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-Daha iyisini değil, seni daha iyi hissettireni seçmelisin-

Während ich in der Umkleidekabine bin und mir eine Mom Jeans anprobiere, wartet Cesur ungeduldigen vor der Kabine und will ständig reinplatzen.

Ich habe kein Problem damit, wenn wir gemeinsam in der Kabine stehen, aber vorhin in Tommy Hilfiger mussten wir uns echt zusammenreißen, nicht aufeinander zu springen.

Deswegen habe ich Cesur verboten mit mir drinnen zu warten, denn ich will nicht, dass er mich befummelt, wenn viele andere vor der Kabine warten oder nebenan sich jemand umzieht.

Wir sollten uns echt beherrschen, vor allem Cesur! Merkt er denn nicht, wie ich seinen lüsternen Blicken ausweiche, damit ich nicht den Verstand verliere und in der Öffentlichkeit unanständige Dinge mit ihm mache?

Ich ziehe mir gerade den Reißverschluss der hellen Jeans, die an den Knien leicht zerrissen ist, hoch und betrachte mich im Spiegel, als ich eine weibliche Stimme wahrnehme, die anscheinend nicht mehr ganz dicht im Kopf ist.

„Cesur?" Abrupt drehe ich mich zum Vorhang um und ziehe eine Augenbraue in die Höhe. Ich kenne diese Stimme nicht! Wer ist sie? Woher kennt sie meinen Mann und warum spricht sie ihn einfach an?

„Kennen wir uns?" kommt es kalt und desinteressiert von ihm. Ich bin glücklich, dass er überhaupt nicht neugierig ist und sich nicht wirklich für dieses Mädchen interessiert. Das ist mein Mann!

Sofort ziehe ich den Vorhang zur Seite und blicke in das Gesicht einer hübschen Blondine. Es stört mich total, dass sie hübsch ist. Sie ist größer als ich und auch sehr schlank. Man könnte denken, dass sie hobbymäßig modelt.

Skeptisch blicke ich sie an und dann Cesur, der nun auch zu mir runter blickt. Besser für ihn, dass er sie nicht anschaut. Sonst hätte ich ihm ehrlich meine beleidigte Seite gezeigt. Ich habe sowieso meine Tage und mit mir ist zur Zeit nicht zu spaßen.

„Erinnerst du dich nicht mehr an mich?" Unsere beiden Köpfe schießen zu ihr rüber und nun mustere ich sie kritisch. Die Frage, wer sie nun ist, brennt sowas von in mir und wenn sie auf der Stelle nicht sagt, wer sie ist und woher sie Cesur kennt, dann muss ich auf sie springen, damit sie mit der Sprache rausrückt.

„Sollte ich mich erinnern?" kommt es kalt von ihm und ich bin sowas von stolz auf meinen Mann. Ich liebe es, dass er nur zu mir so liebevoll und anders ist und zu den anderen Frauen so kalt und stur.

Ja, am Anfang war Cesur auch zu mir so, aber ich habe es geschafft die Mauer um ihn zu durchbrechen und das Eis in ihm zu schmelzen. Ich liebe alles an Cesur. Seine Narben, seine Fehler. Alles einfach.

Das Mädchen sieht überrascht zu Cesur, da sie anscheinend nicht mit so einer Reaktion gerechnet hat. Aber noch immer mustert sie ihn gründlich und das stört mich total.

Ich greife sofort nach Cesurs Arm und hacke mich bei ihm ein. Ich drücke mich näher an ihn, aber Cesur löst seinen Griff von mir und legt stattdessen seinen Arm um meine Schulter.

Glücklich lächele ich auf und blicke zu ihm rauf. Auch er schaut zu mir herunter und zwinkert mir zu, ehe er sich wieder dem Mädchen zuwendet und sie abwartend anblickt.

„Eh." kommt es unsicher von ihr und sie schielt kurz zu mir rüber. „Wir waren in Berlin zusammen auf dem Gymnasium. Ich bin Ceylin. Wir saßen nebeneinander in Bio."

Cesur denkt kurz nach, bis er sich dann doch an sie erinnert. Wieso erinnert er sich an sie? Hatten sie ein gutes Verhältnis zueinander, dass er sie nicht vergessen hat?

„Ich erinnere mich." antwortet er nur kurz und knapp. „Was suchst du hier in Aachen? Hast du dein Studium hierhin verlegt? Die anderen Mitschüler haben erzählt, dass du in Berlin mit Medizin angefangen hast."

H A Y A T - IIWo Geschichten leben. Entdecke jetzt