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-Ömrümün bir köşesine değil, her köşesine sığdırdım seni-

Ich werde einfach aus meinem Schlaf gerissen, weswegen ich mich müde und genervt zugleich umdrehe. Ein grinsender Cesur, der neben mir liegt, blickt mich verführerisch an und streicht eine Haarsträhne hinter mein Ohr.

„Was zur Hölle willst du am frühen Morgen von mir?" zische ich sichtlich wütend. Er weckt mich einfach auf und grinst mich dabei noch so ganz unschuldig an.

Wäre ich nicht noch müde und hätte er mich nicht aus meinem Schlaf gerissen, dann würde ich ihm definitiv um den Hals springen und ihn solange Küsse auf das Gesicht verteilen, bis er die Nase voll von mir hat.

Aber zu seinem Pech kriegt Cesur meine Küsschen nicht! Arschloch! Er wagt sich wirklich mich einfach zu wecken. Ich bin auf seine Erklärung gespannt!

„Ich will dich, Hayat." Er küsst mich am Hals und zieht mich näher an sich. Ich genieße seine Küsse an meiner Schwachstelle, aber lasse mir nichts anmerken.

Woran auch immer er denkt: Er kann es sowas von vergessen! Erstens, ich habe immer noch meine Tage und zweitens, als Strafe, weil er mich einfach so geweckt hat, um seine Bedürfnisse zu stillen.

„Lass mich schlafen." murre ich und will mich umdrehen, aber sein Griff um meine Hüfte ist viel zu fest. Er gibt mir keine Chance mich von ihm abzuwenden.

„Auf gar keinen Fall!" Ein Kuss auf meine Schläfe und dann zieht er meinen Duft in sich. „Hmm, ich liebe es." haucht er an mein Ohr und wandert weiter runter.

Er küsst die Stelle um mein Ohr herum und hinterlässt noch feuchte küsse an meinem Hals. „Cesur." ziehe ich gequält seinen Namen in die Länge.

Ich will ihn doch auch, aber es geht einfach nicht. Außerdem gebe ich nicht so schnell nach. Ich bin noch so müde, weil wir die Nacht lange aufgeblieben sind.

Cesur hat mir von seinem Traum erzählt und ich habe ihm versucht zu versichern, dass Cüneyt ihn definitiv nicht hasst. Es war nur ein Traum und Träume kann man nicht kontrollieren. Es hat absolut nichts zu bedeuten.

„Es hat sich so echt angefühlt, Hayat." Ich streiche behutsam über sein Gesicht, während ich auf ihm liege und er seine Arme um meine Hüften schlingt. „Es war nur ein Traum." hauche ich besänftigend.

Cüneyt hasst ihn nicht. Er soll sich diesen Gedanken gar nicht erst in den Kopf legen. Es war nur ein schlechter Traum. Ein kleiner Streich, welcher ihm sein Unterbewusstsein gespielt hat.

„Cüneyt würde dich niemals hassen, Cesur. Niemals." Cesur schließt seine Augen und ich merke, dass meine Worte nicht wirklich viel bringen. Er quält sich noch immer mit dem Gedanken, dass Cüneyt ihn hasst.

„Cesur." hauche ich und streiche seine Haare aus der Stirn. „Schau mich an." Er öffnet seine Augen, die so viel Liebe mit sich tragen, aber von seiner Trauer in den Hintergrund gedrängt wird.

„Bevor du in die Halle gestürmt bist und Cüneyt noch in meinen Armen lag, hat er mich so voller Angst angesehen." beginne ich zu erzählen. Davor habe ich ihm das gar nicht gesagt.

„Er hatte keine Angst vor dem Tod. Er hatte Angst, dass er dich nicht noch ein letztes Mal sehen kann. Er hatte Angst, dass du ihm seine Fehler niemals verzeihen wirst."

Eine Träne rollt ihm seine Wange entlang, die ich sofort weg küsse und dann mit meinem Daumen sanft über seine Wange streiche. Diese einzige Träne von Cesur löst so viel Schmerz in mir aus.

Ich ertrage es nicht, ihn so zu sehen.

„Was waren seine letzten Worte an dich?" Er muss nicht mal eine Sekunde an meine Frage denken, denn er kennt die Antwort in und auswendig. „Er hat gesagt, dass er mich liebt."

H A Y A T - IIWo Geschichten leben. Entdecke jetzt