Jack Grealish x Phil Foden

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Für alle, die das Ship genauso lieben wie ich. <3
Ich wusste btw echt nicht, welches Bild ich nehmen sollte, da es so cute von den beiden gibt...

(PoV Phil)

Meine Augen verfolgten den Ball, welcher sogleich in unser Netz versenkt wurde. Zornig sank ich auf die Knie und schlug meine flache Hand auf den Rasen. Ich schaute meinem Freund sowie seinem Team hinterher, die allesamt auf ihn sprangen und lautstark ihren Sieg feierten. Ich hasste es, zu verlieren, egal, ob es ein wichtiges Pflichtspiel war oder eben nur ein Match beim Training. Denn schließlich wollte ich stets mein Bestes zeigen, dass ich das Potenzial hatte, ein Spiel anzuführen oder in die richtige Richtung zu lenken. Doch beim heutigen Training gelang mir dies leider nicht, wie ursprünglich erhofft, weswegen mein Team und ich murrend den anderen zusahen, die mittlerweile auf einem Haufen lagen. Dabei fokussierte ich Jack, der unter all den anderen Jungs vergraben war und ich nur seinen dunkelblonden Haarschopf hervorragen sah. Wie es schien, fühlte er sich von allen Seiten geehrt und genoss die Aufmerksamkeit, die ihm geboten wurde. Daher verfinsterte sich mein Blick und ich wandte mich enttäuscht von der Traube aus Fußballern ab.

Normalerweise mochte ich die Zeit mit meinen Freunden und Teamkollegen aus meiner Nationalmannschaft, denn diese war die schönste im Jahr. Wir verstanden uns blendend und konnten blind kommunizieren - auf und neben dem Platz. Bedaulicherweise gab es diese Zusammenkunft mit der Mannschaft nur wenige Male im Jahr, aber dafür war es umso behaglicher. Auch die Trainingseinheiten oder Abschlussspiele waren meistens sehr amüsant, jedoch war heute ein Tag, an dem ich jeden einzelnen der gegnerischen Gruppe eine überziehen könnte. Dabei hatte ich nichtmal einen driftigen Grund, denn ich würde ebenfalls mit meinem aufgestellten Team den kleinen Sieg feiern. Aber man konnte ja schließlich nicht immer gewinnen, was mich momentan wütender denn je stimmte. ,,Ist doch nur ein Testspiel.", stieß Kyle mir in die Seite und grinste dabei leicht dümmlich. Mit angespanntem Kiefer musterte ich Kyle eine Weile, während ich nichts darauf erwiderte. Bald stand ich auf und ließ ihn sowie die anderen meiner Mitspieler, welche sich mit ihren Trinkflaschen auf den Rasen gesetzt hatten, hinter mir. Das Rudel aus Fußballern, in welchem mein Freund verloren gegangen war, löste sich mittlerweile wieder auf, doch diese beachtete ich wenig.

Kyle hatte zwar recht, dass es lediglich ein Testspiel gewesen war, aber zu sehen, wie sich Jack als den Superstar Englands hielt, ließ meine, sonst so verständnisvolle und nette, Ader nahezu zum Platzen bringen. Er führte sich auf, als wäre er der Einzige, der in unserer Mannschaft Talent hätte. Er ließ sich feiern und berieseln, als wäre er der Man of the Match von einer Weltmeisterschaft oder einem Champions League Finale. Und es kotzte mich buchstäblich an, ihn prahlen zu sehen. Allem Anschein nach, bemerkte er sein Verhalten nicht, denn sonst hätte er sich sofort nach dem Training mit mir auf den Weg zu den Kabinen gemacht oder wir wären noch eine Weile um den Platz gejoggt, wie bisher. Es war, wenn man es so nennen wollte, ein Ritual von uns. Aber dies hatte er gekonnt vergessen und ich war mir sicher, dass es ihm nichtmal leid tun würde. In unserer fast einjährigen Beziehung, konnte man die Tage an einer Hand abzählen, an denen ich so dachte wie im Moment. Jedoch war dies eine Seite von Jack, die ich abgrundtief verabscheute. Denn jeder, der Jack kannte, egal, ob familiär oder nur oberflächlich durch die Presse, wusste, wie liebenswert und tolerant er war. Doch jeder Mensch hatte zwei Seiten, und somit auch der scheinbare sympathische Jack Grealish.

Mit schnellen Schritten und wirren Gedanken im Kopf, umging ich die Kabine und flüchtete in Jack's und mein Hotelzimmer. Sogleich sprang ich unter die Dusche und ließ warmes Wasser über meine blasse Haut fließen, in der Hoffnung, dadurch meine innere Ruhe zu finden. Als ich frisch geduscht aus dem Badezimmer schlurfte, spürte ich, dass ein geringer Teil der Anspannung und Wut von meinen Schultern gefallen war. Dies hielt allerdings nicht für lange Zeit, denn zeitgleich als ich über die Türschwelle ins Schlafzimmer trat, öffnete sich die Zimmertür. Jack schlenderte, gut gelaunt, hinein und musterte mich eine Sekunde lang intensiv prüfend. ,,Oh, du bist ja schnell heute. So kenn ich dich ja gar nicht.", kicherte Jack, wobei sein Grinsen breiter wurde. Mir hingegen schoss der Zorn durch jede Zelle meines Körpers. ,,Dann kennst du mich wohl schlechter, als du dachtest.", zickte ich ihn an, weshalb das Lächeln aus seinem Gesicht entwich. ,,Okay... Ehm, alles gut, Phil?", fragte er daher vorsichtig nach und kräuselte seine Stirn. Ich sah ihm deutlich an, wie er nach Geschehnissen aus der Vergangenheit suchte, dabei jedoch kläglich scheiterte. Aber ihm auf die Sprünge helfen, wollte ich nicht. Er sollte seine Fehler selbst erkennen und einsehen, weswegen ich ihm noch etwas an Bedenkzeit schenkte.

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