Kai Havertz x Timo Werner

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Für an-ni-09

(PoV Kai)

,,Seid ihr zusammen?" ,,Wann macht ihr eure Beziehung endlich öffentlich?" ,,Jeder sieht, dass ihr euch liebt." Dies waren nur wenige Sätze, die wir derzeit täglich an den Kopf geknallt bekamen. Dabei wusste jedoch niemand, in welcher Beziehung wir wirklich standen. Wir waren nicht mehr und nicht weniger als Freunde. Na ja, vielleicht Freunde mit gewissen körperlichen Vorzügen, wie kuscheln, wenn wir uns einsam fühlten oder aufheitern nach verlorenen Spielen, doch blieb es hiermit lediglich bei innigen Umarmungen. Aber wie sollte es anders sein, kannten andere Menschen einen besser, als man sich selbst, wodurch nun in unserem gesamten Umfeld Gerüchte die Runde machten, dass wir heimlich zusammen waren. Und das hatten wir niemand geringerm zu verdanken als unserer geliebten Mannschaft.

Wen ich mit ,,wir" überhaupt meinte? Timo und mich. Nachdem ich ebenfalls meine Karriere in den Westen Londons verlegt hatte, wuchsen wir Stück für Stück näher zusammen und verstanden uns besser als je zuvor. Bereits in der Nationalmannschaft hatten wir uns nie aus den Augen verlieren können, aber durch die unterschiedlichen Vereine in der Bundesliga, konnten wir uns nur für eine bestimme Wochenanzahl im Jahr sehen. Daher kam mein Wechsel wie gerufen und so klebten wir nun jede Minute am jeweils anderen, wobei sich der Kleister nicht mehr zu lösen schien. Somit auch heute. Timo hatte seinen Schlafplatz mal wieder in mein Bett umdisponiert, da wir am Nachmittag sowieso gemeinsam zum Training gefahren wären. Dementsprechend verbrachten wir in der laufenden Woche, geradezu die fünfte Nacht unter einer Decke und das würde mit Sicherheit nicht die letzte bleiben.

,,Hey.", grummelte Timo in meinen Nacken und kurz darauf vernahm ich seine warme Brust an meinem Rücken, während sich sein Arm um meinen Oberkörper schlang und mich eng an sich schob. Sofort legte sich ein leichtes Lächeln auf meine Lippen und ich schnaubte genüsslich aus meiner Nase aus. ,,Ist da wohl noch jemand müde?", seine Stimme war unheimlich rau, nahezu erotisch, woraufhin sich eine Gänsehaut, wie eine zweite Decke, über mich legte. Ich brummte erneut auf und drehte mich einmal in seinem Arm auf die andere Seite, um mich an seine starke, muskulöse Brust zu verdrücken. ,,Morgen...", hauchte ich mit geschlossen Augenlidern und genoss die sorgenlose Ruhe, welche uns liebevoll umhüllte. ,,Haben wir noch Zeit?", wollte ich von Timo wissen und hoffte inständig, dass sich meine Frage bewahrheitete. ,,Wir haben noch gute drei Stunden zum Kuscheln, also keine Hektik." Erleichtert seufzte ich aus und lauschte schließlich den Herzschlag meines besten Freundes, bevor ich ein weiteres Mal an diesem Morgen wegfiel.

,,Raus aus den Federn, Kai.", hörte ich weit entfernt Timo's Rufen, tastete dennoch suchend neben mich. Leider wurde ich enttäuscht und fand keinen Timo auf der zweiten Betthälfte. Mir wurde urplötzlich kalt, da sonst er bei jedem Aufwachen meine private Heizung war und ich nun improvisieren musste. ,,Kai?!", schallte es in mein Ohr und mir wurde tatsächlich klarer. ,,Mmh..." Timo war auf dem Weg zu mir ins zweite Stockwerk und betrat zaghaft das Schlafzimmer. Meine Augen waren zu Schlitzen geformt und ich sah, wie er sich vor die Bettkante hockte. Wohlig schnurrte ich, als Timo mir durch meine dunkle, zerzauste Mähne strich und lehnte mich zu ihm vor. ,,Los, raus jetzt.", lachte Timo, doch ich machte keine Anstalten seine Aufforderung zu befolgen. ,,Kai, wir haben in einer dreiviertel Stunde Training.", deutete er mich darauf hin und missmutig stemmte ich mich nun doch auf. ,,Na also. Geht doch.", triumphierte der Blonde und verschwand, genauso schnell wie er erschienen war, aus meiner Sichtweite.

,,Dankeschön.", kommentierte ich seinen Abgang und fuhr mir mit der Hand durchs Gesicht, während ich nachfolgend gähnte. Wie ich es hasste, wenn er meine Nähe verließ. Also erhob ich mich von meiner Matratze und begab mich ins nächstgelegene Badezimmer. Ich entschied mich dazu, direkt in meinen Trainingsanzug zu schlüpfen und föhnte zum Abschluss noch meine Haare in eine Richtung. Daraufhin machte ich mich in meine Küche und setzte mich an den gedeckten Frühstückstisch, an welchem Timo geduldig wartete und mich von oben bis unten durchforschte, als ich den Raum betrat. ,,Da bist du ja endlich. Ich warte schon zwei Stunden auf dich.", zog Timo mich auf, als ich nach dem Kaffee griff. ,,Da hättest du mich früher wecken müssen.", konterte ich und reichte ihm grinsend die Kanne. Er sagte nichts, sondern ließ mich unsere kleine Diskussion gewinnen. Wir speisten zufrieden zu Ende, räumten gemeinsam das schmutzige Geschirr in die Spülmaschine und schlugen im Anschluss den Weg zum Trainingsgelände ein.

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