Jadon Sancho x Julian Brandt

3.5K 89 12
                                    

(PoV Julian)

,,Danke..“, murmelte ich, als mir mein bester Freund Kai eine dampfende Tasse Tee in die Hand drückte. Kai setzte sich, ebenfalls mit einem heißen Getränk, neben mich auf die Couch. Kurz nippte ich an meiner Lieblingstasse, setzte jedoch sofort wieder ab, da ich mir die Zungenspitze verbrannt hatte. So, dass nichts verschüttet wurde, stellte ich den Tee auf den kleinen Glastisch ab und verkrümelte mich mit meiner flauschigen Decke zurück auf das Sofa.

Kai seufzte hörbar laut auf. ,,Jule.. Du musst endlich mit ihm reden. Das kann so nicht weitergehen.“ Mein bester Freund schaute mich mit einem auffordernden Blick, von der Seite aus, an. ,,Nein.“, entschlossen drehte ich meinen Kopf zu ihm. ,,Ich will nicht und ich kann nicht.“ ,,Julian, bitte, du weißt selbst, dass er dir nicht gut tut. Das erkennt jeder, sogar die Passanten auf der Straße.“, wollte der Leverkusener weiter sein Glück versuchen. Stur schüttelte ich nur mit dem Kopf und versank, wie so oft in den letzten Tagen, in meinen Gedanken...

,,Du triffst dich nie wieder mit diesem Typen!“, schrie Jadon erzürnt und lief ein paar Schritte auf mich zu, sodass ich verängstigt nach hinten wich. Tränen brannten schon hinter meinen Augen, die von Sekunde zu Sekunde mehr versuchten, auszubrechen.
,,J-Jadon.. Er ist do-“, weiter kam ich nicht, da mein Freund erneut losbrach. ,,Nein! Ich verbiete es dir! Wenn ich dich noch einmal mit irgend einem anderen Mann sehe, dann war es das letzte mal, dass du raus gegangen bist!“ ,,Jannis ist doch nur mein Bruder.“, versicherte ich Jadon zum hundertsten Mal. Jadon lachte sarkastisch auf und schnaufte: ,,Ha! Nur dein Bruder?! Das ist schon schlimm genug! Sag mal, weißt du eigentlich, wie oft du dich in letzter Zeit mit deinem, ach so tollen Bruder, getroffen hast?! Das ist ja unnormal! Wenn man nicht wüsste, das ihr Geschwister seid, könnte man denken ihr wärt ein Paar!“ Der Engländer funkelte mich wütend an. Eine einzelne Träne kroch aus meinem Augenwinkel und rannte über meine Wange. ,,Fängt das schon wieder an? Heulst du jetzt, weil ich dir einmal klar was ins Gesicht sage?“, Jadon verdrehte genervt seine Augen, woraufhin ich stärker anfing zu weinen, darauf bedacht, keine Schluchzer von mir zu geben. ,,Baby... ich-“, wimmerte ich und krallte mich an meiner Couch fest. ,,Nichts da Baby! Du versprichst mir, dich nie wieder mit jemanden zu verabreden ohne, dass ich dabei bin! Das gilt auch für unsere Mannschaftskollegen! Und das sage ich dir, so wahr ich hier stehe!“ Mir blieb nichts anderes übrig, als dem zuzustimmen, jammerte aber trotzdem: ,,Jadon, das kannst du nicht machen, bitte...“ ,,Hab ich mich nicht klar genug ausgedrückt? Du versprichst mir das! Ich will es hören!“, verdeutlichte mir der Jüngere weiter. ,,Ja..“, bestätigte ich ihm leise. ,,Ich will es in einem Satz hören!“, ließ Jadon nicht locker. ,,I-ich verspreche di-r, dass ich m-ich nie wieder mit einem a-anderen Mann treffe...“, stotterte ich und blickte auf den Boden, meine Angst war in diesem Moment zu groß und ich konnte ihm nicht in die Augen schauen. Jadon hob jedoch mein Kinn an, wodurch ich gezwungen war ihn anzusehen. ,,Sehr gut. Ich liebe dich.“, seine Stimme war beängstigend ruhig und eigentlich wollte ich einfach nur noch aus seinem Blickfeld verschwinden, wurde aber durch zwei starke Arme um meine Hüfte aufgehalten. Augenblicklich spürte ich auch Lippen, welche sich auf meine pressten. ,,Komm mit.“, flüsterte Jadon an mein Ohr und zog mich mit sich auf die Couch...

,,Jule, hey!“, wedelte Kai mit seiner Hand vor meinem Gesicht rum. ,,Was?“, perplex sah ich mich in meinem Wohnzimmer um. ,,Bist du wieder bei mir?“, fragte Kai nach und löcherte mich mit einem innigen Blick. ,,Mhm.“, brummte ich nur und ließ meinen Kopf auf seiner Schulter sinken. Warum hatte ich immer das Pech, in solche Situationen zu gelangen? Was hatte ich Jadon getan, dass er mich wie Dreck behandelte? Am Anfang unserer Beziehung war er wortwörtlich meine bessere Hälfte gewesen und ich konnte ihm jegliche Dinge anvertrauen, die mich beschäftigten. Was hatte ihn so verändert? Wo war der Mann hin, der mir bis vor kurzem noch alles bedeutet hatte?

Fußball Oneshots (BxB)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt