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-Dert yerine bir defa el versene-

Cesur

Jeden Tag, nachdem ich vom Koma erwacht und von Hayat getrennt bin, komme ich zu diesem Seerand. Ich komme jeden Tag hier her, mit einer weißen Rose in der Hand und denke nach.

Ich denke über alles nach, ich denke über Hayat und mich nach. Über uns.

Seufzend streiche ich über die weißen Blüten. Weiß für die Unschuld und Reinheit. Genau so unschuldig und rein wie Hayat.

Ich hole aus und werfe auch diese Rose, wie die anderen auch, in den See. Die Rose schwimmt an der Oberfläche und von den Rosen zuvor ist keine Spur mehr zu sehen.

Ich bin durcheinander. Nein, sogar mehr als das. Gemischte Gefühle machen sich in mir breit und ich weiß nicht, was ich machen soll.

Ich liebe Hayat, keine Frage. Dieses Mädchen ist alles für mich. Mein Sinn des Lebens. Aber ich bin auch so enttäuscht von ihr. Gerade ist die Liebe und die Enttäuschung auf der selben Wellenlänge.

Ich weiß nicht, was ich machen soll. Einerseits verstehe ich sie. Ich war gemein, hart zu ihr aber andererseits auch nicht. Sie durfte nicht gehen.

Ach Hayat! Wieso hast du nicht locker gelassen, he? Wieso hast du mich einfach nicht gefragt was Sache ist? Warum Hayat, warum?

„Seni terk ederim, ama çocuğumu asla öldürmem!" („Ich würde dich verlassen, aber niemals mein Kind umbringen!")

Ich lasse den Kopf hängen und brülle laut auf. Sie hat ihre Worte ernst gemeint! Ich habe echt nicht damit gerechnet, dass sie mich wirklich verlassen wird.

Meine Gedanken sind alle durcheinander, kann sie nicht richtig ordnen. Meine Gefühle sind durcheinander, weiß nicht was richtig ist.

Fatihs Worte gehen mir nicht aus dem Kopf und ich werde noch verrückter. Ich raufe an meinen Haaren. Was ist richtig und was ist falsch?

Sind Hayat und ich überhaupt bestimmt diesen Weg zusammen zu gehen? Will das Schicksal wirklich, dass wir wieder zusammen kommen? Dass wir endlich wieder glücklich werden?

Lieber Gott, bitte helfe mir. Schicke mir ein Zeichen. Was soll ich tun?

Mein Handy fängt an in der Hosentasche zu vibrieren. Zögernd ziehe ich es raus und starre auf den Bildschirm. Mein Herz fängt an wie wild zu rasen.

Fatihs alte Nummer erscheint auf dem Bildschirm. Er hatte mir sie wieder gegeben und meinte, dass Hayat sie jetzt benutzt. Ist das ein Zeichen?

Ohne zu zögern und mit zitternder Hand, hebe ich den Anruf ab. „Hayat?" rufe ich voller Hoffnung in den Hörer. Ich habe ihre Stimme vermisst, obwohl sie zuletzt gestern noch mit mir geredet hat.

Es ist still, ehe ich ein lautes Schluchzen höre. Sofort versteift sich mein ganzer Körper und ich fange an überall zu zittern. Mit zusammengepressten Lippen laufe ich direkt auf mein Auto zu.

„Hayat?" Mich überkommt die Panik, da sie nicht antwortet. Was ist passiert? Ich drehe gleich noch durch, wenn sie mir nicht antwortet.

Ich setze mich in den Wagen und starte den Motor. „A-abi." Ich halte inne, als ich Alaras Stimme wahrnehme. Mein Herz setzt kurz aus.

H A Y A T - IIWo Geschichten leben. Entdecke jetzt