Jack Grealish x Phil Foden

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(PoV Jack)

,,Honey? Könntest du die Wäsche im Bad zusammenlegen, bevor John und Kyle kommen? Ich schaffe das vermutlich nicht mehr.", rief ich durch das Apartment von Phil und mir, welches wir uns, kurz nach meinem Wechsel zu Manchester, gekauft hatten. Im Augenblick stand ich in der Küche und bereitete das Essen für heute Abend vor. Jedoch hatte ich nur noch knappe zwei Stunden und müsste mich in dieser Zeit noch duschen, im Wohnzimmer Staub wischen, Knabbereien aus dem Keller besorgen und nunmal das Abendessen anrichten. Daher stand ich momentan unter Hochspannung und hatte deswegen die Hoffnung auf Phil, der das ein oder andere für mich erledigen könnte. Doch dieser meldete sich nicht, geschweige denn ließ sich bei mir blicken. Genervt seufzte ich und legte den Löffel auf einen kleinen Teller. ,,Phil?!", machte ich mich nun lauter bemerkbar und tatsächlich hörte ich, wie Angesprochener die Treppenstufen nach unten galoppierte. ,,Was ist los?", fragte er und ließ seinen Blick über all die dampfenden Töpfe und Küchengeräte gleiten. Phil befand sich bereits in seiner frischen Kleidung, hatte allerdings sein Handy sowie seinen Autoschlüssel in den Händen. ,,Du bist schon fertig? Wohin willst du mit dem Autoschlüssel? Wir haben doch vereinbart, dass Kyle und John uns besuchen.", wollte ich perplex wissen. ,,Jack... Ich glaube, das wird doch nichts. Ich muss jetzt dringend los.", sagte Phil in Eile und verschwand sogleich im Flur, um in seine Schuhe zu springen und sich die Jacke überzuwerfen. Verdutzt war ich einige Sekunden lang am Boden kleben geblieben, doch raffte mich rechtzeitig zusammen. ,,Das kann jetzt nicht dein Ernst sein! Es steht doch schon seit einer Woche fest, dass die beiden zu uns kommen wollen! Du kannst nicht einfach gehen, außerdem hättest du mir eigentlich bei den Vorbereitungen helfen sollen!", belehrte ich meinen Freund, der hastig nach dem Wohnungsschlüssel, in einer kleinen Holzschale auf der Kommode, suchte. ,,Tut mir leid. Dann müssen wir das halt verschieben. Aber ich habe gerade wirklich keine Zeit mehr. Bis dann." ,,Phil! Hey, warte-" Er riss die Tür auf und schlug sie mit einem ohrenbetäubenden Knall hinter sich zu.

Was war das denn bitte gewesen? Nach wie vor verwirrt, schlürfte ich zurück in die Küche, wo ich gerade noch das Wasser für den Reis vor dem Überkochen retten konnte. Den Herd schaltete ich vorerst aus und lehnte mich anschließend, mit einem Glas Leitungswasser, an die Theke. Es war nicht so, dass es das erste Mal war, dass Phil plötzlich einen Termin hatte oder in Eile war. In den letzten fünf Wochen wurde dies allmählich zur Tradition, wobei ich nie wusste, wohin er so schnell verschwand. Nie bekam ich Auskunft darüber, wann er ging oder welche Uhrzeit er wieder zurück sein würde. Es machte mich mehr zu schaffen, als ich zugeben mochte. Aber wenn dein Partner ständig unangekündigt die Flucht suchte, machten sich irgendwann Sorgen breit - ob man es wollte oder nicht. Daher machte ich mir in den letzten Tagen ernsthafte Gedanken über Phil, denn es könnte alles sein. Vermutlich musste er nur zu seinen Eltern und ihnen dort helfen, aber vielleicht verbarg er mir auch Wichtigeres, wie dass er eine neue Beziehung gefunden hatte, in dieser glücklicher war, als mit mir und mich nicht mehr liebte. Wenn ich darüber intensiver nachdachte, bekam ich Bauchschmerzen und meine Atmung verlief flacher. Ich liebte Phil und ein Leben ohne ihn wäre für mich nur schwer vorstellbar, denn die Beziehung mit Phil war mit Abstand die beste, die ich jemals geführt hatte. Außerdem konnte er mir sagen, was ihm auf dem Herzen lag und wir hätten gemeinsam eine Lösung gefunden. Aber wenn er nicht reden wollte, wusste ich auch nicht, wie ich meinen Freund unterstützen konnte. Es war der Anfang eines komplizierten, nahezu unlösbarem, Rätsels. Ich wusste nicht, wo ich beginnen sollte, noch wie ich Phil endlich zum Sprechen anregen konnte oder wie ich ihm helfen sollte. Es war wie als würde man in einem riesigen Labyrinth stehen, welches weder Eingang noch Ausgang hatte. Es machte mich wahnsinnig.

Mein leeres Glas stellte ich auf die Arbeitsplatte und fixierte die Couch im Wohnzimmer, auf welche ich mich erschöpft niederließ. Seufzend schloss ich meine Augen und atmete einige Male tief durch. Trotz dessen, dass Phil nicht mehr da war und somit unser gemeinsamer Abend mit John und Kyle ins Wasser gefallen war, sagte ich den beiden nicht ab. Zwar hatte ich nun keine Lust mehr auf Essen kochen, aber dann musste halt der Lieferant seinen Herd anschmeißen. Nicht einmal fürs Duschen konnte ich mich motivieren. Aber ich brauchte eine Person, der ich meine Plagen anvertrauen konnte und welche Menschen würden sich dazu besser eignen, als meine zwei Teamkollegen. Sie waren schon seit etlichen Jahren in einer Beziehung, in der es ebenfalls ab und zu Kommunikationsprobleme gab, aber sie hatten bisher alles miteinander klären können und würden deswegen auch einen Rat für mich übrig haben. Nachdem ich den Ton meiner Klingel aufhellen hörte, hastete ich zur Wohnungstür, wo ich sofort den Türöffner betätigte. Da die Wohnung von Phil und mir in der letzten Etage lag, dauerte es einige Sekunden, bis meine Gäste oben waren. Doch bald sah ich John, der, mit Kyle im Schlepptau, um die letzte Ecke bog. ,,Diese Treppen machen mir immer wieder zu schaffen! Hätten die hier nicht einen Fahrstuhl einbauen können?", keuchte Kyle, woraufhin ich kurz auflachte. John zog mich währenddessen in eine begrüßende Umarmung. ,,Du bist Profisportler, Kyle. Für dich sollte sowas ein Katzensprung sein.", gluckste John. Als Kyle endlich angekommen war, schlug ich mit ihm ein, bevor er sich die Schuhe auszog. John war bereits nach drinnen marschiert und legte dort seine Jacke ab.

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