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-Çiçekler açar bir gün, mühim olan beklemektir-

Cesur

Nachdem ich den Zwilling meiner Frau in das Haus verscheucht habe, lasse ich mich auf der Sitzbank nieder. Ich ziehe Hayat dabei mit und sie setzt sich auf meinen Schoß. Sofort schlinge ich meine Arme um ihre Hüften und sie ihre um meinen Nacken.

Sanft krault sie meinen Hinterkopf und ich genieße es in vollen Zügen. Diese Frau raubt mir immer wieder den Verstand. Ein Blick von ihr genügt und schon packt sie mich direkt.

„Wie geht es dir heute?" hauche ich an ihre Lippen und würde sie gerne kosten. Ich weiß, dass sie geweint hat, das sehe ich ihr an. Worüber sie mit Ayaz geredet hat, habe ich nicht mitbekommen.

Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es um ihren Bruder ging.

„Besser." haucht sie. „Ich akzeptiere es, auch wenn der Schmerz unendlich ist." Sie blickt mir so voller Trauer ins Gesicht und es schmerzt in meiner Brust, sie so fertig zu sehen. Sie soll nicht mehr leiden. Sie soll endlich wieder lachen können.

„Es ist nur komisch zu wissen, dass Selim nicht mehr da ist. Ich hatte echt eine andere Bindung zu ihm. Nach Ayaz war er wirklich derjenige, mit dem ich mich immer am besten verstanden habe."

Sie blinzelt mehrmals auf und ich weiß, dass sie somit ihre Tränen verkneift. Mein Körper verkrampft sich automatisch. Ich will nicht, dass sie wieder weinen muss. Es steht ihr einfach nicht.

„Du weißt, dass ich dich ab jetzt nie wieder gehen lassen werde, oder? Ich bin immer für dich da Hayat!" Sie nickt langsam. „Ich weiß." flüstert sie es so leise, dass ich es gerade noch so hören kann.

„Ich werde Selim und deinen Vater nie ersetzen können, aber ich werde versuchen ihre Rollen zu übernehmen. Wenn es dir dadurch besser geht, dann bin ich nicht nur dein Mann, sondern auch wie ein Vater, wie ein Bruder und wie ein bester Freund für dich."

Mit ihren Fingerspitzen fährt sie meinen Nacken entlang und umfasst dann mit ihren kleinen Händen mein Gesicht. Meine Nackenhaare stellen sich bei ihren sanften Berührungen auf und ich halte kurz den Atem an.

Ein kleines Lächeln ziert ihre Lippen und dabei schaut sie mir so intensiv in die Augen. Ich verliere mich in ihrem Bann. Wieder.

„Du hast so ein unglaublich schönes Herz, Cesur. Ehrlich. Trotz das man dir so viel Unrecht getan hat, ist dein Herz so rein. So voller Liebe." Ich schüttele langsam den Kopf. Ihre Worte tuen mir so verdammt gut.

„Das habe ich nur dir zu verdanken, Engel." Ich hauche ihr einen Kuss auf die Nasenspitze. „Hätte ich dich nicht an meiner Seite, dann wäre ich noch immer so unberechenbar, so kalt. Ich könnte nicht Mal meiner Familie meine Liebe zeigen.

Wärst du nicht da, dann hätte ich wahrscheinlich nach all dieser schrecklichen Zeit Cüneyt kein Wort geglaubt. Ich hätte meinem eigenen Bruder nicht verziehen. Du hast mir wieder das Lieben gezeigt und nur durch dich kann mein Herz wieder richtig schlagen."

Sie drückt sofort ihre Lippen auf meine und ohne zu zögern erwidere ich es. Diese Lippen, die mich so verrückt machen und nach denen ich so süchtig bin. Hayat ist wie eine Droge für mich. Ich brauche sie immer wieder und kann mich nicht von ihr lösen.

Ich will es auch gar nicht.

Nachdem sie sich von mir gelöst hat, legt sie ihren Kopf in meine Halsbeuge und atmet regelmäßig ein und aus. Ich genieße ihre Wärme, die sie gegen meine freie Haut ausstößt und wie immer verpasst sie mir eine angenehme Gänsehaut.

H A Y A T - IIWo Geschichten leben. Entdecke jetzt