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-Senden asla vazgeçmem. Bırakmam seni-

Ich bin so verdammt aufgeregt, dass ich schon die ganze Zeit auf meiner Unterlippe kauend im Wohnzimmer herumlaufe und auf Cesur warte. Er ist schon seit Stunden weg, da er noch etwas erledigen musste.

Die anderen haben das Haus verlassen, damit ich mit Cesur für seine Überraschung alleine sein kann. Und wenn er nun endlich nicht auftaucht, dann werde ich höchstwahrscheinlich vor Aufregung umkippen.

Ich habe vorgestern nämlich erfahren, welches Geschlecht unsere Babys haben und das ich alleine ohne ihm beim Arzt war, weiß er auch nicht. Er wäre so beleidigt, wenn ich sagen würde, dass ich alleine da war.

Cesur will nämlich immer dabei sein, um beim neusten Stand zu bleiben, aber dieses Mal bin ich bewusst alleine gegangen, um ihn so zu überraschen. Er macht mir ständig Überraschungen und Geschenke und dieses Mal will ich ihm auch Mal etwas zurück geben.

Nach meiner Untersuchung war ich noch mit Alara in der Stadt und ich habe einige Kleinigkeiten gekauft, um meine Überraschung etwas schöner Gestalten zu können.

Den Esstisch im Wohnzimmer habe ich mit einer großen, bodenlangen Tischdecke abgedeckt. Auf einer dreistöckigen Platte stehen verschiedene Cupcakes. Einige haben eine blaue und die anderen haben eine pinke Creme.

Cemre und Tuana waren so lieb und haben noch eine schöne, leckere Torte gebacken, die in der Mitte von dem Tisch steht. Bunte Cake-Pops habe ich mir auch besorgt und kleine Plätzchen, die auch in einer blauen und in einer pinken Glasur getunkt wurden.

Einige weiße Babyklamotten liegen auch verteilt auf dem Tisch herum und zwei Kisten. In den Kisten steht jeweils welches Geschlecht unsere Zwillinge haben.

Als ich höre wie die Haustür geöffnet wird, streiche ich nervös mein weißes, kurzes Kleid glatt und werfe meine gelockten Haare, die Cesur so sehr an mir liebt, nach hinten.

Nervös spiele ich mit meinen Fingern herum und kann nicht still auf den Füßen halten. „Hayat?" ruft er und ich liebe es, wie er als erstes, wenn er das Haus betritt, nach mir ruft.

„Im Wohnzimmer." rufe ich mit zitternder Stimme zurück und könnte gleich wieder anfangen zu weinen. Ich bin so emotional geworden und gleich Cesurs Reaktion zu sehen macht mich noch emotionaler.

Er wird sich so freuen.

Am Türrahmen bleibt er stehen und schaut mit aufgerissenen Augen zu mir. Den Tisch hat er noch gar nicht gesehen, denn seine Augen wandern über meinen ganzen Körper.

„Hayat, du siehst wie immer so heiß aus." knurrt er. „Im weißen Kleid wie ein Engel." Er kommt auf mich zu und dann landen endlich seine Augen auf dem Tisch. Mittendrin hält er inne und schaut sich wie gebannt alles an.

Stumm scannt er den ganzen Tisch ab und dann verweilen seine Augen auf den ganzen pinken und blauen Ballons auf dem Boden. Als ihm bewusst wird, womit ich ihn überraschen will, reißt er seine Augen auf.

„Du, du weißt das Geschlecht unserer Zwillinge?" Ich nicke hastig und beiße mir auf die Unterlippe. Er schließt die Augen und nimmt tief Luft. Ich sehe, wie seine Hände am zittern sind.

„Es sind beide Jungs!" ruft er und öffnet seine Augen wieder. „Ich spüre es!" Ich lache vor mich hin und gehe auf ihn zu. Ich drücke ihm einen Kuss auf die Wange und zeige auf die beiden Kisten.

„In den Kisten findest du deine Antwort." Erneut nimmt er tief Luft. „Ich kann nicht gucken, Hayat! Ich bin so aufgeregt." Ich lache erneut, weil er einfach nur süß aussieht. Wie er immer noch mit großen Augen auf die Kisten starrt und sie vor Aufregung nicht öffnen kann.

H A Y A T - IIWo Geschichten leben. Entdecke jetzt