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-Vazgeçiyor gibiyim, izin verme-

Ich schiebe den Einkaufswagen durch die Gänge und halte bei den Süßwaren an. Sofort greife ich nach den verschiedenen Sorten an Schokolade und Cemre macht es mir nach.

„Heute hab ich irgendwie besonders Lust auf Raffaello." Sie greift direkt nach zwei Packungen und legt es in den Wagen. Sie streicht sich behutsam über den Bauch und lächelt leicht.

Schmunzelnd wende ich mich von ihr ab und schaue mich weiter um, was ich noch mitnehmen könnte. Ich kann mich einfach nicht entscheiden. Ich will alles, aber auch nichts.

„Schau mal Erdbeeren." zeigt sie in die Richtung der Früchte und ich schiebe den Wagen sofort dahin. Oh ja. Erdbeeren würden jetzt richtig gut tun. In Nutella getunkt mit ganz viel Sahne.

Wie ein gieriges Tier greife ich nach einer kleinen Tüte und lege meine frischen Erdbeeren hinein. „Wir brauchen noch Sahne für die." Cemre nickt hastig und leckt sich über die Lippe.

„Ich hol schnell eine Sprühdose." „Hol zwei." rufe ich ihr noch nach. Eine Sprühsahne wird gerade mal für mich reichen. Und bei dieser Lust nach Erdbeeren, mit Nutella und Sahne teile ich nicht gerne.

„Hayat." Ich drehe mich um und blicke in das grinsende Gesicht von Fatih. Er hält das Glas in seiner Hand in die Höhe. „Hier sind deine Sauergurken."

Glücklich greife ich danach und lege es in den Einkaufswagen. „Was habt ihr denn alles geholt?" runzelt er geschockt die Stirn. „Hol mal anständiges zum Essen. Du kannst dich doch nicht nur von Süßes ernähren."

Ich schlucke schwer, da mich seine Worte stark an Cesur erinnern. Er wollte auch immer das ich anständig esse, aber ich habe immer wieder nach Schokolade gegriffen.

„Ich bin schwanger. Ich darf das." Und dann greife ich beleidigt nach dem Wagen und schiebe ihn weiter Richtung Kasse. Cemre und Fatih folgen mir. Dabei haben sie unterwegs zur Kasse noch nach einigen Sachen gegriffen und legen es nun auf das Kassenband.

Da ich kein Geld habe, bezahlt wie immer Fatih meine Ware und ich bin ihn wirklich unendlich dankbar dafür. Ohne ihn würden mein Kind und ich echt verhungern.

Bei seinem Auto angekommen, setzt sich Cemre direkt ins Auto, da sie außer Puste ist und kaum noch stehen kann. Ich helfe Fatih dabei, die Ware in die Tüten zu packen, obwohl er meine Hilfe nicht wollte.

Er richtet die Tüten ordentlich auf und schlägt dann den Kofferraum zu. „Ich bring den Wagen weg." Ich nicke nur und steige hinten ein, während er den Einkaufswagen zu den anderen schiebt und seinen Euro herauszieht.

„Ich bin so verdammt müde." gähnt Cemre laut auf. Wegen ihr muss ich auch gähnen, weshalb ich meine Hand vor den Mund halte. „Ich auch." Zudem hat mich die Verabschiedung von Ayaz ziemlich mitgenommen.

Er ist nun seit einer halben Stunde im Zug unterwegs nach Hause und es kommt mir so vor, als wäre er vor einer Woche schon gegangen. Ich habe mich in den paar Tagen noch mehr an ihn gebunden und jetzt fühle ich mich so allein ohne ihn. Ich bin auch so alleine.

Als wir dann zu Hause ankommen, werfe ich mich direkt erschöpft auf die Couch. Davor habe ich noch nach meinen Sauergurken gegriffen und drehe nun den Deckel auf.

Ich genieße die Gurken, da ich gerade echt Lust darauf habe. Ich mache mir nicht einmal die Mühe, den anderen zu helfen, die Einkäufe einzuräumen. Ich bin echt fertig, vom nichts tun irgendwie.

Cemre und Fatih betreten auch das Wohnzimmer und setzen sich auf die andere Couch, dabei legt Cemre die gewaschenen Erdbeeren auf den Tisch und Fatih die Nutella und die Sahne.

H A Y A T - IIWo Geschichten leben. Entdecke jetzt