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-Al aklım gibi hissimi, al çünkü çok özlüyorum-

Cesur

Bum bum, bum bum.

Seit gestern kriege ich kein Auge mehr zu. Ständig höre ich den Herzschlag meines Kindes in meinen Ohren und das bringt mein Herz ebenfalls zum Schlagen.

Mein Kind lebt.. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ich kann meine Gefühle nicht richtig zu ordnen. Sollte ich mich freuen, dass es den Unfall überlebt hat?

Ich schließe die Augen und setze mich verzweifelt auf den Boden. Ich lehne mich mit den Rücken an mein Bett und starre aus dem offenen Fenster heraus. Die Zigarette zwischen meinen Lippen und ich ziehe einmal daran.

Ich lege meinen Kopf in den Nacken und schließe die Augen, während ich den Rauch aus meiner Lunge puste. Mein Kind lebt..

Mein Magen zieht sich zusammen und ein komisches, unbeschreibliches Gefühl macht sich in mir bemerkbar. Ich will es ignorieren, aber es wird immer intensiver und bringt mein Herz komplett aus dem Rhythmus.

Mein Herz rast wie verrückt und mein Brustkorb fängt an zu schmerzen. Es brennt innerlich und ich kann mir nicht erklären, warum mein inneres so auf die Nachricht reagiert.

Mein Körper zittert und verzweifelt raufe ich an meinen Haaren. Ein dumpfer Schrei entkommt aus meinen zusammengepressten Lippen und mit durcheinander geratenen Gedanken werfe ich die Kippe aus dem Fenster.

Verdammt! Die Frau, die mir das Lieben beigebracht hat, die Frau, die mir gezeigt hat was wahre Liebe ist, die Frau, die mich erneut zum Leben erweckt hat trägt mein Kind in ihrem Bauch.

Ich werde Vater.. Ich kann es nicht, nein, ich will es einfach nicht realisieren. Bis vor kurzem hatte ich nur meine Rache vor Augen. Ich hab nur noch schwarz gesehen. Bis Hayat mir ihre unschuldige Liebe geschenkt hat. Ihre bedingungslose Liebe.

Ihre einzige Bedingung war nur, dass ich sie auch liebe. Dass ich mich ihr öffne und ihr von meiner Welt erzähle.

Es lief doch alles so perfekt zwischen uns. Ich dachte Hayat hat mich verstanden. Ich dachte wirklich, dass sie für einen kurzen Moment auch das gespürt hat, was ich spüren musste.

Wieso ist es nur so aus uns geworden?

Ich verfluche Kemal, dass er noch immer am leben ist. Er hat dieses Leben nicht verdient. Er verdient es unter der Erde zu liegen und in der Hölle zu schmoren.

Er hat mir alles kaputt gemacht. Er hat meine Familie zerstört. Er hat mir meine Eltern, meine Geschwister genommen.

Ich schwöre es bei Gott, Cemre, Yaman, Fatih, Hayat und unser Kind wird er mir nicht wegnehmen können. Entweder er, oder ich werden unter der Erde liegen, aber niemals lasse ich zu, dass er meinen liebsten etwas antut.

Ich werde Alara noch finden. Ich werde sie finden und Kemal seinen letzten Atemzug stehlen. Er wird mir nicht entkommen. Nicht wieder. Nicht nachdem ich erfahren musste, dass mein Kind doch noch lebt.

Er darf das niemals erfahren. Niemlas!

Und Hayat? Wie konnte sie mir das alles nur antun? Wie? Ich fasse es einfach nicht. Sie hat mir ganz dreist ins Gesicht gelogen.

Aber warum rege ich mich denn so sehr darüber auf? Ich habe es verdient angelogen zu werden. Ich habe sie verletzt. Ich habe Dinge gesagt, die ich nicht sagen durfte.

Aber sie? Sie hat mich so enttäuscht. Ich habe ihr Versprechen noch immer nicht vergessen. Noch immer höre ich ihre Stimme, die mir dieses Versprechen gegeben hat. Ihre engelsgleiche Stimme.

H A Y A T - IIWo Geschichten leben. Entdecke jetzt