Philippe Coutinho x Roberto Firmino

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(Spielt noch zu der Zeit, als Philippe an Bayern ausgeliehen war.)

(PoV Roberto)

Auf dem Weg zum Hotel, fragte ich mich immer wieder, ob Phil schon am vereinbarten Treffpunkt war oder noch auf dem Hinflug von Deutschland nach Brasilien. Seitdem er von Liverpool weggewechselt war, sind wir uns nie mehr begegnet. Nur in der Nationalmannschaft oder auf Geburtstagen von gemeinsamen Freunden. Früher hatten wir durch unseren alten Verein regelmäßig Kontakt gehabt. Ich hatte dennoch die Hoffnung behalten, dass wir weiterhin unsere Freundschaft pflegten.

Nun ja, für ihn war es Freundschaft. Für mich war es viel mehr als das. Seit dem Tag, an dem wir uns kennengelernt hatten, haben wir uns blind verstanden und waren danach auch nicht zu trennen gewesen. Aber nach einem guten halben Jahr wurde mir klar, dass ich in meinen besten Freund verschossen war. Ich hatte Phil nie etwas von meinen Gefühlen anvertraut, auch meinen Freunden oder meiner Familie habe ich nichts von meinem Schwarm erzählt. Irgendwann musste ich es aber jemanden anvertrauen, das war mir klar.

Somit lief ich in den Lobby-Bereich, zu meinen Teamkollegen. Die meisten waren schon da außer die, die von Europa anreisten. Von weitem sah ich Thiago Silva, Marquinhos und Neymar, woraus ich schließen konnte, das sie einen früheren Flug genommen hatten. Denn eigentlich sollten die drei Pariser erst in zehn Stunden da sein. Philippe konnte ich allerdings nirgends fündig machen und begrüßte deshalb meine Freunde und das Trainerteam. ,,Ist Phil noch nicht da?", wollte ich von Ney wissen, nachdem wir uns kurz in den Arm genommen hatten. ,,Nein, aber ich denke, er wird jeden Moment kommen.", bestätigte mir der Stürmer mit einem Lächeln, woraufhin ich mich neben ihn schmiss.

Wir unterhielten uns noch eine Weile über unsere Vereine, Familien und andere Themen, bis Thiago rief: ,,Ahh, da ist ja unsere Trödelnase!" und schritt auf Philippe zu, der soeben den Eingang betreten hatte. Ney und Marqui sprangen ebenfalls auf, um unser Schlusslicht zu begrüßen. Sie führten Phil zu meinem Platz. Als er ankam stellte er seinen Koffer und Rucksack neben den restlichen Gepäck ab und nickte mir ein kleinlautes ,,Hey." zu, welches ich mit einem Nicken erwiderte.

Nach zehn Minuten durften wir schließlich unsere Zimmer beziehen, das wir uns mit einem Teamkollegen teilten. Aufgrund dessen, dass sich Phil mit Ney ein Zimmer teilte, erkundigte ich mich bei Thiago. Vorbildlich räumte ich zuerst meine Outfits aus und verstaute sie in die kleine Kommode unter dem Fernseher. Thiago jedoch, sprang auf das Doppelbett und machte es sich dort mit seinem Handy bequem. Nachdem ich fertig war, platzierte ich mich auf meine Hälfte des Bettes, schaltete den Fernseher ein und checkte währenddem meine Narichten.

,,Was ist eigentlich mit dir und Phil?", stellte mir Thiago plötzlich die Frage. Verdutzt sah ich zur Seite und fragte nur unwissend: ,,Was soll los sein?" Thiago war klar, dass ich genau wusste, was Thema war. ,,Jetzt tu' nicht so blöd, Bobby. Du weißt genau was ich meine." Ich war mir nicht sicher, ob ich ihm die Wahrheit sagen sollte. So lange hatte ich geschafft mir nichts anmerken zu lassen. Und ausgerechnet jetzt sollte sich dies ändern?

,,Thiago, da ist nichts. Wir haben halt nicht mehr so viel Kontakt wie vorher, aber das ist doch normal.", redete ich meinem Kumpel ein. ,,Ach so, aber vor ein paar Monaten wart ihr noch die dicksten Freunde und jetzt herrscht auf einmal Ruhestand? Du kannst mir ruhig sagen, was passiert ist.", er ließ wirklich nicht locker, typisch Thiago. ,,Es ist alles gut. Mir geht's bestens und Philippe auch. Passiert halt, dass man Freunde verliert. Irgendwann muss man sich von Dingen trennen, egal wie nah man ihnen gestanden hat.", sagte ich mit ein wenig Traurigkeit in der Stimme. ,,Aber du siehst nicht aus, als würde es dir bestens gehen.", gerade als ich zu einer Antwort ansetzen wollte, klopfte es an der Tür.

,,Ich geh.", lief ich zur Tür und öffnete sie. Vor mir stand Ney, hinter ihm Phil, der mich ausdruckslos musterte. ,,Wollt ihr vielleicht mit raus? Uns ist langweilig und wir dachten mal in 'nen Park zu gehen oder sowas.", schlug Ney vor, als er meinen skeptischen Blick vernahm. ,,Ehhm...", überfordert blickte ich über meine Schulter zu Thiago, der schon dabei war in seine Schuhe zu schlüpfen. ,,Klar kommen wir mit. Meinen freien Nachmittag möchte ich ungern hier verschwenden!", das hieß soviel wie, ich sollte mitkommen.

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