Phil Foden x Jadon Sancho

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Anmerkung: Ist aus der Sicht eines Teamkollegen von deren Nationalmannschaft geschrieben.

(PoV Mason Mount)

Skeptisch wanderte mein Blick zur gegenüberliegenden Couch, wo Jadon Phil in einen Kuss verwickelte. Der City-Spieler erwiderte sofort und ich konnte ein kleines Lächeln auf seinen Lippen erkennen. Jadon legte seine Arme um Phils schmalen Körper und zog ihn näher an sich. Dieser intensivierte den Kuss und ließ seine Hände in Jadons Nacken gleiten. Declan neben mir grunzte belustigt auf, doch mir war diese Situation nicht ganz so Geheuer wie ihm und hatte somit auch keinen Grund zum Lachen. Wir vier saßen in einem versteckten, aber gemütlichen, Bereich der Lobby in unserem Teamhotel. Es war bereits abends, weswegen wir unsere Freizeit gestalten konnten, wie wir wollten und deshalb hatten Declan, Phil, Jadon und ich uns zu einer Plauderrunde verabredet. Der Abend war bislang sehr angenehm verlaufen und sogar mit Jadon hatte ich mich besser als zuvor unterhalten können. Denn an normalen Tagen redeten Jadon und ich selten oder nur, wenn es notwendig war. Meine Einstellung gegenüber ihm war ohnehin widerstrebend und unsere Charaktere konnten sich ebenfalls nicht gleich messen. Daher würde eine freundschaftliche Ebene wohl nie in Frage kommen. Ganz im Gegensatz zu Phil. Wir kannten uns schon seit der Jugend, waren zu sehr guten Freunden zusammengewachsen und es war nahezu undenkbar, dass sich dies irgendwann einmal ändern würde. Wir vertrauten uns gegenseitig, hatten für den jeweils anderen stets ein offenes Ohr, kannten die Sorgen und Anliegen des anderen und gaben uns gegenseitig Halt, wenn dieser gebraucht wurde. Kurz gesagt - Phil war der perfekte Kumpel. Ein zuverlässiger, vertrauenswürdiger und warmherziger Mensch. Jadon jedoch, war das komplette Gegenteil zu ihm. Aber wie pflegte man zu sagen? Gegensätze zogen sich an.

Vermutlich mochte Jadon auch seine sensiblen und liebevollen Seiten an sich haben, wenn man ihn näher kannte. Aber was ich von ihm hörte, war meistens Negatives und etwas, wovor ich große Angst hatte. Nicht um mich hatte ich Angst, sondern um Phil. Ich wusste, dass er Jadon liebte und jedes Risiko für diesen eingehen würde. Er hatte Jadon fest in sein Herz geschlossen, verehrte ihn und wollte ihn nie mehr missen. Phil war sehr naiv, wenn es um Jadon ging. Diese Fakten waren nicht bloß vom heiteren Himmel gegriffen, sondern da steckte leider die bittere Wahrheit dahinter. Denn mein langjähriger Kumpel hatte mir einiges über seinen Freund erzählt, was nahezu jede Theorie und Gerüchte, die herum erzählt wurden, bestätigten. Seit der ehemalige Dortmunder seinen Vertrag für United unterschrieben hatte, hatte er bei Phil ein Dach über den Kopf bekommen. Phil hatte dies als gute Gelegenheit angesehen, endlich gemeinsam mit seinem Freund zu wohnen und hatte ihm diese Chance angeboten. Als Phil mir das gestanden hatte, hätte ich ihm für seine Dummheit am liebsten den Kopf umdrehen können. Denn bei Jadon mangelte es sicherlich nicht an Geld für ein eigenes Haus und wenn sich die beiden sehen wollten, dann hätten sie sich wohl an freien Tagen gegenseitig einladen können. Es hätte zumindest beiden besser getan, wenn sie sich nicht ständig auf die Pelle rückten. Es kam nämlich häufig vor, dass mich Phil nachts anrief und sich Sorgen um Jadon machte, da er nicht zur angekündigten Uhrzeit zu Hause erschienen war. Meistens kam Jadon am frühen Morgen zurück, woraufhin Phil ihn darauf ansprach, es aber in Streit ausartete. Auch, wenn Jadon ihm sagte, er würde sich mit Freunden treffen, wusste ich, dass es eine dreiste Lüge von ihm war. Er verbrachte gerne seine Nächte bei anderen im Bett und suchte Abwechslung in seinem Leben. Jeder seiner Teamkollegen wusste davon, so auch ich. Deshalb versuchte ich ständig, Phil die rosarote Brille abzusetzen und ihm die Wahrheit über Jadon klarzumachen. Aber er stritt meine Worte nur ab und verneinte jede meiner Aussagen, wenn ich ihn von der Realität überzeugen wollte.

,,Mason? Hey, bist du noch bei uns?" Declan stieß mir seinen Ellenbogen an meinen Oberarm, wodurch er meine Aufmerksamkeit erlangte. Verdutzt und mit schmerzendem Arm, musterte ich ihn, anschließend glitt mein Blick zurück zu Phil und Jadon. Sie hatten sich mittlerweile von den Lippen des anderen gelöst. Phil sein Kopf war nun an Jadons Schulter angelehnt, wobei er zufrieden lächelte. Jadon hatte seinen Arm um Phils Rücken geschlungen, währenddem er seinen Blick auf sein Handy heftete. Wenn man die beiden so betrachtete, würde man denken, sie führten eine Beziehung wie im Bilderbuch. Jadon konnte so hinterlistig sein, es machte mich wütend und ließ mich allmählich verzweifeln, da ich nicht mehr wusste, wie ich Phil hinters Licht führen konnte. Auf einmal seufzte Jadon, zog seinen Arm um Phil zurück und schaltete den Bildschirm seines Smartphones aus. ,,Ich gehe hoch zu Marcus und Raheem. Sie spielen 'ne Runde Fifa.", teilte er uns sein Vorhaben mit und stand von dem Sofa auf. ,,Okay.", meinte Phil. Ich beobachtete, wie seine Augen die von Jadon suchten, diese aber nicht fand. Als Jadon den Lobby-Bereich verließ, verschwand sein Lächeln, welches er bis eben noch ausgestrahlt hatte. Nun funkte Traurigkeit, aber auch Verständnis darin. Die Stimmung trübte sich von einer auf die andere Sekunde und die Stille, die zwischen Declan, Phil und mir herrschte, wurde unerträglich.

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