Trent Alexander-Arnold x Kostas Tsimikas

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(PoV Trent)

,,Du kriegst mich niemals, Trent!", rief Kostas über seine Schulter, während er, wie von einer Tarantel gestochen, vor mir wegrannte. Diese Unterstellung wollte ich sofort niederschlagen, indem ich dem Griechen hinterher sprintete. Dieser war bereits etliche Meter von mir entfernt, weshalb ich Schnelligkeit aufnahm und versuchte, ihn mit meinem ausgestreckten rechten Arm zu fangen. Kreuz und quer rannten wir über den Trainingsplatz, behinderten dabei einige unserer Teamkameraden, die uns augenverdrehend nachsahen. Jürgen hatte das Training vor knapp fünf Minuten als beendet erklärt, wodurch wir uns diesen kleinen Spaß erlauben konnten. ,,Warst du schon immer so langsam?!", neckte mich Kostas, obwohl er bemerkt hatte, dass ich einiges an Distanz aufgeholt hatte und nur noch drei Armweiten hinter ihm war. ,,Na, warte!" Angespornt durch seine Worte, legte ich einen Gang zu. Kurz bevor ich ihn endgültig eingeholt hatte, streckte ich meinen Arm aus und wollte nach ihm greifen. Doch in diesem Moment hatte ich die Rechnung ohne Kostas gemacht, denn er änderte abrupt seine Richtung und sprang nach links. Somit griff ich ins Leere. Laut hörte ich ihn kichern, was mir ebenfalls ein belustigtes Grinsen auf das Gesicht zauberte, aber sogleich wieder verblasste, da ich schließlich noch eine Mission zu erledigen hatte. ,,Du bist zu langsam, Trent! Gib auf!", schallte Kostas' Stimme über das Gelände, woraufhin er lachte. In meinem Stolz beleidigt, sprintete ich mit all meiner Kraft auf ihn zu, kam ihm näher. Als er erneut zum Wenden ansetzte, rutschte er mit einem Fuß auf dem Rasen weg. Er landete direkt in meiner Laufbahn, doch ich konnte mein Tempo noch rechtzeitig kontrollieren, wodurch ich eine schmerzhafte Bekanntschaft mit dem Boden verhindern konnte. Dennoch stolperte ich über meine eigenen Füße und stürzte mit meinem ganzen Gewicht auf meinen Freund.

Sofort schnellte mein Kopf zu seinem Gesicht, um sicherzustellen, dass ich ihn nicht verletzt hatte. Aber als ich das breite Grinsen erkannte und sein bezauberndes Kichern wahrnahm, verschwanden die Sorgen genauso schnell, wie sie gekommen waren. Das Adrenalin schoss durch meine Adern und meine Atmung verlief flach, ebenso wie die von Kostas. Meine Lippen spiegelten sein köstliches Lächeln wider, wie meine Seele seine Glückseligkeit absorbierte. Ohne zu wissen, was ich tat, stützte ich meine Unterarme neben seinen Ohren ab und konnte nicht anders, als mich in seinen traumhaft schönen, braunen Augen zu verlieren. Wie gerne ich ihn jetzt küssen würde, seine warmen Lippen auf meinen spüren, meine Arme um seinen Körper schlingen, meine Fingerkuppen über jedes Stückchen seiner Haut fahren lassen. In Kostas' Blick sah ich exakt das selbe Verlangen, welches ich im Augenblick fühlte. Doch ich wusste, dass dies weder hier auf dem Platz noch in der Umkleidekabine umsetzbar war. Erst Zuhause, wenn wir uns sicher sein konnten, dass wir wirklich allein waren, konnten wir uns von den Zärtlichkeiten des jeweils anderen verführen lassen. Daher löste ich mich aus meiner Träumerei, blickte unsicher um uns und stieg schließlich von seiner Hüfte. Kostas wirkte urplötzlich etwas angeschlagen und bedrückt, dennoch nahm er leicht lächelnd meine rechte Hand entgegen, mit welcher ich ihm auf die Beine half.

,,Alles gut, Kostas?", hakte ich nach, als wir uns schweigend auf dem Weg zur Kabine gemacht und den Eingang zum Gebäude passiert hatten. ,,Ja, alles okay." Seine Mundwinkel zog er nach oben, als ich ihm einen seitlichen Blick zuwarf, jedoch fielen diese nach unten, sobald er seine Sicht wieder auf den Fußboden gerichtet hatte. ,,Hey", setzte ich an, hielt in meinem Gang inne und griff nach seinem Handgelenk. Kurz schaute ich mich um, stellte glücklicherweise fest, dass wir allein waren. ,,Du weißt, dass du mit mir reden kannst, wenn dich etwas belastet, ja?", fuhr ich fort, blickte dem Älteren tief in die Augen. Dieser nickte verstanden und wollte mir mit einem erneuten Lächeln verdeutlichen, dass ihm nichts auf dem Herzen lag. Sanft drückte ich seine Hand. ,,Möchtest du vielleicht noch mit zu mir kommen? Wir können uns Abendessen bestellen und einen Film schauen.", schlug ich vor, hoffte, dass ich meinen Freund damit aufmuntern konnte. ,,Gerne.", stimmte dieser zu, was mich ein wenig beruhigte. Wir setzten unseren Weg zur Kabine fort, jedoch nicht ohne, dass ich meine Hand aus Kostas seiner löste. Das Kribbeln und die Wärme, welche sich soeben noch in meinem Körper ausgebreitet hatten, klangen unmittelbar ab. Das einzige, was ich in diesem Moment brauchte, war die Nähe zu Kostas. Ich wollte nach Hause, mich an seine Brust kuscheln und seinem familiären Herzschlag lauschen.

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