Kapitel 2

22.9K 694 144
                                    

Seufzend suchte ich das Regal mit den Tomatensoßen.
Schule war dann doch nicht so aufregend, wie eventuell erwartet. Ein paar haben mich begrüßt und gefragt wie es in Alaska war, das wars auch.

Ich stellte den vollen und schweren Korb auf dem Boden ab und suchte nach der richtiges Soße, schließlich fand ich sie auch. Ganz oben.

Da wo ich in Millionen Jahren nicht dran kommen werde. Ich bin nun nicht sehr klein, mit meinen 1,65m, aber diese Regale hier sind manchmal echt riesig.

Ich schaute mich um, vielleicht finde ich eine kleine Leiter? Oder diese Stufen. Aber leider nicht.

Ich fand stattdessen einen Mann, der wahrscheinlich da dran käme. Langsam ging ich auf ihn zu und tippte ihm am Oberarm an, er drehte sich zu mir. Du willst mich doch verkackeiern.

"Verfolgst du mich etwa?", fragte Ian verstört.

„N-nein", stotterte ich und schüttelte den Kopf, „äh, ich wollte fragen, ob du mir kurz helfen könntest?", fragte ich überfordert. Warum starrte er denn auch so.

„Nö", brummte er, drehte mir den Rücken zu und ging weg.

Verdattert stand ich da. Also, dass er sein ‚Mister Unantastbar'-Image behalten will, hab ich kein Problem mit, aber ein bisschen Freundlichkeit würde ihm auch nicht schaden.

„Hey, wobei brauchst du Hilfe?", fragte plötzlich Jemand hinter mir.

Ich drehte mich um und sah zu dem Angestellten, „ä-hm, ich bekomme die Tomatensoße da nicht runter", sagte ich peinlich berührt und kratzte leicht mein Nacken.

Er schmunzelte, „welche denn?", fragte er und lief zum Regal.

Nachdem alles geklärt war und ich diese hässliche Tomatensoße auch in meinem Korb hatte, verließ ich mit zwei vollen Tüten den Supermarkt. Ich hätte Drake mitnehmen müssen, diese Tüten waren verdammt schwer.

Schnell lief ich zur Bushaltestelle und wartete dort auf den nächsten Bus und als dieser nach kurzer Zeit auftauchte, stieg ich ein und fuhr nach hause.

Zuhause klingelte ich, in der Hoffnung, dass jemand Zuhause war und mir diese Tür öffnet und sieh an, die Tür öffnete sich und ein genervter Drake trat zur Seite, „hast du keine Schlüssel?"

„Doch", sagte ich schlicht und lief weiter zur Küche.

„Und wieso klingelst du dann?", fragte er und trat ebenfalls in die Küche.

„Vielleicht weil ich zwei schwere Tüten trage und keine Lust hatte meinen Rucksack auszuziehen und die Schlüssel rauszunehmen?", ich stellte die Tüten auf den Tresen.

Drake verdrehte die Augen und verließ die Küche.

„Hab dich auch lieb", rief ich und fing an die Sachen auszupacken.

Ich hörte wie jemand die Tür aufschloss, „Ich bin wieder Zuhause", ertönte die Stimme meines Vaters.

„In der Küche", rief ich.

„Guten Tag, Schätzchen", begrüßte er mich, „warst du einkaufen?"

„Jap", seufzte ich, „Wie war die Arbeit?"

„Ganz okay", auch er seufzte, „Ich bin in meinem Arbeitszimmer, falls du was brauchst", er küsste meinen Kopf und ging dann aus der Küche.

Ich nahm mein Handy aus der Hosentasche und rief meine Mutter an.

Ja?", fragte sie.

„Hi Mom, ich wollte fragen, ob ich heute kochen soll oder du es übernimmst?"

Mr. EiskaltWo Geschichten leben. Entdecke jetzt