Zu Ian würde sie mich sicher nicht lassen.

"Um acht Uhr abends?", hinterfragte sie.

"Es ist dringend", murmelte ich.

Mr. EiskaltWo Geschichten leben. Entdecke jetzt