Achraf Hakimi x Mahmoud Dahoud

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(PoV Mo)

,,Ich finde es schade, dass Mario wechseln wird.", durchbrach ich die Stille zwischen Achraf und mir. Achraf, welcher auf meinem Oberkörper lag, brummte nur zustimmend und vergrub seinen Kopf tiefer in meiner Brust. Seufzend schloss er seine Augen und ich ließ meine linke Hand in seine Haare gleiten. Mit einem etwas besorgniserregendem Gefühl, schaute ich zu Achraf hinab. ,,Alles in Ordnung, Baby?", harkte ich nach und fuhr mit meinem Finger sanft seine Gesichtskonturen nach. ,,Natürlich. Du bist doch bei mir.", hauchte er, während seine Mundwinkel kurz nach oben zuckten.

Ich musste lächeln. ,,Du bist süß. Aber warum heute so still? So kenne ich dich gar nicht.", merkte ich an. ,,Ach nichts. Mach dir keine Sorgen, Mo.", stritt mein Freund ab, doch da ich ein Mensch war, der nicht nachgab, löcherte ich weiter: ,,Ich mache mir aber Sorgen. Sieh mal, du kannst mir alles anvertrauen, dafür hat man schließlich einen Partner." Achraf stieß einen lauten Atemzug aus und richtete sich auf, um mir besser ins Gesicht schauen zu können. ,,Mo, mir geht es gut...", begann er, nun setzte ich mich ebenfalls in eine aufrechte Position.

,,Was ist dann los?", mein Unterton war ruhig und einfühlsam, jedoch schien Achraf den Tränen nahe zu sein. ,,Ich habe Angst, dass wir uns, wie Marco und Mario verlieren.", gestand er mir, während sich Tränen in seinen Augen anstauten, weswegen der Marokkaner seinen Kopf wegdrehte. Sofort rutschte ich an Achraf heran und nahm ihn in meine Arme. ,,Hey, sshh... Wieso sollten wir uns denn verlieren? Marco und Mario finden bestimmt wieder zusammen, es ist nur, weil Mario uns verlässt und damit kommt Marco nicht klar. Aber wir haben uns und sind doch glücklich." Achraf schniefte leise und wischte sich mit dem Handrücken über seine Wangen. ,,Ich weiß, Mo. Aber was ist, wenn etwas dazwischen kommt u-und..", schluchzend brach er den Satz ab und ich zog näher an mich.

,,Dann werden wir auch das schaffen, genauso, wie wir alles andere schon geschafft und überstanden haben.", flüsterte ich gegen seine Schläfe und hauchte ihm einen Kuss auf diese. ,,Du hast ja recht. Ich liebe dich.", immernoch weinend, verband er seine Lippen mit meinen. Jedoch spürte ich, dass Achraf weiterhin etwas auf dem Herzen lag, er es nur nicht über die Lippen brachte, dies auszusprechen. Ich beließ es für's Erste dabei, da ich die Situation nicht überstürzen wollte und letztendlich alles in Streit ausartete. Abrupt löste ich mich von dem Jüngeren, welcher mir daraufhin verdutzt nachsah.

,,Bin gleich wieder da!", warf ich beiläufig ein und sprintete die Treppe hoch in unser Schlafzimmer. Dort öffnete ich den monströsen Kleiderschrank und kramte die unterste Schublade durch, um eine rote Schachtel, mit einer viel zu großen Schleife, hervorzuholen. Endlich gefunden, schob ich die Schiebetür wieder zu und machte mich auf den Weg zu Achraf. Dieser saß in sein Handy vertieft in den vielen Kissen und Decken unserer Couch.

Leise schlich ich mich von hinten an ihn und hielt ihm mit meiner rechten Hand die Augen zu. Erschrocken schreckte er auf, schaltete dann sein Smartphone aus und grinste: ,,Mooo! Das war nicht lustig!", was mich gleichermaßen auflachen ließ. Mit einem Satz sprang ich über die Sofalehne, sodass ich neben dem Abwehrspieler Platz fand. ,,Alles Gute zum Jahrestag, Darling.", sagte ich und überreichte ihm das kleine Geschenk. ,,Oh, Mo.. Das wäre nicht nötig gewesen. Nun fühle ich mich schlecht, da ich nichts hab.", schuldbewusst und eher widerwillig nahm er das Present entgegen. Wir hatten uns zwar darauf geeinigt, keine teuren Geschenke dem jeweils anderen zu überreichen, deshalb war ich auch alles andere als böse auf ihn. Aber ich hatte dennoch das Verlangen gehabt, ihm eine Freude an unserem gemeinsamen Tag zu bereiten.

Das hatte ich zumindest gehofft. ,,Das macht doch nichts. Ich hab dich und das ist alles, was ich brauche. Aber jetzt mach endlich auf, sonst sterbe ich vor Aufregung.", bat ich ihn ungeduldig, woraufhin er meinem Wunsch nachging. Behutsam entknotete Achraf die Schleife und öffnete den Deckel der Schachtel. Vorsichtig nahm er die zwei Karten heraus und betrachtete diese. ,,Oh.. Mein Gott. Woher weißt du, dass ich schon immer da hin wollte?", ungläubig starrte er auf die zwei Flugtickets. ,,Bei unserem ersten Date hast du mir verraten, wie gerne du mal auf die Bahamas fliegen möchtest.", erinnerte ich mich an das Gespräch vor knapp einem Jahr. ,,Danke..", murmelte er und eine Träne tropfte auf sein Bein, während er sich zu mir beugte, um einen Kuss auf meine Lippen zu drücken.

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