Kai Havertz x Trent Alexander-Arnold

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EFL Cup Finale (27.02.2022)
Chelsea FC - Liverpool FC
0:0
(10:11, nach Elfmeterschießen)

(PoV Kai)

,,Möchtest du nicht zu deinem Freund gehen und ihm gratulieren?", erkundigte sich Mason, nachdem der Schiedsrichter das Spiel für beendet erklärt hatte. Mein Blick schweifte einmal über den Platz, um Trent ausfindig zu machen. Nach wenigen Sekunden erblickte ich ihn, wie er strahlend seinen Teamkollegen um den Hals fiel und etliche Worte mit ihnen wechselte. ,,Nein.", schnaubte ich, meine Laune verfinsterte sich und ich wandte mich von ihm ab. ,,Warum nicht?", wollte Mason wissen. Bevor ich ihm antwortete, schlug ich kurz mit Toni ein, der ein paar aufmunternde Worte parat hatte. ,,Er kann mich mal. Soll er doch zu mir kommen.", erklärte ich biestig, woraufhin ich mir einen entsetzlichen Blick, seitens Mason, einfing. ,,Ist alles in Ordnung zwischen euch?" Mason sorgte sich sichtlich um meine Beziehung und wollte deutlich mehr wissen. ,,Frag doch Trent.", erwiderte ich trotzig, was Mason zum Aufstöhnen brachte. ,,Kai, ich möchte dir nicht alles aus der Nase ziehen. Was ist denn vorgefallen?" Kurz musste ich überlegen, weshalb ich überhaupt sauer auf Trent war und wo ich beginnen sollte. Doch seit langem lasteten mir meine Sorgen und Gedanken auf den Schultern, weshalb ich Masons Angebot, mich ihm anzuvertrauen, annahm. Jedoch hielt ich es hier für einen unpassenden Ort, über solche Themen zu reden, weshalb ich Mason bat, uns ins Innere des Stadions zurückzuziehen.

,,Also...", griff der Engländer das Problem von eben auf, während wir langsam durch die Katakomben schlichen. ,,Trent und ich streiten uns in den letzten Wochen ständig. Dabei gibt es nicht einmal einen triftigen Grund dafür. Es sind eigentlich nur Kleinigkeiten, die entweder mir oder ihm auf die Nerven gehen, aber wir bekommen uns danach immer in die Haare. Und vorhin, nach unserem Zweikampf, als er mir anschließend das Bein stellen wollte, ist mir beinahe der Kragen geplatzt." Die Sätze verließen meinen Mund, als ob sie schon ewig auf ihre Freiheit gewartet hätten. Es tat gut, mit jemanden darüber zu sprechen und war glücklich, dass Mason sich dazu bereit stellte. ,,Habt ihr denn schonmal darüber gesprochen? Oder weißt du vielleicht, in welchen Situationen es besonders zustande kommt, dass ihr streitet?", hakte Mason nach und fixierte mich nachdenklich. Unwissend zuckte ich mit den Achseln. ,,Keine Ahnung. Es passiert nach fast jedem Satz, den wir miteinander austauschen." Mason senkte seinen Blick auf den Boden. Den restlichen Weg zur Kabine liefen wir schweigend nebeneinander her, jeder in seinen eigenen Gedanken vertieft. Das verlorene Finale war längst aus meinem Kopf verbannt und ich musste nur noch an die Szenen zwischen Trent und mir, während des Spiels, denken. Was hatte er sich dabei erlaubt? Schließlich war ich noch immer sein Freund. Hatte er so wenig Respekt vor mir, dass er mich sogar mitten auf dem Platz bloßstellen wollte? Wollte er nur beweisen, dass er stärker und besser war als ich? Seiner Mannschaft und den Fans zeigen, wie sensibel ich in solchen Situationen reagierte? Ob er es bereute? Vermutlich nicht.

,,Jetzt zerbreche dir mal nicht deinen Kopf darüber, Kai. Rede einfach bei der nächsten Gelegenheit mit ihm und sage ihm, was dir nicht passt. Wenn er dich wirklich liebt, wird er darüber nachdenken und einsehen, dass ihr etwas an eurer Beziehung verändern müsst.", meinte Mason ratgebend und legte einen Arm um meine Schulter, lächelte mir motiviert entgegen. ,,Und was ist, wenn er es nicht tut?", zweifelte ich und schien von seinem Vorschlag nicht ganz überzeugt. ,,Dann werde ich wohl ein ernstes Wörtchen mit ihm reden müssen.", stellte er klar und nahm seinen Arm von meiner Schulter. ,,Ich werde später mit ihm reden...", bestätigte ich ihm, worauf Mason einverstanden nickte und zu seinem Platz marschierte, um sich von seinen schweißgetränkten Klamotten zu befreien. Auch ich schälte mich aus den feuchten Sachen und folgte anschließend Mason in die Duschen. Dabei ließ ich mir ausreichend Zeit, da ich später gemeinsam mit Trent zu mir fahren würde. Dies hatten wir bei unserem letzten Gespräch vereinbart, bei dem jedoch nicht ganz festand, wo und wann wir uns treffen würden. Aber da Trent vermutlich noch die Pokalübergabe abwartete und im Nachhinein den Sieg mit seiner Mannschaft feiern wollte, machte ich mir wenig Stress. Es war schließlich nichts Verbotenes ein gewonnenes Finale zu zelebrieren, denn ich hätte exakt das Selbe getan. Nach und nach füllte und leerte sich der Duschraum wieder. Mason war bereits längst verschwunden und als die Letzten den Raum verließen, spielte ich mit dem Gedanken allmählich selbst das Wasser abzustellen. Verträumt schnappte ich mir mein Handtuch und trocknete mich ab, bevor ich zurück in die Umkleide trat, um mir dort meinen Trainingsanzug anzukleiden. Jeder meiner Mannschaft war bereits gegangen, nur die Assistenten wuselten noch in manchen Ecken umher.

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