Sergio Ramos x Cristiano Ronaldo

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Für painoton💕

(PoV Cristiano)

,,Och, was ist denn das für 'ne Scheiße hier?!", hörte ich die motzende Stimme von Sergio zu mir ins Schlafzimmer hallen. ,,Alles gut bei dir, Babe?", erkundigte ich mich bei meinem Freund, währenddessen ich meine Krawatte in die richtige Form brachte. Doch eine Antwort bekam ich nicht. Nur einen entnervten Laut, der sich für mich, wie ein Hilfe Ruf anhörte. Mit einem Grinsen auf den Lippen, verließ ich das Zimmer und näherte mich dem Bad, in welchem ich Sergio vermutete. Dort fand ich ihn schließlich, mit roten Kopf und angespannten Gesichtszügen, auch vor.

Der Spanier war an dem Versuch ebenfalls seine Krawatte zu richten, wobei er kläglich scheiterte. Einige Minuten beobachtete ich noch genüsslich das Bild, welches mir geboten wurde, entschied mich dann aber dafür, Sergio nicht länger auf die Folter zu spannen. ,,Hör auf, Sese. Sonst kannst du das gute Stück gleich in den Müll werfen.", meinte ich kichernd und stellte mich unmittelbar hinter ihn. ,,Das hätte das blöde Teil auch verdient!", grummelte Sergio und riss sich die Krawatte ganz vom Hals. Ein belustigtes Lachen verließ meine Kehle und ich nahm ihm das Kleidungsstück aus der Hand.

Sanft drehte ich Sergio zu mir und legte ihm den Schlips um den Hals. Gekonnt Band ich diesen zu einer Schleife, strich ihn mit meiner rechten Hand klatt und knöpfte zum Schluss noch seinen obersten Knopf seines Sakkos zu. Währendem brannte Sergio's Blick ununterbrochen auf meinen Finger. ,,So, ist doch alles perfekt.", kommentierte ich und packte ihn an seiner Hüfte, sodass wir in die Augen des jeweils anderen sehen konnten. ,,Jaja, da spricht der Profi.", antwortete er darauf nur und Verband meine Lippen mit seinen und nuschelte ein Danke in den Kuss, den ich mit mehr Druck erwiderte.

,,Müssen wir da wirklich hin? Wir könnten es uns auch auf der Couch gemütlich machen oder auf ein Date gehen.", murrte Sergio, nachdem er sich von mir gelöst hatte. ,,Ja. Wir gehen da hin. Ob du willst oder nicht.", entschloss ich und warf selbst nochmals einen Blick in den riesigen Spiegel, um zu prüfen, ob alles sitzt. ,,Aber wieso denn?", wollte Sergio eine plausible Antwort und begutachtete mich im Spiegel weiter. ,,Weil du der Kapitän deiner Mannschaft bist.", erinnerte ich den Madrilene und wusch mir meine Hände. ,,Ja, aber-", setzte Sergio zum Protestieren an, doch ich unterbrach ihn. ,,Nichts aber! Einen Abend zu zweit können wir noch morgen oder übermorgen machen. Außerdem ist nicht mehr viel Zeit zum Diskutieren, sonst kommen wir zu spät.", beendete ich die kleine Auseinandersetzung und zog Sergio hinter mich aus dem Badezimmer.

Auf dem Weg zum Veranstaltungsort, herrschte zwischen uns Eiszeit, nur die Musik im Radio brachte die Stimmung zumindest ein bisschen zum Auftauen. Warum Sergio auch immer so ein Stinkstiefel sein musste! Als wir die große Halle der Gala betraten, waren schon etliche von Sergio's Mannschaft vor Ort. Vermutlich waren wir die Letzten, da ich niemanden erkannte der nicht fehlte, sogar die zweite Mannschaft und das Trainerteam von Real Madrid war vollzählig. Zudem hatte fast jeder eine Begleitung mit, egal ob Frauen, Kinder oder enge Freunde. Dadurch wurde der Raum noch befüllter und stickiger und vor allem unübersichtlicher. Aber es war schön, seine alten Mitspieler und Freunde nach langer Zeit zu begegnen und mit ihnen einen Abend zu verbringen.

,,Wir dachten schon, ihr kommt nicht mehr!", machte eine Stimme auf sich aufmerksam und ich wirbelte erschrocken zu ihr herum. ,,James!", quiekte ich laut auf und fiel dem Kolumbianer im nächsten Moment um den Hals. Lachend erwiderte er diese Umarmung und fragte leise an mein Ohr: ,,Was ist denn mit Sergio los?" Ich schälte mich wieder aus seinen Armen, während ich kurz zu meinem Freund schielte, welcher uns kritisch beobachtete. ,,Er ist schon den ganzen Tag schlecht gelaunt.", flüsterte ich James zu und stellte mich näher zu Sergio, um seine Hand mit meiner zu verschränken, damit ich ihm ein wenig die Eifersucht nahm. James nickte nur verstehend bevor er uns an einen runden Tisch, mit Blumen und Getränken gedeckt, führte.

An jenem saßen sehr gute Freunde von damals, wie Marcelo, Isco, Toni, Luka und Casemiro. Wir wurden herzlichst von allen Seiten begrüßt und nahmen schließlich auf den freien Stühlen Platz. Um uns herum tobten und spielten die Kinder, welche ab und zu an den ein oder anderen Stuhl rammten, was zugegebenermaßen wirklich unterhaltend war. Jedoch spürte ich, dass von Sergio alles andere als Belustigung und Gelassenheit ausgestrahlt wurde. Er saß weiterhin, wie ein Bock, auf seinem Platz und versuchte mit seinem Blick Löcher in die Tischdecke zu brennen.

