Kapitel 2. Mariah

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Hey :) das erste Kapitel war nicht so spannend und es wurde nicht geredet. Ab dem nächsten Kapitel kommen wieder mehr Gespräche <3 Mariah : englische Aussprache [mhoraia]

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Es waren viele Dinge, die Amerika für mich anders aussehen ließ als Deutschland, meinem Heimatland. Zum einen

waren es die Wolken. Sie sahen nicht unbedingt anders aus und doch erzählten sie eine andere Geschichte in einer

anderen Sprache. Zum anderen war es die Tatsache, dass es hier keine Zäune gab. Kein Grundstück war markiert. Die

Häuser waren einfach willkürlich auf einer Wiese errichtet worden und 200 Meter weiter stand das nächste. Mein Granddad wohnte in einem schönen weißen Haus auf einem kleinen Hügel, 100 Meter von einer kleinen Kirche entfernt. Er war Pastor der Dorfkirche. Auf der Veranda wurde ich von ihm und seinem Malteser-Hund 'Cotton' bereits sehnlichst erwartet. Als wir die Auffahrt aus weißen Kieselsteinen hochfuhren, fing er an wie wild zu bellen und sich in den Armen meines Großvaters zu winden. Ich lief auf meinen Großvater zu und dieser ließ Cotton runter, um mich zu begrüßen. Nach vielen Streicheleinheiten und Bauchgekraule, umarmte ich schließlich meinen Granddad. Er begrüßte auch noch meine Tante, dann gingen wir in das Haus wo Pizzen von Papa Joe auf uns warteten, dem besten Pizzalieferanten den ich dort kannte.

Am Abend ging ich sehr früh ins Bett, denn am nächsten Tag wollte ich auspacken und meine alten Freunde besuchen.

Den ersten Morgen startet ich mit selbstgebackenem "Onion and Garlic Bread". Da ich nur eine Woche bleiben sollte ging das auspacken schnell und mein Granddad brachte mich am späten Vormittag zu meiner Freundin, die nur 10 Minuten entfernt wohnte. Sie war erst 15 und hatte 4 Jahre schwer gegen Krebs gekämpft. Ihre Haare waren grad dabei wieder nach zu wachsen und ihr Kopf war mit lauter Haarstoppeln übersäht. Durch die Chemo hatte sie im Gegensatz zu manch anderen zugenommen und ich erkannte sie kaum wieder. Da auch ihre Augenbrauen und Wimpern fehlten, schien ihr das Wache zu fehlen. Doch wie immer, lächelte sie. Schon früher hatte sie schon eher füllige Wangen gehabt. Ihr kleiner Mund zeigte beim Lächeln alle Zähne und und die enden drückten sich tief in die Wangen. Mein Großvater nannte es "Superglue-Smile". Einerseits weil sie trotz allem was sie erlebt hatte immer noch lächelte, zum anderen weile es aussah als wären ihre Mundwinkel festgeklebt.

Sie strahlte mich an als sie die Tür öffnete und ich ließ mir meinen Schock und mein Mitleid nicht anmerken, sondern schloss sie in meine Arme. Ich hielt eine Träne zurück und betete im Stillen, dass sie nichts merkte. Als wir uns losließen, fühlte ich mich besser und konnte sie zurückanstrahlen. "Come in, Honey!" ihre helle Stimme erfüllte das ganze Wohnzimmer , welches man betrat sobald man durch dir Haustür ging. Ein türenloser Rahmen führte in die Küche und von dort aus eine Treppe nach oben zu den Schlafzimmern und eine nach unten in den Keller, wo sich ein zweites Sofa und das Klavier befanden. Ihr Zimmer war das erste sobald man die Treppe hochging.

Es war voller Eifeltürmen und "la francé"-Sprüchen überall im Zimmer. Ich musste schmunzeln bei dem Gedanken, dass ich in Paris 4 Stunden Aufenthalt gehabt hatte. Auf der rechten Wand prankte ein riesiges Harry Styles Poster und er grinste mit seinem Zahnpasta-Lächeln auf mich herab. Unwillkürlich wich ich erschrocken einen Schritt zurück. Es hatte sich wirklich einiges verändert. Meine Freundin, Mariah, stand im Türrahmen und lachte amüsiert.

"As I can see, you don't like One Direction?!", sagte sie mit einem Zwinkern.

Ich blickte sie mit weit aufgerissenen Augen an und zeigte mit meinem Finger auf das Poster.

"Serious?! He looks so scary, don't you think so?"

Sie zuckte mit den Schultern. "I think he looks really nice."

Als sie merkte wie ich sie ansah, während sie das übergroße Bild anhimmelte, errötete sie.

"I know that he doesn't know me, that I will never meet him and that he is to hot and famous for me but I love him and...and...and... And I wont say anything because you think I'm crazy!"

Ich hatte gar nicht bemerkt, wie sehr ich angefangen hatte zu lächeln, was als belustigt eingeschätz werden könnteund sagte hastig: "No No! I was just smiling because I know how you feel. But not about Harry, about Josh Hutcherson."

"The Hungergamesstar?"

Ich nickte. Dann herrschte Stille. Das machte mich innerlich total kirre.

"Did you know that I was in Paris for 4 hours on my way to Cincinatti?"

Sie schaute mich unglaubwürdig an. Als sie merkte, dass ich es ernst meinte, verzog sie ihr Gesicht zu einer gequälten Grimasse. "Are you serious?!"

"Yes!"

Sie warf mir einen theatralischen Blick zu. "Life isn't fair!" Dann warf sie sich auf ihr Bett.

Ich legte mich neben sie. "I'm gonna take you there one day."

"Promise?"

"Promise!"

A Flight to Kentucky - Multi Fandom FF (eine Never Ending Story)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!