Mats Hummels x Giovanni Reyna

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(PoV Gio)

Dicht an Mats gekuschelt, schielte ich zum Fernsehen, auf welchem wir die Wiederholung einer gestrigen Abendshow liefen hatten. Währenddessen spielte ich mit seinen weichen, lockigen Haaren und schmiegte mich noch näher an meinen Freund. Nach dem Training hatten wir uns auf die Couch zurückgezogen und es uns mit Kakao, Kissen und Decken gemütlich gemacht, obwohl es erst Mitte September war. Aber wir liebten beide diese weihnachtliche Stimmung und planten deshalb öfters solche Nachmittage.

,,Über was denkst du nach, Darling?", fragte ich Mats leise und verteilte sanfte Küsse auf seinem Gesicht, bevor ich an seinen Lippen ankam und ihn somit in einen Kuss verwickelte. Jedoch erwiderte der Ältere nur für den Bruchteil einer Sekunde und grummelte leicht auf. Verwirrt löste ich mich von ihm und stütze mich etwas hoch, sodass ich Mats besser anblicken konnte. ,,Darling, was ist los?", wollte ich nun mit Besorgnis wissen. Normalerweise war Mats nicht der Typ für Rätselraten, umso beunruhigter war ich. ,,Nichts, Gio. Nichts wichtiges.", winkte er mit einem Lächeln ab. Ich seufzte. ,,Erzähl, Baby. Was bedrückt dich? So kenne ich dich gar nicht.", zart strich ich ihm über die Wange. ,,Gio, ich möchte dich mit meinen Gedanken nicht belasten.", nun stemmte sich Mats hoch und legte eine Hand auf meinen Oberschenkel. Den laufenden Fernseher schaltete ich aus und wandte mich an meinem Freund. ,,Mats, du belastet mich doch nicht mit deinen Gedanken. Zu sehen, dass etwas auf dir lastet versetzt mich nur mehr in Unruhe."

,,Baby... Ich verstehe dich ja, aber ich möchte dich nicht verletzten.", erklärte er mir und sah mich traurig an. ,,Du kannst mir alles anvertrauen.", fürsorglich legte ich meine Hand auf seine, welche immer noch auf meinem Bein ruhte. ,,Ich möchte einfach nicht, dass wir uns schon wieder streiten.", gab er nun ehrlich zu und sofort verdrehte ich genervt meine Augen. ,,Mats, ich... haben wir das Thema nicht schon besprochen?", stöhnte ich gefrusteter auf, als beabsichtigt. ,,Bitte, Gio, ich möchte mich wirklich nicht mit dir streiten. Aber ich hab zu viel Angst, dass ich dich bedränge oder ich dir zu langweilig bin. Du bist noch so jung, kannst auf Partys gehen, mit deinen Freunden zocken oder noch so viel erleben, was mit mir nicht möglich ist. Nach dem Training liegen wir meistens hier und schauen Serien oder schlendern, wie ein altes Ehepaar durch den Park. Du bist zu jung für sowas.", gab er mir zum Verständnis. ,,Aber ich möchte nichts anderes, als mit dir meine Zeit zu genießen. Du bist für mich perfekt und ich könnte mir nie einen besseren Partner vorstellen. Mats, ich liebe dich.", erwiderte ich mit Tränen in den Augen. ,,Gio, ich liebe dich auch. Doch so einfach ist das nicht. Ich bin über 30, du gerade mal 17. Weißt du, wenn ich in Rente gehe, wirst du gefragter sein denn je und ständig auf Reisen sein. Du wirst mich irgendwann nicht mehr so lieben, wie jetzt. Ich kann dir vielleicht nicht mehr das bieten, was du von mir erwartest und nach dem du dich ersehnst.", zweifelte Mats.

Wow! Ungläubig starrte ich meinen Freund an. ,,Meinst du das Ernst? Du zweifelst an meiner Liebe zu dir? Du denkst, dass unsere Liebe zueinander nicht halten wird und unsere Beziehung zerbricht? Was willst du mir damit sagen?", Tränen liefen mir über die Wangen und ich sprang auf. ,,Nein.. So hatte ich das nicht gemeint! Du bist alles für mich und ich habe nie daran gezweifelt, dass du mich nicht mehr lieben wirst. Aber du hast wen besseres verdient." ,,Warum verstehst du nicht, dass du die Liebe meines Lebens bist?...", verzweifelt schluchzte ich auf. ,,Gio, sieh mal, ich könnte genauso gut dein Vater sein! Wenn man uns sehen würde, würde man denken, wir wären Vater und Sohn. Sind dir nicht die zweifelnden und verwunderten Blicke unser Mannschaft aufgefallen, als wir uns vor ihnen geoutet haben?", mittlerweile gestikulierte er wild vor mir herum.

,,Das heißt also, dass wir nicht zusammen passen, ich dir peinlich bin und wir keine Beziehung führen sollten? Warum hast du dich dann überhaupt auf die Beziehung eingelassen und mich nicht gleich abserviert?! Ich war nur eine Versuchsperson, richtig?! Jetzt sag schon, dass du mit mir Schluss machen willst!", schrie ich aufgelöst. ,,Das stimmt nicht! Ich liebe dich und würde es nie übers Herz bringen, mit dir Schluss zu machen.", versicherte er mir, aber ich konnte ihm die Unsicherheit ansehen. ,,Pff. Weißt du, vielleicht wäre es ja doch besser, wenn wir Schluss machen oder eine Pause einlegen!", zischte ich wütend und stampfte in den Flur, um mir meine Schuhe und Jacke über zuziehen. ,,Baby! Ich hab das nicht so gemeint. Ich liebe dich un-" ,,Steck dir dein Ich liebe dich sonst wohin!", fuhr ich ihm garstig dazwischen, riss die Haustür auf und schmiss sie im nächsten Moment zu.

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