Aus Versehen, stoß Ema, Luka's Tochter, an Sergio's Stuhl und schubste ihn somit ein wenig von diesem. Von Sergio ging ein wütendes Grummeln aus, welches sich anhörte, als wenn ein Hund kurz vorm Bellen war. Beruhigend legte ich meine Hand auf seinen Oberschenkel und lächelte ihm einmal zu. ,,So schlimm ist es doch nicht, Sese.", wisperte ich Sergio zu, doch er schenkte mir nur einen gelangweilten Blick von der Seite. ,,Jetzt hab dich doch nicht so. Vermies nicht jedem hier die Stimmung und beteilige dich mal an ein paar Gesprächen.", verlangte ich von ihm und klopfte mit meiner Hand leicht auf sein Bein. ,,Ich hab aber keine Lust, Gespräche zu führen.", äußerte er und stütze nun sein Ellenbogen auf dem Tisch ab und ließ seinen Kopf auf seine Handfläche sinken.

Ich seufzte bloß auf und wandte mich wieder meinen damaligen Teamkollegen zu. Irgendwann würde Sergio bestimmt auch einen Dialogpartner finden und nicht den ganzen Abend solch eine Grimasse ziehen. ,,Cris? Wann gibt es Essen?", wollte Sergio, mit monotoner Stimme, von mir wissen. ,,Dann, wenn es fertig ist.", gab ich nur zurück und zuckte mit den Schultern. ,,Aber ich hab jetzt Hunger.", kam es weiter von ihm. Fängt das jetzt an? Bitte nicht... ,,Sese, da musst du in der Küche nachfragen. Du wirst die paar Minuten wohl noch aushalten können.", wurde ich langsam genervter und nahm ein Schluck von meinem Wasser.

,,Wie spät ist es denn?", begann er seine Fragerei erneut und ich biss meine Backenzähne aufeinander, um nicht komplett die Fassung zu verlieren. ,,Keine Ahnung. Schau auf deine Uhr, dann weißt du es.", Marcelo, mit welchem ich zwischenzeitlich immer wieder neu die Unterhaltung starten musste, presste lachend seine Lippen aufeinander, während er uns amüsiert betrachtete. ,,Ich hab keine Uhr um.", teilte mir Sergio mit, doch ich tat so, als ich hätte ich ihn nicht verstanden. ,,Cris, wie spät ist es denn nun? Mein Magen knurrt.", keine Sekunde später, machte sich sein Magen bemerkbar und ich seufzte tief aus. ,,Wir haben es dreiviertel sechs.", blickte ich auf meine Armbanduhr und dachte, dass endlich Ruhe einkehren würde.

,,Das halte ich nicht aus, Cariño. Das Buffet wird erst frühestens um sieben eröffnet!", klagte der gebürtige Andalusier und fing an, mit meinem Ärmel zu spielen. ,,Sergio, du bist kein kleines Kind mehr! Reiß dich mal zusammen und verhalte dich wie ein normaler Erwachsener!", schnauzte ich meinen Partner an, wobei die Wut schon in mein Kopf stieß. ,,Es ist aber total langweilig hier.", stöhnte Sergio. Auf diesen Satz hatte ich gewartet. Verzweifelt legte ich meinen Kopf in den Nacken und schloss kurz meine Augen. Marcelo kicherte unbemerkt in seine Faust, um nicht zu riskieren, dass ich auch noch ihn auffraß.

,,Na schön. Wir holen dir in der Küche etwas zum Beißen, aber dann gibt's du endlich Ruhe.", schlug ich vor, woraufhin Sergio glücklich nickte. Somit machten wir uns auf den Weg in den Zubereitungsraum und bekamen tatsächlich ein ganzes Menü, welches wir zu unserem Tisch beförderten. ,,Lass es dir schmecken.", wünschte ich Sergio, welcher sich eine Serviette auf den Schoß legte. ,,Danke.", erwiderte er und hielt mir dankend seine Lippen entgegen. Ich gab ihm einen Kuss auf diese, bevor Sergio sein Besteck in die Hände nahm und ich mich nun entspannt mit den anderen weiter austauschen konnte.

,,Hat es dir geschmeckt?", fragte ich, nachdem Sergio seinen Mund abgetupft und Messer und Gabel ordentlich auf den leeren Teller abgelegt hatte. ,,Ja, sehr gut.", bestätigte er und lehnte sich gesättigt an seine Stuhllehne. Na also, ging doch. Von Sergio kam eine Weile nichts mehr, worüber ich ganz zufrieden war, was aber keines Falls böse klingen sollte. Denn, auch wenn ich es nicht unbedingt zugeben mochte, die nervige, kindliche Seite von Sergio war schon süß. ,,Mir ist immer noch langweilig, Cris.", erklang Sergio und rüttelete ungeduldig an meinem Unterarm. Einen jammernden Laut, konnte ich nicht unterdrücken und ich schaute hilfesuchend zu Toni und Marcelo, welche sich nur lachend den Bauch hielten. Das konnte ja noch ein langer Abend werden.

Tut mir leid, dass der Oneshot so spät kommt, ich wollte ihn eigentlich schon früher hochladen. 😅

Ich hoffe, er gefällt dir/euch trotzdem. 🥰

Über Feedback würde ich mich freuen. 🥰

Celina✨

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