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-Seni sevmek kızgın ateşe elini sokmaktır-

Cesur

Ein Schlag in sein Gesicht und er taumelt zurück. Ehe er nach hinten fallen kann, greife ich nach seinen Kragen und ziehe ihn näher an mich.

„Was heißt hier, ihr findet sie nicht?" brülle ich laut und verpasse ihm erneut einen Schlag ins Gesicht. Dieses Mal lasse ich los, so dass er zurück fällt.

Ich brülle laut auf und raufe aggressiv an meinen Haaren. Ich drehe noch durch. Wo steckst du Hayat? Verdammt! Ich habe jede Ecke abgesucht, aber nirgends ist sie zu finden!

„Steh auf!" zische ich ihn an und er stellt sich schnell zu den anderen auf. „Ihr werdet nicht mehr zurück kommen, bis ihr sie gefunden habt!" Sie nicken hastig.

„Jetzt zischt ab!" Sie laufen schnell auf ihre Autos zu und fahren los. Ich drehe mich um und brülle wieder so laut auf.

Verdammt, ich kriege keine Luft mehr.

Ich laufe auf unsere Hauswand zu und lasse meine ganze Wut, Verzweiflung raus. Voller Wucht boxe ich dagegen und bei jedem festen Schlag schreie ich immer lauter und lauter auf.

Ich kann nicht zu lassen, dass Hayat in Kemals Händen ist. Er wird sie umbringen, um mich noch mehr leiden zu sehen. Wenn er ihr auch nur einen Haar krümmen sollte, dann werde ich mir das niemals verzeihen.

Mein Brustkorb zieht sich zusammen und verschlingt mir die Luft zum Atmen. Ich versuche hastig und tief Luft zu nehmen, aber ich kann nicht.

Ich lasse mich auf die Knie fallen und senke meinen Kopf zu Boden. Ich grabe meine Hände in die Erde und balle meine Hände zu Fäusten.

„Verdammt!" brülle ich laut und boxe mit meiner ganzen Kraft auf die Wiese. Ich drehe noch durch. Es sind jetzt schon drei Tage, in denen Hayat gefangen ist und ich verliere allmählich meinen letzten Nerv.

Ich sehe nur noch schwarz vor Augen, denn diese Leere hat mich ein weiteres Mal gepackt. Diese Kälte, die mein Herz umhüllt und mich wieder so kalt lässt. All das passiert nur wegen Kemal!

Ich kann nicht richtig atmen, solange er noch lebt. Ich lasse nicht zu, dass er mir Hayat auch noch wegnimmt, sonst garantiere ich für nichts mehr.

Aber ich werde ihn sowieso umbringen, ob er jetzt Hayat etwas antut oder nicht. Dieser Bastard wird den Tod durch meine bloßen Hände zu spüren bekommen. Das schwöre ich!

„Cesur!" ruft Fatih und kommt auf mich zu gelaufen. Er packt mich sofort an der Schulter und zieht mich rauf. „Bruder beruhige dich erst Mal." Ich schüttele hastig den Kopf.

Ich kann nicht. Ich kann mich einfach nicht beruhigen, verdammt! „Olmuyor." („Es geht nicht.") rufe ich verzweifelt und fahre mir mit meiner zitternden Hand durch das Haar.

„Olmuyor! Hayat o şerefsizin yanında olduğu sürece ben burda nefes alamıyorum." („Es geht nicht! Solange Hayat neben diesem ehrlosen ist, kriege ich hier keine Luft.") brülle ich laut auf und ich spüre eine Wärme auf meiner rechten Wange.

Sofort wische ich diese Träne weg, aber dadurch steigen mehr und ich kann mich nicht mehr halten. Es ist alles meine Schuld, verdammt! Ich hätte nicht zulassen dürfen, dass es so weit kommt!

Ich hätte es ihr einfach verzeihen sollen. Ich durfte sie nicht wegschicken. Niemals! Ist das jetzt meine Strafe? Das sie in den Händen des Bastards ist?

Ich hasse mich dafür. Ich hasse mich, dass Kemal es soweit geschafft hat, dass ich heute so bin. Ich hätte nicht zulassen dürfen, dass mich diese Kälte so sehr in den Abgrund zieht wegen ihm.

H A Y A T - IIWo Geschichten leben. Entdecke jetzt