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-Bana odanın ışığı kapalıymış gibi hissettirme ne olur-

Cesur reißt seine Hand aus meinem Griff und streicht sich verzweifelt über das Gesicht. Meine zitternde Hand umhüllt mit dieser Leere und enttäuscht blicke ich von meiner Hand zu ihm rauf.

Er dreht sich um, läuft auf und ab und fährt sich durch das Haar. Er rauft an seinen Haaren und atmet laut aus, ehe er zur Tür läuft und aus dem Zimmer verschwindet.

Mein Herz setzt aus und ich spüre das Messer in meiner Brust, welches sich mit seinem Abgang tiefer in meine Haut bohrt. Die Tränen steigen mir auf und sofort lege ich meinen Arm um meine Augen.

„Machen Sie es bitte aus." wispere ich den Tränen nahe. Meine Stimme brüchig und ich weiß, wenn ich jetzt noch ein Wort sage, dann fange ich bitterlich an zu weinen.

Aber ich kann nicht. Nicht hier vor dem Arzt und der Krankenschwester. Und ich muss mehr auf mein Baby aufpassen. Ich darf nicht weinen, ansonsten bekommt es alles mein Baby ab und ich war schon unachtsam genug.

„Geht es Ihnen gut?" Ich nicke und schluchze kurz auf. „Das wars dann von meiner Seite. Die Schwester macht Ihnen jetzt die Infusion dran und ich hätte Sie gerne über Nacht hier. Morgen werde ich wieder nach Ihnen und dem Baby schauen."

Ich antworte nicht, konzentriere mich nur darauf nicht zusammenzubrechen. Noch immer decke ich meine Augen zu, in der Hoffnung das mein Oberteil meine Tränen aufsaugt.

Ich presse meine Lippen aufeinander und versuche mich wirklich zurück zu halten, aber es klappt nicht. Denn immer wieder erscheint vor meinen Augen, wie Cesur sich von mir entfernt und einfach geht.

Ich spüre die sanfte Hand der Krankenschwester auf meinem freien Arm. „Ich werde Ihnen jetzt die Infusion anlegen." Ich nicke schwach und nehme auch meinen anderen Arm von meinen Augen.

Starr, ohne zu blinzeln schaue ich an die Decke und blende alles um mich herum aus. Ich ignoriere die Krankenschwester, ich ignoriere den kleinen Schmerz an meinem Arm und ja, ich ignoriere sogar die anderen, die nun zu mir gekommen sind.

„Hayat." streicht mir Tuana die Tränen weg, aber ich schaue nicht zu ihr. Ich rege mich nicht und lasse sie einfach machen. Ich habe keine Kraft mehr, für nichts.

„Och mein Mausibär." schmunzelt Yaman und nimmt mich in seine Arme. Ich weine mich an seiner Schulter aus, obwohl ich das gar nicht will. Mein Baby..

„Was hat der Arzt gesagt?" Ich schaue abwechselnd von Yaman zu Tuana. Fatih ist wahrscheinlich bei Cemre und dem Kind geblieben.

„Das Baby lebt noch." haue ich einfach mit der Wahrheit raus. Da es Cesur jetzt weiß, können sie es von mir aus auch wissen. Wer weiß, wie lange Cemre und Fatih es noch geheim gehalten hätten.

Tuanas Kopf schellt verwirrt zu Yaman, welcher mich für einige Sekunden regungslos anstarrt. Ich weiß, dass er es verstanden hat, aber er muss erst mal drauf klar kommen. Er muss drauf klarkommen, dass ich sie alle angelogen habe.

„Ich habe euch angelogen." kommt es monoton von mir. Denn ich fühle gerade nichts. Als hätte mein Herz all die Gefühle abgeschaltet. Ich spüre gerade nicht mal die Reue, dass ich sie angelogen habe. Nichts.

Yamans Augenbrauen ziehen sich streng zusammen und zum ersten Mal sehe ich ihn so wütend. „Weiß Cesur es?" Mein Herz brennt wieder. Ich schlucke den fetten Kloß hinunter und blinzele die Tränen weg.

H A Y A T - IIWo Geschichten leben. Entdecke jetzt