Julian Brandt x Kai Havertz

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Für drowninghavertzx

(PoV Julian)

,,Endlich ein paar Tage frei!", Mats ließ sich neben mich sinken und schnappte sich sein Handy. Es war das letzte Training vor Weihnachten und es war keinesfalls Zuckerschlecken gewesen. Jeder hatte nochmal seine beste Leistung gegeben und gezeigt, dass er im kommenden Jahr ein Platz für die Startelf war. Daher war ich umso erschöpfter und hatte Mühe, meinen Atem unter Kontrolle zu halten, wodurch ich zu meiner Wasserflasche griff und diese auf ex austrank. ,,Na da ist aber einer von den Socken.", beäugte mich Marco und setzte ein belustigtes Grinsen auf, welches ich mit vollen Wangen erwiderte. Meine Lungen beruhigten sich allmählich wieder und ich machte mich daran, mich wie meine Mannschaft frisch zu machen. Bevor ich in die Duschen lief, sammelte ich die notwendigsten Utensilien zusammen und drehte die Armatur nach links, weswegen sofort warmes Wasser meine Haut berührte und sich meine gereizten Muskeln entspannten.

,,Sag mal, wo verbringst du eigentlich deine Weihnachten, Jule?", ohne meine Augen zu öffnen antwortete ich Jude: ,,Hier in Deutschland." Ich drehte die Dusche zu und griff nach meinem Shampoo. ,,Ganz alleine? Ich dachte, du feierst mit deiner Familie oder so.", ein Hauch von Mitleid schwebte in seiner Stimme und ich lachte kurz auf. Jude war ein wirklich herzensgütiger Mensch und schon seit dem ersten Tag den er bei uns war, pflegte er Kontakt mit jedem und bot seine Hilfe an, wo sich die Möglichkeit ergab. ,,Nein, alles gut. Kai kommt über die Feiertage zu mir und wir wollen ein wenig Zeit zu zweit verbringen.", nun zeichnete Erleichterung seine Gesichtszüge und er stellte das Wasser ab, was ich ihm gleichtat. ,,Da wünsche ich euch beiden eine schöne gemeinsame Weihnachtszeit, wir sehen uns.", lächelte Jude erhlich und winkte mir einmal zu. ,,Danke, das wünsche ich dir auch.", meine Stimme schallte an den Wänden wider und der junge Engländer verließ den Raum.

Als ich schließlich mit abtrocknen und Haare föhnen fertig war, wickelte ich mir mein Handtuch um mein Becken und hüpfte in der Kabine in meine Alltagskleidung. Die meisten waren bereits gegangen und nur noch Gio und Erling tuschelten leise miteinander. Da ich es ebenfalls kaum erwarten konnte, meine Weihnachtspause Willkommen zu heißen, verabschiedete ich mich von den beiden und steuerte meinen Zuhauseweg an. Kurz bevor ich zu Hause ankam, schoss mir in den Sinn, dass ich noch einiges an Einkauf und Besorgungen zu tun hatte, wodurch ich dennoch fluchend mein Auto am Bordsteinrand parkte und meine gemütliche Wohnung betrat. Wenig achtsam warf ich meine Trainingstasche in den Korridor und sofort kam Nala mit wedelnder Rute angetapst. Liebevoll wuschelte ich durch ihr helles Fell und füllte ihr Futter in die silberne Schale. ,,Ich komm' gleich wieder, Nala.", gab ich meiner Hündin Auskunft und richtete mich aus meiner Hocke auf.

Wenn ich einmal einkaufen gehe, konnte ich gleich für meinen Freund etwas mitbringen, falls er einen besonderen Wunsch hatte. Somit wählte ich die Nummer von Kai und das regelmäßige Tuten erklang an meinem Ohr. ,,Was gibt's?", nahm Kai den Anruf entgegen und ich konnte hören, dass er momentan nicht zu Hause war. Vermutlich war er gerade auf dem Weg zum Flughafen oder schon an diesem. ,,Hey, Baby. Du, ich wollte noch schnell ein paar Sachen für morgen erledigen. Möchtest du noch irgendwas aus dem Supermarkt? Denn ich hab wenig Lust zweimal loszurasen.", kicherte ich am Ende meines Satzes auf und spielte mit meinen Schlüsseln in meiner linken Hand. ,,Ehhm... Nein. Brauchst du nicht extra. Du...", ich unterbrach ihn in seinem Satz und plapperte wissend drauf los: ,,Ich bin einmal dabei, Kai. Spätestens morgen nach dem Aufstehen hast du eh wieder Hunger auf etwas Exotisches oder dir fällt ganz zufällig ein, dass wir noch Kloßmasse brauchen." Ich erinnerte mich schmerzlichst an letztes Weihnachten, als Kai's Familie und meine eingeladen waren, wir jedoch nicht alle Zutaten für die Klöße hatten, aber dennoch einen Versuch gewagt hatten. Es war ein komplettes Desaster gewesen, welches darin geendet war, dass wir uns wortlos den Rücken zugekehrt hatten und am Ende Nudeln im Topf schwammen.

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