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-Ben artık bu acıları daha çekemiyorum-

Ayaz

„Was?" rufen Fatih und ich gleichzeitig. Hayat ist schwanger? Von Cesur? Verdammt! Wieso hat sie mir nichts davon gesagt? Wie kann sie nur? Wie? Ein Kind, von dem Mann, der sie entführt hat!

Ich schaue fassungslos zu Fatih, welcher gedankenverloren auf den Boden starrt. Mein Gefühl sagt mir, dass er es wusste. Aber wieso ist er ebenfalls so schockiert wie ich?

„Dem Baby geht es noch gut, aber ihre Schwester sollte ab nun an Stress vermeiden, sonst kriegt ihr Baby alles ab." Wir nicken nur abwesend und der Arzt macht sich auf den Weg zu seiner nächsten Arbeit.

Ich stelle mich sofort vor Fatih. „Wusstest du es?" Er schüttelt den Kopf, aber nickt dann doch hastig. „Sie hat uns angelogen." zieht er verwirrt seine Augenbrauen zusammen, was mich ebenfalls verwirrt.

Was meint er damit? Wie hat Hayat sie angelogen? Wieso spricht er so verschlüsselt. Er soll sagen was Sache ist. „Rede Klartext, Fatih! Was meinst du damit? Wie hat sie euch angelogen?"

Er streicht sich durch die Haare. „Verdammt!" haut er gegen die Wand hinter sich und läuft im Flur auf und ab. „Nach dem Autounfall meinte sie zu uns, dass sie das Baby verloren hat."

Ich ziehe meine Augenbrauen zusammen. Wieso? Wieso hat sie das getan? Wieso lügt sie die anderen an? Hat es irgendetwas mit diesem Cesur zu tun? Ich werde diesen Mistkerl auf jeden Fall umbringen.

Für alles, was er Hayat angetan hat. Dafür, dass er sie von uns genommen hat. Jede Träne, die Hayat wegen ihn vergießen musste. Er wird es bitterlich bereuen.

„Lässt du mich kurz mit ihr alleine?" Fatih nickt verständnisvoll. Ich gehe auf die Tür zu, klopfe an und öffne sie dann. Ich betrete das Krankenzimmer und blicke in ihr blasses Gesicht.

Sie sieht so verdammt fertig und müde aus. Und das nimmt mich so sehr mit, sie so sehen zu müssen. Was ist aus ihr lächelndes Gesicht passiert? Wo sind ihre wunderschönen Augen, die immer so gestrahlt haben?

Ich setze mich an die Bettkante und streiche ihre Haare zurück. Mit Tränen in den Augen blickt sie mich an und es zerreißt mir das Herz.

„Ich kann nicht mehr, Ayaz." haucht sie und ich schlucke schwer. Mein Herz reißt immer mehr in tausenden von Stücken. Ich greife sofort nach ihrer Hand und drücke zu.

„Du musst jetzt stark bleiben." Sie nickt schwach und kneift ihre Augen zusammen. Eine Träne rollt ihre Wange entlang. „Ich versuche es." Sie legt ihren Arm um ihre Augen und fängt an zu weinen.

Ich bücke mich zu ihr runter und nehme sie feste in die Arme. Ich presse meine Lippen aufeinander, damit nicht auch noch ich anfange zu weinen. Wenn Hayat es nicht schafft, dann muss ich nun stark für uns beide sein.

Ich streiche ihr behutsam über die Arme und sie beruhigt sich etwas. Ihre Tränen haben schon nachgelassen, aber sie schnieft noch etwas vor sich hin.

„Wieso hast du es mir nicht erzählt?" hauche ich etwas enttäuscht. Ich werde Onkel und erfahre es ausgerechnet so. Ich hätte es viel lieber von ihr gehört. Auch wenn das Kind von Cesur ist, werde ich es trotzdem lieben.

„Was?" zieht sie ihre Augenbrauen zusammen und schaut mich fragend an. Ich lege meinen Kopf schief und lächele sie schwach an. „Ich werde Onkel." Hayat zieht scharf die Luft ein und schüttelt langsam den Kopf.

„Der Arzt hat es mir eben gesagt, Hayat. Dem Baby geht es gut." Sie schüttelt erneut ihren Kopf, was mich ziemlich verwirrt. Warum verneint sie es, wenn es mir der Arzt doch gesagt hat.

H A Y A T - IIWo Geschichten leben. Entdecke jetzt