Antoine Griezmann x Lucas Hernández/Theo Hernández

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(PoV Antoine)

Mit einem fröhlichen Lächeln auf den Lippen, zog ich Theo in eine freundliche Umarmung. Er sah wirklich sehr gut aus; mit den, blonden Spitzen seiner Haare, seinem herzlichen Lächeln und dem lässigen Stil seiner Kleidung. Es passte perfekt zu ihm. ,,Wie geht's dir? Wo hat sich eigentlich Lucas versteckt?", fiel ich sofort mit der Tür ins Haus und warf einen Blick über Theo's Schulter, in der Hoffnung, eine Spur von meinem Freund zu entdecken. Doch da war keine, was mich stutzig machte. Sollte er nicht bereits mit Kingsley hier in unserem Quartier in Clairefontaine sein? ,,Oh... Wusstest du nicht, dass Lucas nicht nominiert wurde?", fragte Theo unsicher nach, wodurch er meine Aufmerksamkeit erlang. ,,Was? Wie? Wieso?", bekam ich nur stammelnd auf die Reihe und war maßgeblich verblüfft über seine Antwort. ,,Er ist noch nicht hundert Prozent fit. Hat er dir das nicht gesagt?", erklärte mir Theo, der sich auf eine gemütliche kleine Couch fallen ließ. Resigniert setzte ich mich neben ihn, wobei mir die Enttäuschung vermutlich ins Gesicht geschrieben stand. Die Länderspiel Pause, war für Lucas und mich schon immer die beste Gelegenheit gewesen, uns zu sehen und Zeit miteinander zu verbringen. Dabei hatten wir meistens das Glück, dass wir beide nominiert wurden und uns ein Zimmer teilen konnten. Und jetzt sollte dieses Ritual zu Ende sein?

Vielleicht dachte ich zu dramatisch, aber ich konnte mir nicht vorstellen, diese zwei Wochen nicht mit Lucas in einem Bett zu schlafen. Wer sollte denn nun mit mir einen Raum teilen? ,,Anto? Stimmt was nicht?", hakte Theo vorsichtig nach und durchlöcherte mich innig mit seinem besorgniserregten Blick, während er eine Hand auf meine Schulter platzierte. Erschrocken schnellte mein Kopf zu ihm und für einen kurzen Moment dachte ich, in die Augen von Lucas zu blicken. In seine traumhaft schönen, braunen Augen, die wie zwei der hellsten Sterne am Himmel glänzten. Kurz hatte ich das Gefühl, er säße hier neben mir. Aber ich wurde zu meinem Pech enttäuscht, denn dort saß nur Theo, sein Bruder. ,,Er wird sicher beim nächsten Mal wieder dabei sein. Mach dir keinen Kopf, ihm geht's gut." Scheinbar hatte Theo bemerkt, dass ich nachdenklich wurde, wodurch er mich mit zuversichtlichen Worten aufzuheitern versuchte. ,,Mh.", brummte ich, automatisch sprang mein rechter Mundwinkel nach oben, um ihm zu versichern, dass ich Lucas' Abwesenheit akzeptierte. Was natürlich die größte Lüge war. Aber das musste er ja nicht wissen. ,,Gut.", sagte Theo und erwiderte zufrieden mein gefälschtes Lächeln, welches bei ihm so echt wirkte. ,,Na komm, lass uns die anderen begrüßen.", meinte er geschäftsmäßig und erhob sich schwungvoll von dem Sofa.

Als die Zimmereinteilung erfolgte, fanden sich viele der Spieler wie Magneten zusammen. Schließlich waren es nur noch wenige, die sich etwas hilflos und einsam nach einem freien Zimmerpartner umsahen. Dies waren neu Nominierte oder welche, deren ursprünglicher Kumpane nicht anwesend war. Ebenso erging es mir diesmal. Jedoch kam im nächsten Augenblick jemand auf mich zugelaufen, den ich nicht erwartet hatte. ,,Wie ich sehe, hast du noch keinen Zimmerpartner?", fasste Theo verschmitzt auf und spielte nervös an dem Reißverschluss seiner Jacke. ,,Ja, sieht so aus.", antwortete ich und wusste, was als nächstes kommen würde. ,,Wollen wir zusammen in eins?" Ich musste leicht lachen, da es die Standartfrage bei solchen Treffen war, aber ich nickte. ,,Gerne." Theos Lippen zierten sofort ein breites Grinsen und er schnappte sich eine der Schlüsselkarten, die auf dem Rezeptionstresen lagen. ,,Zimmer 215.", sagte Theo laut denkend, griff nach seinem Gepäck und machte sich auf die Suche zur eben genannten Nummer. Ein wenig überfordert, schulterte ich ebenfalls meinen Rucksack und zog meinen Koffer hinter mir her, während ich Theo vertraute und ihm blind nachlief.

Lucas war auch immer motiviert und aufgeregt, unser Zimmer zu beziehen. Er hatte sich meistens als Erster den Schlüssel geholt, da er unbedingt das Zimmer mit dem schönsten Ausblick und der gemütlichsten Matratze haben wollte. Dabei hatte ich ihm immer weiß machen wollen, dass es weder ein Zimmer mit schönstem Ausblick noch eines mit behaglichster Matratze gab. Als dies erledigt war, galoppierte er zielstrebig vor mir her, während ich nur langsam, mit meinem Mate-Tee hinterher trottete. Als ich am Zimmer angekommen war, hatte er bereits seinen Koffer geleert und alles sauber und ordentlich in einen kleinen Schrank, welcher in die Wand gesetzt worden war, verstaut. Auch seine Kulturtasche stand auf der Ablage, in der Mitte der zwei Waschbecken im Badezimmer. Wenn schönes Wetter war, hatte er es sich meistens auf dem Balkon gemütlich gemacht, während ich nur, erschöpft von der Anreise, ins riesige Doppelbett gefallen war. Daher fand ich es umso skurriler, dass, als ich die, halb geöffnete, Tür zu Theos und meinem Zimmer aufstieß, ebenfalls der Koffer meines Teamkollegen akkurat unter einem Tisch, auf welchem der Fernseher Platz fand, untergebracht war. Jegliche Kleidung und Hygieneartikel befanden sich an Ort und Stelle, nur Theo war nicht zu finden. Dieser lehnte locker an der Brüstung des Balkons und starrte in die Ferne.

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