Jude Bellingham x Giovanni Reyna

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(PoV Gio)

,,Auf Wiedersehen, Gio. Ich liebe dich und das werde ich immer tun. Vergiss das bitte nie.", hatte er gesagt, als er die Haustür, unserer gemeinsamen Wohnung in Dortmund, hinter sich geschlossen hatte und mich einsam und allein hinter dieser hat stehen lassen. Dies waren seine letzten Worte gewesen, bevor er sein altes Leben - und damit auch mich - abgehakt hatte.

Nichts weiter als Schmerzen und Kummer hatte er mir zurückgelassen. Keinen Hoodie, in welchen ich mich abends kuscheln konnte, wenn mich die Trauer übermannte. Keine Bilder, die ich anschauen konnte, wenn ich Sehnsucht nach ihm hatte. Und nicht einmal einen Abschiedskuss hatte er mir auf die Lippen gedrückt, welcher den Abschied vermutlich noch schlimmer gemacht hätte, aber ich somit die Bestätigung für seine letzten Silben gehabt hätte.

Es war keine schlechte Trennung gewesen, denn wir hatten uns weder gestritten noch hatten wir das Gefühl gehabt, dass es zwischen uns nicht mehr gepasst hat. Wir hatten uns bis zum letzten Tag seiner Abreise geliebt. Zwar hatte mir Erling versprochen, dass er mich weiterhin lieben würde und nicht vergaß, doch bereits jetzt - einen Monat nach seinem Wechsel zu Manchester City - wusste ich, dass sein Versprechen nur leeres Geschwätz gewesen war. Und genau jener war es, der mir momentan den Boden unter den Füßen wegriss.

,,Hey, Gio!", hörte ich eine sanfte Stimme neben mir, woraufhin ich dennoch erschrocken zusammenzuckte. Sofort verbannte ich meine vorherigen Gedanken aus meinem Kopf, um Jude meine Aufmerksamkeit zu schenken.

,,Was ist?", wollte ich leicht lächelnd von ihm wissen, während ich mir meine Fußballschuhe von den Füßen zog. ,,Über was denkst du nach?", hakte der junge Engländer fürsorglich nach, was mir auf Knopfdruck Tränen in die Augen trieb.

Den Kloß in meinem Hals versuchte ich bestmöglich zu ignorieren, als ich ihm antworte: ,,Nichts. Alles gut.", und unmerklich tief ein- und wieder ausatmete. Musste Jude denn unbedingt jetzt ein Gespräch über meinen mentalen Zustand führen? Konnte er nicht warten, bis wir alleine in der Kabine waren? Das letzte, was ich in dieser Situation gebrauchen konnte war der Mitleid meiner Teamkollegen.

,,Schon klar. Wenn alles gut wäre, würdest du nicht aussehen, als wenn du jeden Augenblick anfangen würdest zu weinen.", meinte Jude in leisem, sorgenvollem Ton und beobachtete dabei jede meiner Bewegungen explizit.

Dies veranlasste mich dazu, mit meinen Tränen zu kämpfen, weshalb ich anstrengend meinen Kiefer zusammenbiss. Während ich meine Schuhe in der Trainingstasche verstaute sowie mich nach meinen letzten Utensilien umschaute, ging ich dem Augenpaar von Jude konstant aus dem Weg. Denn fest stand, wenn ich diesem begegnen würde, würde ich endgültig die Fassung über mich selbst verlieren.

,,Gio..." Jude seufzte ungeduldig auf, als er bemerkte, dass ich ihn missachtete. ,,Gio, bitte, ich mache mir Sorgen um dich. Du bist schon-" Barsch wirbelte ich zu Jude um, stierte ihm nun doch in die braunen, unschuldigen Teddyaugen. ,,Jude, ich will nicht darüber reden, okay? Ich kann es einfach nicht. Zumindest nicht hier." Am Ende des Satzes senkte ich meine Stimme, da ich die neugierigen Blicke von Karim und Nico auf uns spürte, die zwei Plätze entfernt saßen.

Verstehend nickte mein Kumpel. ,,Okay... Wollen wir uns vielleicht treffen? Dann kannst du mir in Ruhe erzählen, was dich so fertig macht." Mit glasigen Augen zwang ich mir ein Lächeln auf die Lippen. ,,Gerne.", stimmte ich seinem Vorschlag zu. ,,Gut. Ehm... Wie wäre es, wenn ich nachher, um neunzehn Uhr, zu dir komme? Da musst du nicht nachts nach Hause fahren.", schlug Jude vor, wobei ich ihm dankbar war, dass er den Weg auf sich nehmen wollte. ,,Okay.", kam es etwas schüchtern von mir, was ihn traurig lächeln ließ und mir dieser Anblick einen Stich ins Herz verpasste.

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