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-Bana bakıp gülüş anını hiçbir anıya değişmem-

Cesur drückt den Unbekannten von mir und legt sofort seine Hände an meine Hüften. Er bückt sich leicht, greift nach meinen Kniekehlen und trägt mich auf seinen Armen. Mein Gesicht ist dabei so nah an seines, dass ich schon seinen Duft rieche.

Ich schließe kurz die Augen und ziehe seinen Duft in mich ein. Seinen Duft, welchen ich schon fast vergessen hatte. Ich ziehe es so intensiv in mich, damit ich ihn nicht vergesse.

Meine zitternden Hände lege ich um seinen Nacken und drücke mich noch fester an ihn. Er soll mich nie wieder loslassen. Ich will für immer so in seinen Armen liegen und ihn nie wieder missen müssen.

Zwei Krankenschwestern kommen uns entgegen. „Wurden wir für Sie alarmiert?" Ich nicke schwach in seinen Armen und sie nicken hastig. „Kommen Sie mit." ruft die eine und in schnellen Schritten begeben wir uns in die Notaufnahme.

Die eine Krankenschwester öffnet die Tür zu einem freien Behandlungsraum und Cesur legt mich auf die Liege ab. Sofort umhüllt mich diese allbekannte Kälte und ich vermisse die Nähe und die Wärme von Cesur.

Er schaut mich nicht an, schaut zur Seite und bricht mir das Herz. „Ich warte draußen." kommt es nur trocken über seine Lippen und enttäuscht schlägt mein Herz wie wild auf.

Mit Tränen in den Augen schaue ich ihm hinterher bis er nicht mehr zu sehen ist und ich enttäuscht meinen Kopf von der geschlossenen Tür wegdrehe.

Es tut weh zu sehen, wie er sich von mir abwendet. Denn ich brauche ihn gerade so sehr. Ich brauche ihn bei mir, ich brauche eine seelische Unterstützung und ich weiß, dass nur Cesur mich wieder gut fühlen lässt.

Seine Augen, die mich voller Liebe angeschaut haben. Seine Nähe, die mich immer beschützt hat. Seine Wärme, die mir die Kälte genommen hat. Sein Duft, der mich um den Verstand gebracht hat.

Ich brauche all das wieder. Ich brauche ihn wieder. Denn so lange Cesur mir aus dem Weg geht, werde ich keine Ruhe finden.

Und als würde das nicht reichen, habe ich es bei meiner Familie verbockt. Ich weiß nicht, was ich mir erhofft habe, als ich beim zweiten Mal bewusst mit Cesur gegangen bin. Ich verlasse sie und hoffe auch noch, dass sie mir vergeben?

Ayaz, der einzige der mir zugehört hat. Aber wäre er nicht mein Zwilling und hätten wie nicht diese enge Bindung zueinander, hätte er mir dann auch zugehört und zu mir gehalten?

Mein Vater, der von uns gegangen ist und ich gebe nur mir die Schuld. Wäre ich bei ihnen geblieben, dann hätte mein Vater mir von seiner Krankheit erzählt. Ich hätte auf ihn aufgepasst, ihn versucht zu heilen. Aber er ist weg. Mit dem Hass gegenüber mir hat er diese Welt verlassen. Ich wollte doch noch um Verzeihung bitten..

Meine Mutter, ist sicherlich enttäuscht von mir. Wäre sie heute noch am leben, hätte sie mich dann verstanden? Hätte sie gesehen, dass ihre Tochter aus Naivität und aus Liebe all das gemacht hat?

Ich weiß es nicht. Ich weiß ehrlich gesagt gerade überhaupt nichts. Ich will nur, dass alles wieder schön wird. Ich will, dass meine Eltern noch leben. Ich will mit Cesur glücklich sein und ich will, dass meine Familie ihn akzeptiert. Ihn genau so sehr liebt, wie ich es auch tue.

Ich will, dass Cesur ein anderes Schicksal hat. Ich will nicht, dass er so stark an Verlust, Verrat und Hass leiden muss. Hätte er doch bloß nur eine schöne Vergangenheit gehabt..

Wer weiß, vielleicht hätte das Schicksal uns heute unter anderen Umständen, unter schönen Umständen zusammengeführt. Und wer weiß, vielleicht könnte Cesur jetzt unser Baby auch lieben.

H A Y A T - IIWo Geschichten leben. Entdecke jetzt