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-Aşk insanı hayata bağlar, hayat ise insanı aşka bağlar-

Santorin. Es ist einfach nur atemberaubend hier. Unsere Sicht von unserem Pool aus auf das blaue Meer ist einfach nur wunderschön. Am liebsten würde ich für immer nur mit Cesur hier bleiben und all die Sorgen vergessen.

Seitdem wir hier sind, geht es uns beiden viel besser und jedes Mal, wenn ich die Wellen des Meeres beobachte, die einschlagen und wieder verschwinden, fühle ich mich freier, gelassener.

Als würden die Wellen kommen, um unsere ganzen Sorgen von uns zu nehmen und um sie im ganzen Meer zu verteilen, wo sie dann versinken.

Dieser Urlaub ist irgendwie so anders. Es fühlt sich gut an hier zu sein. Als würde sich danach etwas ändern. Als würde all das ganze Leid ein Ende finden. Als hätten wir nie so viel durchlebt.

Es klingt komisch, aber ich weiß auch nicht so ganz. Ich spüre es einfach. Es wird alles wieder besser und viel schöner. Wir werden so unendlich glücklich. Sorgenlos.

Ich schwimme im Pool an den Beckenrand und stütze mich dort ab. Meinen Kopf lege ich auf meine Arme und schließe die Augen. Ich genieße das warme Wetter, die Sonnenstrahlen auf meiner Haut und das kalte Chlorwasser an meinem Körper.

Es fühlt sich gut an so abschalten zu können und sich zu entspannen.

Ich spüre, wie Cesur zu mir herüber schwimmt, aber ich löse mich nicht von meiner gemütlichen Position und lasse meine Augen noch immer geschlossen.

Er stellt sich im Pool dicht hinter mich und stützt sich ebenfalls links und rechts von mir am Beckenrand ab. „Hayat." raunt er in mein Ohr und drückt mir einen Kuss auf die nackte Schulter.

„Geht es dir gut?" Ich nicke langsam auf seine Frage. „Ich will hier noch nicht weg." hauche ich ihm traurig zu, denn es sind nur noch unsere letzten zwei Tage hier. Diese ganzen zwölf Tage sind mir so kurz vorgekommen. Als wären wir gerade Mal nur drei Tage hier gewesen.

„Es ist einfach so schön hier mit dir zu sein." Langsam drehe ich mich zu Cesur um, den ich sofort mit einem schmollendem Blick und großen Augen anschaue.

„Ich weiß." seufzt er und fährt sich durch das nasse Haar und es sieht einfach nur heiß aus. „Ich würde auch gerne noch länger hier mit dir bleiben, aber ich hab noch wichtiges zu erledigen."

Ich schaue ihm lange und durchdringend in die Augen, weil ich für meine Frage eine ehrliche Antwort haben will. Und ehrlich gesagt habe ich auch etwas Angst vor seiner Antwort.

„Hat es etwas mit Kemal zu tun?" Cesur schaut mir nicht allzu lange in die Augen und fährt sich erneut durch die Haare, um mir nicht in die Augen schauen zu müssen. Beinahe hätte mich diese kleine, heiße Geste von ihm abgelenkt.

„Cesur." Ich erwarte immer noch eine ehrliche Antwort und ich werde nicht lockerlassen, bis er mit mir über das Wichtige was er zu erledigen hat, spricht.

„Ich will nicht, dass du dich in Gefahr bringst, Cesur. Es läuft doch gerade alles so perfekt." hauche ich und starre auf seine Brust herunter. Ich habe Angst, dass er es mit Kemal verbocken könnte und er uns wieder schlimmes antut.

Cesur soll endlich von seiner Rache ablassen, denn so macht er alles nur noch schlimmer. Er soll es einfach der Polizei überlassen, denn sie sind doch sowieso immer noch auf der Suche nach ihm.

Dafür, dass er uns Selim und Cüneyt genommen hat.

Dass wir, beziehungsweise Cesur wegen Kemal noch mehr Leute verloren hat, weiß die Polizei gar nicht, aber ich hoffe, dass wenn Kemal gefunden wird, dass er all seine Morde gesteht und er dafür seine gerechte Strafe bekommt.

H A Y A T - IIWo Geschichten leben. Entdecke jetzt