6-Erinerrung-6

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Marjas Sicht

"Wieso erzählst du mir das?" "Ich habe es satt. Nachdem du das mit deinem Bruder gesagt hast, konnte ich nicht mehr aufhören darüber nachzudenken.. Wie du dich dabei fühlst, wenn ich dich fertig mache." "Es wird sich trotzdem nichts ändern, nicht wahr?" Er schaute nach unten auf seine Hände. "Ich weiß es nicht, aber wenn ich einfach so aufhöre hassen mich alle" "verstehe" Ich verstand es nicht wirklich aber hoffe, das sich trotzdem etwas ändert. Ich denke nochmal über alles nach.. Einfach nur wow, das man so was machen kann. Aber ich weiß auch irgendwie wie er sich fühlt.
Er möchte kein Außenseiter sein, er brauch das alles zur Ablenkung, so wie ich den Schmerz zur Ablenkung habe..

"Ich denke ich gehe jetzt nach Hause, guten Nacht", sagte ich und stand auf. Es war komisch zwischen uns, als ob etwas zerbrochen ist und ein neues Tor geöffnet wurde.

Ich suchte Sahra, doch fand sie nicht. Also ging ich alleine nachhause, aber zu mir nicht zu ihr. Ich schrieb ihr kurz, dass ich schon zu Hause bin.

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Es ist Dienstag und das heißt Schule. Gestern bin ich nicht hin, da ich krank war (schmerzen von Schlägen meines Dads ). Ich zog mir heute nur eine Jeans mit einem lockeren hoddie an, wo ich mir die Kapuze aufsaß. Ich wollte gerade runter als ich sah, dass das Zimmer von meinem großen Bruder Antonio offen stand. Ich schluckte schwer.

Los geh rein!

Okay ich gehe nur kurz schauen, warum die Tür offen ist.

Als ich drinnen stand sah ich, dass mehrere Sachen kaputt auf dem Boden lagen. Wahrscheinlich ist Dad mal wieder ausgerastet.. Ich hob eine Scherbe vor meinen Füßen hoch. Sie ist von einem Bilderrahmen, das Bild zeigte unsere Familie zusammen. Das war vor 2 Jahren, als wir im Urlaub waren. Ich wusste noch das ich unbedingt ans Meer wollte und Antonio in die Berge, doch ich hatte die Wette gewonnen, er war die ganze Zeit mega grimmig drauf. Ich musste kurz auflachen aber gleichzeitig auch weinen. Ich vermisse ihn so sehr und die alten Zeiten wo unsere Familie noch heile war.

Zaghaft legte ich das Bild und den zerbrochenen Bilderrahmen zur Seite und wischte meine Tränen weg. Ich muss endlich damit klarkommen, das mein Leben nie mehr so sein wird wie früher. Als ich dann langsam runterging packte ich mir noch einen Riegel ein. Ich ging diesmal zu Fuß zur Schule, was eigentlich 15min dauert aber ich brauche jetzt einfach frische Luft.

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Es ist leider etwas kurz :(

Ich habe die Kapitel nochmal überarbeitet, es hat sich nicht viel geändert aber ich habe gemerkt das ich viele schreibe Fehler hab deswegen, tut mir leid.

Aus Hass wird Liebe✅Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt