Lionel Messi x Neymar Jr

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TW: Tod eines nahestehenden Menschen.

(PoV Neymar)

,,Ney? Soll ich dir auch einen Tee machen?", fragte mich Lionel, bevor er einen der Wandschränke in unserer Küche öffnete. Da sich das Wohnzimmer direkt neben der Küche befand, antwortete ich in normaler Lautstärke mit einem ,,Ja, gerne.", während ich ihm einen liebevollen Blick zuwarf, diesen aber anschließend wieder auf mein Smartphone richtete. Im Hintergrund hörte ich den Wasserkocher sprudeln, nebenbei stöberte ich durch einige Apps, bis ich auf eine Nachricht von WhatsApp aufmerksam wurde. Sogleich tippte ich auf die Mitteilung und las sie mir durch. Ich hoffe, ihr denkt morgen alle an meinen Geburtstag. 18 Uhr bei mir Zuhause. Genervt seufzte ich auf. Morgen war Kylians Geburtstag. Er hatte einige Familienmitglieder, private Freunde sowie Freunde aus anderen Clubs und die komplette Mannschaft von Paris Saint-Germain eingeladen, worunter nunmal auch Leo und ich zählten. Mir war bereits vor zwei Wochen, als Kylian bekannt gegeben hatte, dass er seinen Geburtstag mit hunderten von Menschen feiern wollte, die Lust auf diesen Tag vergangen. Dies lag nicht allein an der Tatsache, dass es laut, unübersichtlich und chaotisch werden würde, sondern besonders an dem Gastgeber selbst. Kylian und ich hatten uns vor etlichen Monaten getrennt. Für mich war es eine schwere, aber richtige Entscheidung gewesen. Ich hatte den Schlussstrich unter unserer Beziehung gezogen, da es in den letzten Wochen unserer gemeinsamen Zeit nur noch Unstimmigkeiten und Streits gegeben hatte. Kylian war von einen auf den anderen Tag seltsam geworden. Woran dies gelegen hatte, wusste ich bis heute nicht, doch zu diesem Zeitpunkt hatte mich diese Erkenntnis zerstört, wodurch ich letztendlich keinen anderen Ausweg gefunden hatte, als unsere Beziehung zu beenden. Daher war der Wechsel von Lionel nach Paris wie gerufen gekommen, welcher sofort gemerkt hatte, dass bei mir etwas faul gewesen war. Wie schon in Barcelona, war er ständig an meiner Seite gewesen, er hatte mir zugehört, wenn mich die Erinnerungen an Kylian eingeholt hatten und er hatte alles getan, damit ich aus diesem Loch von Liebeskummer wieder herauskam. Somit war es dann um uns geschehen und wir hatten nach jahrelanger Freundschaft, die Tür für eine feste Beziehung geöffnet.

Im Gegensatz zu Kylian und mir damals, war die Beziehung mit Leo kein Fehler. Jeden Tag liebte ich den Argentinier ein Stückchen mehr und meine Gedanken drehten sich ausschließlich um ihn. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass Kylian, wann immer er in meiner Nähe war, hinter mir her trauerte. Seine Blicke waren an manchen Tagen so intensiv und eindringlich, dass ich mich in seiner Gegenwart unwohl und eingeengt fühlte. Ich wusste nicht, ob er mit mir reden oder lediglich, wie jeder andere meines Teams, mit mir normal umgehen wollte. Ich wusste es einfach nicht. Und genau aus diesem Grund, würde ich alles tun, um nicht auf seine Party gehen zu müssen. Absagen und vortäuschen, ich hatte keine Zeit, war nicht bloß unhöflich, sondern auch unglaubwürdig und mittlerweile war es zu spät dafür. Dadurch blieb mir nichts anderes übrig. ,,Alles in Ordnung, Ney? Du siehst so beunruhigt aus." Leo kam mit zwei dampfenden Glastassen angeschlurft, welche er vorsichtig auf den Stubentisch platzierte. Lächelnd fing ich seinen argwöhnischen Blick ein, welchen er mir immer schenkte, wenn er sich Sorgen machte. ,,Ja, mach dir keinen Kopf.", beteuerte ich und stibizte mir einen dünnen Kuss von seinen Lippen, nachdem er sich gesetzt hatte. Nun musste er ebenfalls schmunzeln, was die Situation ein wenig auflockerte. Mein Kopf lag mittlerweile auf Leos Schoß, während ich die Serie im Fernseher verfolgte und Leo sich seine Benachrichtigungen durchlas. Seine linke Hand fuhr sanftmütig durch meine kurzen Haare, stoppte allerdings abrupt. ,,Oh, ich hab ganz vergessen, dass morgen Kylians Geburtstag ist.", meinte Leo. ,,Mmh.", brummte ich und spürte erneut das bedauerliche Gefühl in meinem Magen. Ich hörte Leo seufzen und spürte seine Augen auf mir brennen. ,,Wenn du da nicht hingehen möchtest, können wir ruhig zu Hause bleiben. Ich habe erhlich gesagt auch nicht das dringende Bedürfnis, auf diese Party zu gehen.", redete Leo auf mich ein, während ich von den Geschehnissen im TV gefesselt war. ,,Aber das wäre unhöflich, Leo.", argumentierte ich gegen seine Aussage. ,,Ich denke nicht, dass es ihn großartig kümmern würde, wenn zwei Personen mehr oder weniger dort auftauchen. Außerdem war er auch nicht auf deinem Geburtstag, wieso hat er es dann verdient, dass du zu seinem anwesend bist?" Lionel hatte recht, Kylian hatte es nicht verdient, dass weder Leo noch ich seiner Einladung nachgingen, doch mit meinem Gewissen konnte ich das nicht vereinbaren. ,,Nein, Leo, das können wir wirklich nicht bringen. Lass uns morgen einfach hingehen und wenn es einem von uns keinen Spaß mehr macht, dann gehen wir, okay?" Interessiert schaute ich zu ihm auf, erkannte einen unzufriedenen Ausdruck auf seinem Gesicht. Trotzdessen nickte er und erwiderte mit einem ,,Okay".

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