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-Aşk, ölüme kadar insanda yaşayan tek histir-

Cesur

Ich hänge das Riesen Bild, welches in einem goldenen Bilderrahmen eingerahmt ist, an die Wand in meinem Arbeitszimmer. Direkt gegenüber von meinem Schreibtisch, damit ich sie immer direkt vor meiner Nase habe, wenn sie mal nicht neben mir ist.

Es ist ein Bild von Hayat.

Ein Bild, wo sie ihren Kopf etwas schief gelegt hat und ihn mit ihrer Hand abstützt. Sie schaut in die Linse und grinst mich wunderschön an. Ich liebe dieses Bild.

Das Bild ist in Istanbul entstanden, wo sie das erste Mal dort war. Wo sie mich aufgebaut hat, nachdem ich ihr meine Geschichte erzählt hatte. Wo sie mir ihre Jungfräulichkeit geschenkt hat.

Eine Gänsehaut durchzuckt meinen Körper, wenn ich zurück an diese zu kurzen Tage in Istanbul denke. Ich muss meine wunderschöne Frau definitiv wieder dorthin bringen. Wieder nur einige Tage mit ihr verbringen.

Den Kopf abschalten.

Es klopft an meiner Tür, aber ich schaue nicht dorthin. Viel zu sehr zieht dieses Bild mich von ihr an und ich kann einfach nicht wegschauen. Und wieder kann ich nur erwähnen, wie sehr ich dieses Bild liebe. Ich bin süchtig danach.

„Cesur, kann ich mit dir reden?" An der Stimme erkenne ich, dass es Ayaz ist. Ich nicke einfach nur, aber nehme meine Augen noch immer nicht von dem Bild, welches fast die ganze Wand eingenommen hat.

Ich höre, wie er die Tür hinter sich schließt und sich mit Abstand mir gegenüber stellt. Ich schaue kurz zu ihm. Aber auch wirklich nur ganz kurz. Ich erkenne die Verwirrung auf seinem Gesicht, weil er mit mir reden will, ich ihn aber nicht wirklich beachte.

„Wow." höre ich seine Stimme leicht überrascht und irgendwie höre ich auch die Verwirrung heraus. „Ich wusste ja, dass du meine Schwester liebst, aber ich wusste nicht, dass du von ihr besessen bist."

Mein Kopf schellt zu ihm rüber. Natürlich bin ich von ihr besessen. Diese Frau ist mein Lebenssinn. Ohne sie wäre ich schon längst verloren und hätte mich selber nicht mehr aus der Dunkelheit gefunden.

Ich könnte mich niemals selber retten. Niemand könnte mich retten, außer sie!

Ohne Hayat kann ich nicht leben und ich will es auch nicht. Wenn es sie nicht mehr gibt, dann mich auch nicht. Denn ich kann mir einfach kein Leben mehr ohne sie ausmalen. Das geht nicht. Das könnte ich nicht verkraften.

„Was willst du?" Er setzt sich seufzend auf den Stuhl gegenüber meinem Schreibtisch. Auch ich gehe einmal um den Tisch und setze mich an meinen Platz. Ich schaue ihn abwartend an, denn er zögert.

„Bevor du ausrastet, will ich, dass du mir wirklich zuhörst." Streng ziehe ich meine Augenbrauen zusammen. Was will er mir sagen, dass ich eventuell ausrasten könnte?

Geht es um Hayat? Will er sie zurück nach Berlin zu der Familie bringen? Wenn ja, dann kommt das niemals in Frage! Ich werde sie ganz sicher nicht loslassen.

„Also." räuspert er sich und kratzt sich unsicher am Kinn. „Soll ich direkt sein oder noch etwas um den heißen Brei reden?" fragt er mich unsicher. Ich rolle nur genervt mit den Augen. Er soll mich bloß nicht reizen.

„Hau raus!" Er lacht nervös und unsicher auf. „Alara und ich sind zusammen!" Meine Augen reißen sich auf und ich verschlucke mich an meiner eigenen Spucke. Ich huste laut auf.

Ängstlich springt Ayaz auf und hebt abwehrend seine Hände in die Höhe. „Hör mir bitte zu." ruft er. „Wir lieben uns wirklich. Ehrlich! Ich werde sie niemals verletzen oder auch nicht zum Weinen bringen. Du hast mein Wort! Ich werde ihr die Welt zu Füßen legen, wirklich!"

H A Y A T - IIWo Geschichten leben. Entdecke jetzt