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-Hayat seni her gün yeni acılarla olgunlaştırırmış-

Ich schließe aufgeregt die Türe hinter mir zu und laufe in mein Zimmer. Ich öffne das neue Paket und ziehe die weiße Rose heraus. Ich rieche an den Blüten und schließe lächelnd die Augen.

Zufrieden öffne ich meine Augen wieder und lege die Rose in die Vase zu den anderen. Ich greife nach der kleinen Notiz, die wie die anderen Notizen auch mein Gesicht zum Strahlen und mein Herz zum Rasen bringt.

Ich denke jede Sekunde an dich. -C

Ich beiße mir auf die Unterlippe und kann mir mein Grinsen nicht zurückhalten. Er denkt auch an mich. Cesur hat mich nicht vergessen. Er hat mich noch nicht aufgegeben!

Aber ich verstehe nicht, wieso er es uns so schwer macht. Wieso kann er nicht einfach zu mir kommen und die Worte mir ins Gesicht sagen, statt diese aufwendigen Pakete?

Natürlich freue ich mich über seine Rosen, aber kann er sie nicht persönlich vorbei bringen? Ich will ihm wieder in die Augen schauen können. In dieses Schwarz, in das ich mich immer wieder verliere.

Ich will ihn wieder berühren können. Ich will seine Hände an meinem Körper spüren, seine Lippen auf meinen. Will seinen wunderschönen Duft in mich ziehen und damit einschlafen. Ich will seine Stimme hören, es nie wieder vergessen.

Ich will Cesur so sehr zurück, dass es schon weh tut ihn nicht bei mir zu haben. Jede Sekunde, die ohne Cesur vergeht, ist wie ein Messerstich in meine Brust. Ich fühle mich in dieser Wohnung so eingeengt ohne Cesur.

Ich kriege kaum noch Luft. Es ist so, als wäre Cesur meine Luft zum überleben. Ich schaffe das nicht mehr ohne ihn. Wenn nicht er, dann keiner. Denn niemals werde ich ihn loslassen können.

Ich will den Weg in die Zukunft nur mit ihm gehen. Wer weiß, vielleicht wird eines Tages alles wieder gut und wir werden glücklich. So richtig glücklich. Vielleicht werden wir auch Kinder haben. Und vielleicht wird unser Glück ein lebenslang halten.

Die Klingel reißt mich aus meinen Gedanken und sofort schrecke ich auf. Mein Herz fängt an wie wild zu schlagen und die Nervosität macht sich in meinem ganzen Körper bemerkbar. Mein ganzer Leib am zittern.

„Ayaz." flüstere ich vor mich hin und laufe mit wackeligen Beinen auf die Türe zu. Mit zitternder Hand betätige ich den Knopf, damit sich die Haustüre unten öffnet.

Ich lehne mich an meine Haustüre und schließe die Augen. Mit einem Mal überkommt mich eine Übelkeit vor Nervosität, weswegen ich meine Hand vor den Mund halte und versuche mich zu beruhigen.

Ich weiß nicht, was jetzt alles auf mich zu kommen wird. Ich weiß nicht, wie Ayaz auf mich reagieren wird. Vielleicht täuscht mich mein Gefühl auch und er hasst mich abgrundtief. Vielleicht ist er auch nur gekommen, um mir zu sagen was für ein Abschaum ich doch bin.

Es klopft an der Türe und ich reiße geschockt die Augen auf. Ich springe von der Türe und halte meine Hand an meine Brust, welche viel zu schnell auf und ab hebt.

Ich drehe mich zur Türe um und nehme tief Luft. Du schaffst das, Hayat! Ich streiche meine Haare hinter mein Ohr und wische mir über das Gesicht. Ich puste die Luft schnell aus und lege meine zitternde Hand auf die Türklinke.

Ich mache die Türe auf, schaue nach oben und blicke sofort in das Gesicht von meiner zweiten Hälfte. Ich halte ängstlich die Luft an und schaue ihn mit großen Augen an. Sofort füllen sich meine Augen mit Tränen.

Mein Herz schlägt noch schneller, so dass ich nur noch meinen Herzschlag höre. Meine Ohren fühlen sich auf einmal so taub an und ich vernehme nur noch ein lautes Piepen wahr.

H A Y A T - IIWo Geschichten leben. Entdecke jetzt