28. Mai 2019

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23:57 Uhr

Ich hab doch gestern erzählt, dass ich in den letzten Tagen einiges über mich gelernt habe. So auch gerade wieder. Die Tränen stehen mir noch in den Augen, so sehr hat mich der Film berührt, den ich mir bis vor zwei Minuten noch angesehen habe. Ein Weihnachtsfilm, Ende Mai. Es ist alles möglich. 

Danach, also jetzt gerade, hat sich dann so ein starkes Gefühl in mir aufgestaut, dass ich beschlossen habe, darüber zu schreiben. Über alles. 

Manchmal gibt es so Momente, da greife ich wie in Trance oder im Wahn zum Stift oder zur Tastatur und beginne zu schreiben. Das ist so einer. 

Und in solchen Momenten kommen dann Dinge aus mir heraus, von denen ich nicht mal wusste dass sie in mir drin waren. Genau das sind die Momente einer wahren Schriftstellerin wie ich sie mir immer vorstelle, solche, die aus vollem Herzen schreiben und sie innerlich verbrennen wenn sie es nicht täten. Menschen, die etwas aufschreiben MÜSSEN, einfach, weil sie keine andere Wahl haben. Genau so habe ich mir Schriftsteller immer vorgestellt. 

Aber ich schweife ab. 

Dieser Weihnachtsfilm Ende Mai hat mir klar gemacht, wie sehr ich Geschichten mag, in denen die Menschen so echt sind, dass es einem Angst macht. Menschen, die einen irgendwie an sich selbst erinnern oder an die eigene Familie. Alles natürlich ein wenig überspitzt und viel glücklicher als es im echten Leben wäre. Aber es ist immer ein Stückchen Wahrheit dabei. Und das herauszufiltern und sich bewusst zu machen, was man da sieht und was es einem selbst bedeutet, lässt mich immer vergessen, wo ich gerade bin. Schön, nicht wahr? Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich gerade sehr emotional bin... aber der Film hat irgendwas in mir geweckt, dass mir immer wieder einen dicken Kloß im Hals beschert hat. 

Ist vllt etwas egoistisch aber ich werde den Titel des Films nicht notieren. Ich weiß, dieser Blog hier wurde unter anderem auch zu Dokumentationszwecken ins Leben gerufen und den Titel des Films werde ich höchstwahrscheinlich in ein paar Jahren wieder vergessen haben. Macht es schwierig, dieses schönen Film noch einmal anzuschauen, zumal ich ihn aus der Bücherei ausgeliehen habe und nicht selbst besitze. Aber ich habe bei manchen Filmen, auch bei Büchern, das Gefühl, dass sie mir gerade in dem Moment, in dem ich über sie nachdenke, so viel bedeuten, dass ich sie für mich behalten möchte und mit niemandem teilen kann. Ja, ich weiß, diese "Weltanschauung" führt zu starkem Egoismus, den wir ja eigentlich bekämpfen sollten UND ist zudem auch noch geklaut, aus "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", einem meiner "Könnte - ein - Lieblingsbuch - sein - wenn - ich - ein - Mensch - wäre - der - Bücher - in - Kategorien - einteilt" - Bücher. Aber was solls, Hazel hat eben Recht. Und warum etwas neu erfinden wenn es schon existiert?

Ich weiß, ich schweife ab. Tut mir Leid. 

Noch ein paar schöne abschließende Worte: Ich bin mir sicher, dass jeder von euch da draußen mindestens einen Film oder ein Buch oder ein Video oder was auch immer hat, dass ihn so stark fühlen lässt oder dass ihn so stark berührt, dass es schon fast wehtut. Sowas ist gut, finde ich. Es zeigt uns, dass wir nicht allein sind auf der Welt und dass wir auch nicht - reale Dinge so nah an uns heran lassen können dass sie uns berühren. Einzigartig oder? Macht uns irgendwie verletzlich. 


Habt ihr eine Ahnung, was ich mit diesem Eintrag sagen wollte? Ich nicht so ganz. Aber das ist egal. 

Hauptsache es kam alles von Herzen, so wie das bei richtigen Schriftstellern der Fall ist. 

Und es kam alles von Herzen, da könnt ihr euch sicher sein.

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