Erling Haaland x Giovanni Reyna

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Für mimimy288💫

Anmerkung: Basiert nicht auf dem Klassiker.

(PoV Gio)

Hoffnungsvoll blickte ich zur Anzeigetafel des Signal Iduna Parks. Es war noch eine gute viertel Stunde zu spielen, um unsere 2:1 Führung zu verteidigen. Mit diesem Wissen, schenkte ich dem Spiel wieder meine komplette Aufmerksamkeit und setzte zum Joggen an. Urplötzlich verzog ich mein Gesicht zu einer Grimasse und zischte beißend auf. Meine Hand schnellte zu meiner rechten Wade und umklammerte diese mit hartem Griff. ,,Fuck..", stöhnte ich und malte in meinen Gedanken schon jegliche Verletzungen aus. Hoffentlich nur ein kurzer Krampf, dachte ich mir und dehnte mein betroffenes Bein, indem ich meine Fußspitze umfasste und mich nach unten beugte. Nachdem ich mich wieder aufgerichtet hatte und erneut zum Gehen ansetzen wollte, durchzog mich ein deutlich stehenderer Schmerz, woraufhin ich aufschrie. Allem Anschein nach, war es nicht nur ein harmloser Krampf, sondern etwas Ernsteres.

Nun gab es zwei Varianten. Variante eins - mich schonen und auswechseln lassen. Oder Variante zwei - Zähne zusammenbeißen und mich weiter auf das Spiel fokussieren. Doch da bereits die Schlussphase angebrochen war, und jeder Einzelne bis zum Abpfiff souverän durchhalten musste, entschied ich mich für Variante zwei. Schon landete das Leder vor meinen Füßen und ein Spieler der gegnerischen Mannschaft, hetzte auf mich zu. Keine Sekunde später war ich den Ball los und schaltete meine Gedanken um, versuchte meinen Gegner am Trikot zu halten und damit zu stoppen. Jedoch war dieser schneller als ich und sprintete ohne Zögern in unseren Strafraum, in welchem er erst an Rapha, anschließend an Zaga vorbeidribbelte und den vorhersehbaren Abschluss fand.

Enttäuscht ließ ich meine Schultern zusammensacken und Schuldbewusstein breitete sich in mir aus. Wenn wir wegen mir eine späte Niederlage kassierten, würde man mich, ohne mit der Wimper zu zucken, sofort aus der Startelf streichen. Auch die kommenden fünfzehn Minuten plagten mich höllische Schmerzen in meiner Wade, während ich mir weiterhin unzählige Fehler erlaubte. Zu allem Überfluss nahm unser Gegner in der Nachspielzeit nochmal richtig an Fahrt auf. Bevor ich mich versah, wurde mir erneut die Kugel gestohlen, wodurch ein weiteres Gegentor nicht verhindert werden konnte und das vermutliche Endergebnis im Stadion verkündet wurde. Der Schlusspfiff schrillte über den Platz und ich vernahm die kehligen Jubel unserer Herausforderer. Ich wollte mich nur noch verkriechen und in meinem eigenen Elend verwahrlosen, weshalb ich zielstrebig zu den Umkleiden hinkte und mich weitestgehend auf meinem Platz isolierte.

Wie hatte ich nur diese dämlichen Fehler zulassen können? Warum war ich so verdammt stur gewesen und habe mich nicht auswechseln lassen? Ich zog mein verschwitztes Trikot über meinem Kopf, damit mich die anderen nicht sehen mussten. ,,Das ist alles meine Schuld!", schrie ich in den Stoff hinein und Tränen der Wut stauten sich in meinen Augen. Meine Fingernägel krallten sich in meine Kopfhaut, wodurch ich nun nicht mehr alleine Schmerzen am Bein hatte, sondern auch an den Haarwurzeln. ,,Gio, das ist nicht deine Schuld. Rede dir nicht so einen Stuss ein.", drang Erling's gedämpfte Stimme in meine Ohren und ich spürte einen Arm, welcher sich um meine Schultern legte. ,,Lass mich alleine.", stieß ich mit dünner kratziger Stimme hervor, stattdessen wurde ich an die muskulöse Brust von Erling gezogen und fühlte mich sofort geborgen und behütet, was ich in diesem Augenblick mehr als alles andere benötigte.

Ich schälte mich aus meinem Unterschlupf und vergrub beschämt meinen Kopf in seiner Halsbeuge. ,,Es tut mir so leid.. Ohne mich hätten wir sicher gewonnen..", mein Hals fing an zu brennen, worauf ich schwer schluckte. ,,Nein, Gio. Niemand ist alleine für eine Niederlage verantwortlich, schieb dir nicht die Schuld in Schuhe. Jeder von uns hätte aufmerksamer sein und bis zum Schluss verteidigen müssen. Da gibt es kein du bist Schuld daran, dass wir verloren haben.", Erling strich mit seiner linken Hand sachte meine Wirbelsäule auf und ab, mit der anderen kraulte er meinen Nacken. ,,A-aber..", schluchzte ich unaufhaltsam auf und hielt mich in seinem Rücken fest. Erling hob mich auf seinen Schoß und wiegte mich leicht hin und her, während er immer wieder beruhigende Worte an meine Schläfe murmelte und ich leise Schluchzer von mir gab. Diese wurden verstärkt, als ich meine Beine näher an mich nehmen wollte und ein promptes Stechen meinen Muskel entlang fuhr.

,,Ahh.. Shit..", ächzte ich und biss meinen Kiefer zusammen. ,,Was ist los, Gio?", Erling löste sich von mir und durchbohrte mich mit einem besorgten Blick. ,,Nichts.. Mach dir keine Sorgen.", log ich meinem Freund ins Gesicht und wischte mir dabei neue Tränen von der Wange. Aber Erling wäre nunmal nicht Erling, wenn er sich damit zufrieden schlagen würde. Er nahm meine Hände in seine und blickte mich fordernd an. ,,Baby, hast du irgendwo Schmerzen?", wollte er sanft wissen und je länger ich schwieg, desto bedenklicher wurde er. ,,Nein, alles in Ordnung. Mir geht es gut.", meinte ich schwach und rutschte von seinem Schoß runter, um meine Klamotten zu wechseln. ,,Lüg mich nicht an, Gio. Ich hab schon auf dem Platz gemerkt, dass es dir nicht gut ging.", vorsichtig wickelte ich den Knöchelschutz ab, achtete darauf, keinen Laut von mir zu geben und warf ihn vor meine Füße. Manchmal bereute ich es, dass er mich so gut kannte.

,,Ich bin einfach müde, ja? Und möchte nach Hause.", seufzte ich und schlüpfte in meine Jogginghose. Damit war dieses Gespräch fürs Erste beendet und es lag augenblicklich eine ungewohnte brenzlige Stille über uns. Die meisten meiner Teamkollegen waren in den Duschen verschwunden oder waren bereits vor dem Abgang und stopften still schweigend ihre restlichen Sachen in die Tasche. Ich tat es ihnen gleich, jedoch wartete ich, bis Erling fertig war und schaute nochmals durch die chaotische Kabine, um sicherzustellen, dass ich alles bei mir hatte. Ich konnte mir ein Wimmern nicht verkneifen, als ich aufstehen und mit Erling den Raum verlassen wollte. ,,Jetzt reicht's..", grummelte der Norweger und schon fand ich mich in Brautstyle, auf seinen Armen wieder. ,,Dafür verlange ich, dass du mir deine Angelegenheiten und Sorgen mitteilst.", sagte Erling grob und bewegte sich Richtung Ausgang. Ein schmales Grinsen zierte meine Lippen, da ich wusste, dass Erling spätestens zu Hause wieder mein persönlicher und überfürsorglicher Pfleger sein würde.

,,Es tut mir leid, Erling.", schuldig knotete ich meine Finger, nachdem mich der Stürmer auf unserer Couch abgesetzt hatte und sich dieser anschließend in die Küche verkrochen hatte. Mich überrumpelten die Patzer vom neulichen Spiel, dazu kamen die unaufhörlichen Schmerzen und abermals brach ich in Tränen aus. Stumm weinte ich in mich hinein, kniff meine Augen quälend zusammen. ,,Gio, Baby.. Sshh, beruhige dich. Es ist alles gut, ich bin dir wegen nichts böse. Alles gut, Honey.", behutsam legte er seine Arme um meinen Körper und verteilte leichte Küsse auf meinen Haaren. Mein Schluchzen wurde stärker, woraufhin ich mich haltsuchend an den Größeren presste. ,,Hey.. Erzähl mir was los ist, Baby.", hauchte er und spielte mit ein paar Strähnen meiner dunklen Haare.

,,Wir haben nur wegen mir verloren.. Ich hätte mich auswechseln lassen sollen und mich vom Teamarzt behandeln lassen müssen. Stattdessen habe ich weitergespielt und uns dadurch in eine Niederlage gestürzt. Tut mir leid..", schniefte ich und wischte mit meinem Ärmel über meine Augen. ,,Du brauchst dich für nichts entschuldigen, Gio. Aber.. Wo hast du Schmerzen? Warum hast du nicht vorher etwas gesagt? Wir hätten gemeinsam, gleich nach Abpfiff, zum Doc gehen können." ,,Ich weiß.. Es fühlt sich an, wie ein Bänderriss, aber ich wollte so gerne bis zum Ende durchhalten. Vor allem jetzt, wo ich in der Startelf stehen darf. Da möchte ich mein bestes geben und kämpfen.", erklärte ich meine dümmliche Entscheidung und hörte Erling auflachen. ,,Aber dafür musst du doch nicht deine Gesundheit auf's Spiel setzen. Hör zu, wir gehen morgen nach dem Aufstehen zum Doc und lassen das abchecken. Ohne Widerrede.", befahl Erling und ich nickte einverstanden.

,,Na komm, ich hab dir eine heiße Schokolade gemacht. Falls es etwas Ernsthaftes sein sollte, werde ich dich pflegen, bis du wieder gesund bist und strahlst. So, wie ich meinen Gio kenne.", damit entlockte er mir ein Lächeln und stahl sich einen Kuss von meinem Mund. Ich griff zu dem kleinen Glastisch, auf welchem eine Tasse mit heißem Inhalt dampfte. ,,Ich liebe dich, Darling.", kurz nippte ich an dem Getränk und stellte es achtsam wieder ab. ,,Und ich dich erst.", grinste Erling und verband nun unsere Lippen zu einem richtigen Kuss, wobei er mich sanft auf die Sitzfläche des Sofas drückte, ich zärtlich erwiderte und meine Hand in seine Haare gleiten ließ.


Trotz Verspätung hoffe ich, dass er dir/euch gefällt.💗

Jedenfalls wollte ich noch ein ganz großes DANKE für über 2k Reads sagen, da ich nie erwartet hätte, dass so viele meine Os lesen werden und voten. Also - Vielen lieben Dank an jeden Einzelnen!❣️

Celina✨

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